19.09.2010, 08:50

Benjamin Schischka

Ratgeber CPU

Automatisch, halbautomatisch oder manuell?

Viele Hauptplatinen bieten heutzutage automatisches oder halbautomatisches Übertakten an. Wir versuchen, das vollautomatische Übertakten zu vermeiden. Wenn es aktiviert ist, lässt BIOS zuerst ein paar Tests durchlaufen, bevor es die verschiedenen Taktraten für CPU und RAM automatisch auf einen Wert setzt, den das Programm als stabil erachtet. Wir haben jedoch herausgefunden, dass eben diese Werte beim Start von Windows instabil werden; ebenso, wenn Sie eine Anwendung längere Zeit aktiv benutzen.
Der halbautomatische Ansatz lässt Sie zwischen diversen Voreinstellungen wählen und einen maximalen Wert für die Übertaktung festlegen. Asus bietet diese Art der Übertaktung in seiner CPU Level Up-Funktion an. Im Folgenden werden wir eine halbautomatische Übertaktung bei Intels entsicherter Core i7 875K CPU vornehmen. Um damit zu beginnen, drücken Sie den Entfernen-Knopf während des Boot-Prozesses und betreten Sie BIOS. Einer der Reiter im Asus-Setup nennt sich Ai Tweaker, worüber Sie verschiedene Optimierungen am System vornehmen können.
Den ersten Wert, den Sie verändern können, ist CPU Level Up. Standard ist die Option "auto" mit drei weiteren Voreinstellungen, die allesamt mit dem Wort "crazy" beginnen. Der Name ist hier allerdings nicht Programm. Die ersten beiden Einstellungen sind so gar nicht "crazy", sondern lassen Sie die Taktrate nur um ein oder zwei Stufen erhöhen. Öffnen Sie also stattdessen den "Advanced"-Tab, wählen Sie dort "Intel SpeedStep Technology" und deaktivieren Sie die Funktion. Bedenken Sie, dass die Deaktivierung von SpeedStep auch die Energieverwaltung abschaltet - Übertakten ist eben stets auch mit ein paar Nachteilen verbunden.
Sobald Sie erste Veränderungen an den ersten beiden "crazy"-Einstellungen in CPU Level Up vorgenommen haben, wird das System neustarten und bereits mit der höheren Taktrate arbeiten. CPU Level Up zu benutzen birgt aber auch einige Risiken. Obwohl wir eine entsicherte CPU benutzen kann es zum Beispiel passieren, dass BIOS den Multiplikator als gesichert einstuft. In dem Fall verändern Sie mit den ersten beiden "crazy"-Einstellungen nicht den Multiplikator - wie es gewünscht wäre - sondern die Basis-Taktrate, die innere Uhr der CPU. Mit einer Stufe aufwärts erhöhen Sie die BCLK also auf 160MHz - und das wiederum führt zu Änderungen beim Speicher-Timing.
Auch wenn unsere CPU am Ende mit 3,52 GHz auch bei hoher Beanspruchung stabil lief, empfehlen wir doch, bei der 3,2-GHz-Einstellung zu bleiben. Das ist nicht nur einfach vorzunehmen, die BCLK hält sich dabei auch auf weniger aggressiven 146 MHz. Die Speichergeschwindigkeit hat sich nicht signifikant verändert - sie stieg von 1066 MHz auf 1170 MHz.
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