Kostenfalle Ausland

Ausländische SIM-Karte vor dem Urlaub bestellen

Freitag den 22.06.2012 um 13:09 Uhr

von Peter Stelzel-Morawietz

Auf iPhone und iPad bekommen Sie mit der App VPN Express
einen günstigen VPN-Dienst zum Verschlüsseln Ihres Datenverkehrs in
ungeschützten WLAN-Netzen.
Vergrößern Auf iPhone und iPad bekommen Sie mit der App VPN Express einen günstigen VPN-Dienst zum Verschlüsseln Ihres Datenverkehrs in ungeschützten WLAN-Netzen.

Die Reisepakete der deutschen Mobilnetzbetreiber und Provider eignen sich mit einer Datenmenge von 50 MByte zwar fürs E-Mails und Ähnliches. Bei datenhungrigen Anwendungen wie Google-Navigation, Telefonieren über Skype oder Musikstreaming sind solche Beschränkungen dagegen völlig ungeeignet – da muss eine Flatrate her. Flatrates im Ausland bieten die ausländischen Mobilfunkprovider: Sie umfassen meist mindestens 500 MByte. Spezielle Surfkarten können Sie direkt vor Ort im Handyshop oder an Tankstellen kaufen. Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, bestellen Sie eine Karte schon vor der Abreise in Deutschland. Einen Überblick bietet das Portal Billiger-Telefonieren.de : Dort finden Sie zu wichtigen Urlaubsländern passende Angebote mit Preis, Datenmenge, Gültigkeit und Shop-Link.

Die Seite führt Sie keineswegs zu den Providern in deren Landessprache, sondern zu spezialisierten Anbietern ausländischer SIMKarten wie Simlystore.com, Simcardshop.de oder Prepaid-global.de. In diesen Shops stehen sämtliche Details auf Deutsch. Meist kos ten Karten mit ein bis zwei GByte Datenvolumen zwischen 30 und 40 Euro.

Denken Sie daran, solche SIM-Karten mindestens eine Woche vor dem Urlaubsstart zu bestellen. Im Ausland genügt es dann, einfach die neue Karte ins Smartphone einzulegen und die Zugangsdaten (APN) zu ändern. Wenn Sie diese nicht genannt bekommen, fragen Sie beim Händler nach. Beachten Sie, dass die SIM-Karten nur in Smartphones ohne Sim- und Netlock laufen.

Unverschlüsseltes WLAN, wie es in Hotels häufig
anzutreffen ist, sollte zum Abrufen privater Zugänge nur mit einem
speziellen VPNDienst verwendet werden.
Vergrößern Unverschlüsseltes WLAN, wie es in Hotels häufig anzutreffen ist, sollte zum Abrufen privater Zugänge nur mit einem speziellen VPNDienst verwendet werden.

Anders als für Handytelefonate in den Ländern der Europäischen Union gibt es beim mobilen Surfen pro Datenmenge bislang keine Höchstpreise. Die Provider dürfen für jedes übertragene MByte verlangen, was sie möchten. So gelten die fälschlicherweise immer wieder genannten „Roaming“-Gebühren von maximal 80 Cent pro MByte nicht für Endkunden. Einen Schutz gegen ausufernde Roaminggebühren bietet in der EU nur der seit knapp zwei Jahren geltende Absolutbetrag von 50 Euro plus Mehrwertsteuer. Wird diese Grenze von 59,50 Euro erreicht, muss der Provider die Verbindung kappen. Das Gesetz verlangt, dass dieses Limit standardmäßig eingeschaltet ist. Erst auf Ihr aktives Eingreifen hin können Sie die Sperre freischalten und mobil weiter surfen – das gilt für Prepaid- und Vertragshandys. Es ist zwar zu begrüßen, dass damit nach der Rückkehr aus dem Urlaub nicht mehr wie früher eine Rechnung von mehreren Tausend Euro eintrudeln kann, billiger wird das Surfen damit aber nicht. Zudem ist es schlicht ärgerlich, wenn eine E-Mail mit Anhang fast 60 Euro kostet. Dieses Roamingabkommen gilt auch nur in den Ländern der EU sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein. In der Schweiz, der Türkei oder Kroatien dagegen existiert gar keine Obergrenze.

Freitag den 22.06.2012 um 13:09 Uhr

von Peter Stelzel-Morawietz

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