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Ausführen-Dialog als Startzentrale

10.01.2007 | 10:39 Uhr |

Sie benutzen ein Notebook oder haben einen kleinen Schreibtisch – jedenfalls verwenden Sie statt der Maus so oft wie möglich die Tastatur. Vor allem umständliche Ausflüge in die Tiefen des Start-Menüs möchten Sie möglichst vermeiden. Wir stellen Ihnen eine flotte Möglichkeit vor, mit der Programme unter Windows starten können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Sie benutzen ein Notebook oder haben einen kleinen Schreibtisch – jedenfalls verwenden Sie statt der Maus so oft wie möglich die Tastatur. Vor allem umständliche Ausflüge in die Tiefen des Start-Menüs möchten Sie möglichst vermeiden.

Lösung:

Eine flotte Möglichkeit, Programme unter Windows zu starten, bietet der Dialog „Ausführen“ im Start-Menü. Um beispielsweise schnell den Windows-Taschenrechner aufzurufen, brauchen Sie nur „calc“ in den Dialog einzugeben (der Programmname des Rechners lautet Calc.EXE). Allerdings funktioniert das so einfach nur bei Programmen, die im Systempfad liegen, also etwa im Windows-Verzeichnis oder unter \Windows\System32. In anderen Fällen müssen Sie den kompletten Pfad angeben – das macht die Sache viel zu umständlich.

So geht’s dennoch schnell: Legen Sie Verknüpfungen zu häufig benötigten Programmen in ein Verzeichnis, das im Systempfad liegt – etwa in den Windows-Ordner. Diese Links können Sie dann über „Start, Ausführen“ starten. Die Eingabe des Dateinamens genügt, die Endung LNK brauchen Sie nicht einzutippen. Besonders praktisch ist dabei dass Sie so auch Benutzerdateien wie Termine.XLS oder häufig benötigte Ordner verlinken können. Wenn Sie die Extension (etwa „.DOC“) aus dem Verknüpfungsnamen löschen, sparen Sie sich Tipparbeit beim Aufruf. Bei den Links zu ausführbaren Dateien (EXE, COM und BAT) sollten Sie das ohnehin immer tun, weil Windows sonst von einer DOS-mäßigen Suche nach ausführbaren Programmen ausgeht und die Verknüpfungen gar nicht berücksichtigt.

Sammelordner anlegen: Wenn Sie das Windows-Verzeichnis nicht mit Verknüpfungen füllen wollen, erstellen Sie besser einen neuen Ordner – beispielsweise C:\Run – und legen alle gewünschten Verknüpfungen dort ab. Für den nächsten Schritt brauchen Sie Administratorrechte: Gehen Sie auf „Start, Einstellungen, Systemsteuerung, System, Erweitert“ und dort unten links auf „Umgebungsvariablen“. In der Liste „Systemvariablen“ wählen Sie den Eintrag „Path“ aus und klicken auf „Bearbeiten“. Fügen Sie am Ende der Variablen nach einem Strichpunkt den soeben erstellten Ordner C:\Run an, und bestätigen Sie dies. Änderungen am Systempfad sind nach dem nächsten Windows-Neustart wirksam. Die Verknüpfungen dort lassen sich bequem über „Start, Ausführen“ aufrufen. Alternative Cmd.EXE: Der Trick eignet sich auch für die Eingabeaufforderung, die Sie mit „cmd.exe“ aufrufen. Sie verhält sich weitestgehend gleich zu „Start, Ausführen“, sofern Sie dem gewünschten Befehl jeweils ein „start“ voranstellen.

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