Ratgeber Software

Aufnahmen mit Photoshop Elements schnell optimieren

Montag den 24.01.2011 um 13:32 Uhr

von Arne Arnold

Wegen einer kleinen Unzulänglichkeit müssen Sie ein interessantes Foto nicht gleich löschen. Bildbearbeitungsprogramme bieten für viele Aufnahmefehler schnelle und effektive Korrekturfunktionen. Zwar hat auch Picasa einige grundlegende Bildbearbeitungswerkzeuge. Mit diesen alleine kommt man aber bei etwas anspruchsvolleren Aufgaben oft nicht weit.

Darum erklärt PC WELT die Bearbeitung von Fotos am Beispiel der Software Photoshop Elements. Das Besondere an diesem Programm: Die Technik kommt vom großen Bruder Photoshop, dem Nonplusultra bei der professionellen Fotobearbeitung. Dennoch ist die Bedienung einfach. Bei PC WELT finden Sie eine Testversion von Photoshop Elements . Sie enthält alle Funktionen der Vollversion und lässt sich 30 Tage lang uneingeschränkt nutzen.

Zum Beheben kleiner Bildfehler genügen oft die eingebauten automatischen Korrekturfunktionen. Dabei nimmt Ihnen die Software viele Arbeitsschritte ab, die Sie sonst manuell ausführen müssten. Verwenden Sie den Schnellkorrektur-Modus immer dann, wenn Sie für die Bearbeitung Ihrer Bilder nicht allzu viel Zeit aufwenden möchten. Mit befriedigenden bis guten Resultaten der automatischen Korrektur können Sie bei einer Reihe von typischen Fotoproblemen rechnen. Dazu gehören ungenügende Brillanz, Grauschleier, zu dunkel geratene Aufnahmen und farbstichige Bilder. Wenig aussichtsreich sind 1-Klick-Korrekturen bei Fotos mit ungenügend ausgeleuchtetem Motiv, starkem Motivkontrast und bei insgesamt unscharfen Bildern. Weitergehende Korrekturmaßnahmen sind auch nach der Autokorrektur möglich.

Foto laden: Nach dem Start von Photoshop Elements erscheint ein Begrüßungsfenster, in dem Sie auf „Bearbeiten“ klicken. Wählen Sie „Datei, Öffnen“. Wechseln Sie zum Ordner mit Ihren Bildern, und klicken Sie doppelt auf die gewünschte Datei. Das Programm lädt das Bild nun auf die Arbeitsfläche. Stellen Sie mit dem Pfeil im orangefarbenen Ausklappfeld rechts oben den Modus „Schnell“ ein. Haben Sie das optimierungsbedürftige Foto bereits in die Elements-eigene Bildverwaltung „Organizer“ importiert, starten Sie die Schnellkorrektur aus dem Organizer-Arbeitsbereich heraus. Dazu klicken Sie das gewünschte Motiv mit der rechten Maustaste an und wählen „Mit Photoshop Elements bearbeiten“.

Ansicht anpassen: Im Schnellkorrektur-Modus sind alle für die grundlegende Optimierung erforderlichen Funktionen unmittelbar um das Bild herum angeordnet. Zunächst stellen Sie links unten bei „Ansicht“ die Option „Vorher und nachher – horizontal“ ein. Dadurch sehen Sie in der Mitte des Programmfensters das Foto, das Sie gerade bearbeiten, links im Originalzustand („Vorher“), rechts als Ergebnis mit Ihren Änderungen („Nachher“).

Schon mit der 1-Klick-Optimierung erstrahlen vormals
blasse und kontrastarme Bilder in neuem Glanz.
Vergrößern Schon mit der 1-Klick-Optimierung erstrahlen vormals blasse und kontrastarme Bilder in neuem Glanz.
© 2014

Bild optimieren: Ganz rechts zeigt Photoshop Elements eine Palette mit verschiedenen Korrekturmöglichkeiten an. Die 1-Klick-Optimierung finden Sie ganz oben unter „Intell. Korrektur“. Sie starten sie mit einem Klick auf die Schaltfläche „Auto“, den Rest erledigt das Programm für Sie. Es passt also in einem Arbeitsschritt Helligkeit, Kontrast, Licht- und Schattenbereiche, Farben sowie die Schärfe an. Die Stärke der intelligenten Korrektur können Sie per Schieberegler selbst festlegen: Je weiter Sie ihn nach rechts ziehen, desto intensiver optimiert das Programm das Bild. Das Ergebnis sehen Sie in der Vorschau, die umgehend erscheint. Sie können hier gefahrlos experimentieren. Denn mit einem Klick auf „Abbrechen“ lassen sich sämtliche Änderungen rückgängig machen.

Ergebnis verbessern: Stellt Sie das Resultat der 1-Klick-Optimierung nicht zufrieden, müssen Sie die Problembereiche der Aufnahme gezielt angehen. Dafür nutzen Sie die Regler für Beleuchtung, Farbe, Balance und Scharfzeichnen. Im Bereich „Beleuchtung“ können Sie auf die dunklen und hellen Stellen des Fotos Einfluss zu nehmen, ohne die betreffenden Bereiche vorher manuell isolieren zu müssen. Für Schatten und andere zu dunkel geratene Bildpartien eignet sich der Schieberegler „Tiefen aufhellen“, den Sie etwas nach rechts ziehen. Im Bereich „Farbe“ lässt sich die allgemeine Farbgebung des Motivs verbessern. Abschließend sorgen Sie mit dem Regler bei „Scharfzeichnen“ noch für knackige Schärfe.

Es ist allerdings ratsam, nicht blindlings mehrere automatische Korrekturen hintereinander über ein Foto zu jagen. Denn dadurch würde sich die die Bildqualität verschlechtern. Falls eine im Schnellkorrektur-Modus durchgeführte Aktion bei Ihrem Bild nicht zufriedenstellend funktioniert, klicken Sie besser auf „Zurück“ oder „Abbrechen“ und versuchen es nochmals mit einer anderen Einstellung.

Bereichsweise Autokorrektur: Mit dem Schnellauswahl-Werkzeug aus der Werkzeugleiste lassen sich anhand von Konturverlauf, Farbe und Struktur die Bildbereiche auswählen, die verbessert werden sollen. Übermalen Sie einfach die Regionen, auf die sich die Korrekturen beschränken sollen.

Montag den 24.01.2011 um 13:32 Uhr

von Arne Arnold

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