17.10.2009, 11:01

Moritz Jäger

Rechner in virtuelle Maschinen verwandeln

Drei Schritte zum ZielAuferstehung: Der Neustart in der virtuellen Umgebung

Insgesamt teilt sich die Konvertierung in drei Schritte auf. Im ersten Schritt wird das Quellmedium genau definiert. Hier kann der Nutzer beispielsweise angeben, welche Festplatten zusätzlich mit in die virtuelle Umgebung übernommen werden sollen.
Schritt zwei legt die Einstellungen für die künftige virtuelle Umgebung fest. Am wichtigsten ist der Bereich "Destination": Hier stellt der Nutzer ein, ob das Image in eine ESX-Umgebung eingebunden wird oder nicht. Dann folgen die Einstellungen für den künftigen Namen und Optionen zur virtuellen Festplatte. Abschließend lassen sich der Maschine virtuelle Netzwerkkarten zuweisen.
Schritt drei erlaubt es, die neue Maschine genauer anzupassen. Neben Änderungen in der Arbeitsgruppe oder der Domäne kann man beispielsweise auch die Zeitzone oder die Windows-Lizenz einrichten und ändern.
Sind alle Vorgaben erfüllt, startet der eigentliche Konvertierungsvorgang. Je nach Aufgabe und Netzwerkanbindung nimmt der Vorgang unterschiedlich lange in Anspruch. Dennoch wird das eigentliche System wenig belastet, sodass sich die Konvertierung auch im Hintergrund durchführen lässt.
Der VMware Converter integriert das soeben umgewandelte System nahtlos in die Konsole des ESX-Servers. Einziger Unterschied zu einer direkten Installation auf dem ESX: Beim ersten Start kommt es wahrscheinlich zu verschiedenen Anpassungen und Treiberinstallationen. Denn durch die Umwandlung ändert sich im Normalfall die Hardware des installierten Systems. Unter Umständen verlangt die Windows-Installation eine erneute Aktivierung.
Normalerweise läuft die Installation der Treiber dabei problemlos ab. VMware verwendet generische Treiber, die jedes Windows-System einwandfrei erkennen sollte. Nach der Aktivierung ist unser Server wieder einsatzbereit. Dennoch sollten Sie diesen Punkt vor allem dann beachten, wenn Sie die virtuellen Server in einem Backup-Szenario einsetzen, etwa wenn ein physischer Server ausfällt und möglichst schnell durch eine virtuelle Instanz ersetzt werden soll.
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