21.08.2003, 09:49

Hermann Apfelböck

Audio-Standards: Vom Red Book bis zu MP3

1979 vollzogen Sony und Philips den entscheidenden Schritt: Sie pressten Musik nicht mehr analog auf Vinyl, sondern speicherten sie digital auf CD. Der damals festgelegte Red-Book-Standard, der bis heute als "CD-Qualität" die Messlatte für die Tauglichkeit von Kompressionsverfahren bildet, hat folgende Eckdaten: Das aufgenommene Audiosignal muss 44.100-mal pro Sekunde abgetastet werden - noch technischer: Die Sampling-Rate muss 44,1 kHz betragen. Der Speicherbedarf für jedes dieser 44.100 Samples pro Sekunde wurde auf 16 Bit, also 2 Byte festgelegt. Da diese Werte für Stereo noch einmal zu verdoppeln sind, ergab sich ein Speicherbedarf von zwei (Kanälen) mal 44.100 (Samples) mal 2 Byte (Abtasttiefe), also 176 KB pro Sekunde (etwa 10 MB pro Minute).
Eine unerfreuliche Datenmenge für PCs - nicht nur Anfang der 80er Jahre. Um auch auf PCs Klangdaten zu ermöglichen, entwickelte Microsoft das Wave-Format (WAV ) mit flexibler Sampling-Rate von 11.000, 22.000 und 44.100 Hz, einer Abtasttiefe von 8 oder 16 Bit und der Option, auf den zweiten Kanal zu verzichten. CD-Qualität im WAV-Format ist nur mit den höchsten Einstellungen zu erreichen.
Musik am PC wäre damit über das Abspielen von Systemklängen oder kurzen Intros nicht hinausgekommen.
Als es jedoch gelang, aus den schwergewichtigen WAVs die für das menschliche Ohr irrelevanten Informationen auszufiltern, war der Durchbruch geschafft: Die Musikminute beanspruchte statt 10 MB (WAV) nur noch 1,4 MB (MP3 bei 192 KBit/s) bei praktisch gleich bleibender Tonqualität. Da die meisten Menschen auch bei 128 KBit/s keine Unterschiede zur CD wahrnehmen, reduziert sich die Datenmenge sogar auf 960 KB pro Minute.
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