Datenverlust vermeiden

Arbeiten mit S.M.A.R.T.

Sonntag den 13.06.2010 um 08:41 Uhr

von David Wolski, JÜRGEN DONAUER

Wer sich nur hin und wieder des guten Befindens seiner Festplatten vergewissern will, der muss den Daemon smartd nicht im Hintergrund laufen lassen. Informationen liefert alternativ auch smartctl. Damit können Sie auch herausfinden, ob die verwendete Festplatte überhaupt S.M.A.R.T-fähig ist und unterstützt wird. Unter Linux tippen Sie dazu als root für die Festplatte /dev/sda den Befehls martctl -i /dev/sda . Unter Ubuntu stellen Sie den Befehlen jeweils „sudo“ voran, um sie mit Root-Rechten auszuführen.
Informationen in Hülle und Fülle
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Wollen Sie andere Massenspeicher prüfen, müssen Sie /dev/sda durch die entsprechende Bezeichnung ersetzen. Der Befehl „smartctl -c /dev/sda“ verrät, welche Tests Ihr Gerät unterstützt. Sollte hier ein Fehler auftreten, können Sie mit „smartctl -s on /dev/sda“ das Monitoring auf der Festplatte aktivieren. Mit smartctl lassen sich allerdings noch andere Informationenabrufen. „smartctl -a /dev/sda“ sollte sämtliche Informationen über die Festplatte sda preisgeben. Der Befehl „smartctl -H /dev/sda“ findet schnell heraus, ob die Festplatte als „gut“ deklariert ist. Lesen Sie hier „PASSED“, ist alles in Ordnung. Ein „FAILED“ lässt alle Alarmglocken klingen. Spätestens jetzt sollten Sie eine sofortige Datensicherung vornehmen. Danach können Sie weitere Untersuchungen anstellen oder die Festplatte direkt ersetzen.

Diese Platte sollten Sie wegwerfen
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Wird Ihr Gerät unterstützt, können Sie eine Reihe von Tests durchführen. „smartctl-t offline /dev/sda“ führt einen sofortigen Offline-Test durch. Das bedeutet aber nicht, dass die Festplatte ausgehängt wird. DasTool zeigt Ihnen danach eine Zeit an, wann der Test voraussichtlich fertig sein wird. Sie können nach Ablauf dieser Zeit mittels „smartctl -l error“ das Ergebnis begutachten. Mittels des Parameters „-t“ können Sie statt der gesamten Festplatte auch nur bestimmte Bereiche testen.

Was die smartctl-Parameter im Einzelnen machen und für welche Festplattentypen sie einsetzbar sind, verrät die Manpage, die Sie auf der Kommandozeile mit „man smartctl“ aufrufen. Sie finden die Manpage auch auf der Projektseite . In dieser Dokumentation stecken weitere wertvolle Informationen zum Einsatz von smartctl und Tipps zu bestimmten Festplattentypen und RAID-Controllern.

Sonntag den 13.06.2010 um 08:41 Uhr

von David Wolski, JÜRGEN DONAUER

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