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Fabelhafter Foto-Fun mit Smartphone-Apps

19.09.2012 | 09:09 Uhr |

Mit Retusche-Apps ist die Fotonachbearbeitung spielend leicht. Sie lassen sich direkt auf dem Smartphone installieren und bieten tolle Effekte. Wir stellen die vier besten und populärsten Foto-Apps fürs Handy vor.

Spontane Schnappschüsse sollen möglichst schnell von der Kamera oder vom Smartphone ins Web oder in die Fotosammlung auf der Festplatte übertragen werden. Aufwendige Retuschearbeiten sind hier selten gefragt. Und auch nicht erforderlich: Unkomplizierte Apps ersetzen bei spontanen Aufnahmen ausgefeilte Filter von Bildbearbeitungs-Software, um ein Foto schnell für die Veröffentlichung im Web fit zu machen. Denn oft geht es ja nicht darum, dem Foto die professionelle Nachbearbeitung im Stil von Photoshop und Co. angedeihen zu lassen. Vielmehr soll die Stimmung einer Szene eingefangen oder erzeugt werden.

Apps zur Fotobearbeitung: Eine große Anzahl von Bildbearbeitungs-Apps gibt es in den App-Märkten von Apple und Google. Die meisten erlauben Verfremdung und Fotoeffekte sowie die Weiterleitung an Soziale Netzwerke oder Bilderdienste.

Dem Profi graut sicher schon beim Gedanken an Fertigeffekte aus der Dose – wozu hat man sich schließlich jahrelang durch Photoshop-Menüs gewühlt und bergeweise Sekundärliteratur zur perfekten Bildbearbeitung gelesen und angehäuft? Dennoch haben die Foto-Apps für Smartphones und Tablets mit iOS und Android ihren Reiz und ziehen bereits Millionen von Schnappschuss-Süchtigen in ihren Bann.

Fotos bearbeiten mit dem Smartphone

1 Instagram: Der erfolgreiche Instant-Klassiker

Instagram: Nicht nur Foto-App, sondern auch Soziales Netzwerk.
Vergrößern Instagram: Nicht nur Foto-App, sondern auch Soziales Netzwerk.

Der Star unter den Bildbearbeitungs-Apps ist mit Abstand Instagram. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Sammlung von Effekten für das Fotolabor in der Hosentasche, sondern auch um eine Foto-Community auf der Seite Instagram im Stil von Flickr. Instagram ist als Soziales Netzwerk der Newcomer des Jahres und hat es in weniger als zwei Anwendungsjahren auf 50 Millionen registrierte User gebracht. Es gibt auch Upload-Möglichkeiten für andere Netzwerke wie etwa Twitter, Facebook, Foursquare, Flickr und Tumblr. Die Bildbearbeitungsfunktionen orientieren sich an der quadratischen Optik von Polaroid-Abzügen und der Kodak Instamatic-Kamera. Effekte lassen sich aus einer Reihe von knapp 20 vorbereiteten Filtern mittels Vorschau auswählen.

Bis vor kurzem Instagram nur für Apples iOS -Geräte verfügbar und hatte damit anfangs das Flair eines elitären Spielzeugs. Seit April gibt es Instagram auch für Android im App-Markt von Google Play. Den Aufwärtstrend der Foto-Community will sich auch Facebook zunutze machen. Im April dieses Jahres kaufte das Social Network die Instagram-Software für eine Milliarde US-Dollar. Das Ziel: Instagram soll Facebook im Fotobereich und auf Smartphones attraktiver machen. Die ursprüngliche Instagram-Community soll jedoch weiterhin bestehen bleiben, Facebook verzichtet vorerst auf eine Zusammenführung der Dienste.

2 Hipstamatic: Hippe App nur fürs iPhone

Hipstamatic: Diese App gibt es nur für das iPhone, sie behält dadurch das Flair des Besonderen.
Vergrößern Hipstamatic: Diese App gibt es nur für das iPhone, sie behält dadurch das Flair des Besonderen.

Die zweite, enorm populäre App für Fotos im Retro-Stil ist Hipstamatic . Das kostenlose Tool gibt sich verspielt, schon die Bedienoberfläche kommt mit einer antiquierten Optik: Das Menü mit Vorschaubild ist als Rückseite einer älteren Kodak-Kleinbildkamera dargestellt. Hipstamatic zeigt hier nur das Live-Bild der Handykamera. Alle wesentlichen Bestandteile der virtuellen Kamera lassen sich per Wischbewegung austauschen. An erster Stelle die „Filme“: Zu Zeiten des Analogfilms wirkte sich das verwendete Negativ-material entscheidend auf die Aufnahme aus. So auch bei Hipstamatic. Standardmäßig ist nur ein Film dabei. Weitere lassen sich per In-App-Kauf erwerben. Das trifft auch auf Objektiv und Blitz zu. Eine andere Besonderheit: Mit Hipstamatic können Sie nicht nur bereits vorhandene Fotos verändern. Die Filter funktionieren wie bei einer alten Analogkamera nur direkt bei der Aufnahme. Die exklusive Verfügbarkeit für das iPhone trägt ebenfalls zum Coolness-Faktor bei.

3 Magic Hour: Filter im Überfluss
Wer möglichst viele Filter haben will, sollte sich die App Magic Hour ansehen. Sie ähnelt Instagram, liefert aber mehr Effekte als diese. Als Magic Hour – „Magische Stunde“ – bezeichnen Fotografen die Zeit der Abenddämmerung, in der die Sonne, kurz bevor sie untergeht, alle Aufnahmen in ein goldgelbes, weiches Licht taucht. Magic Hour verfremdet Aufnahmen aus dem Album oder direkt von der eingebauten Kamera. Einen großen Effektreichtum erreicht die App dadurch, dass sie die 40 vorbereiteten Filter bearbeiten und kombinieren kann. Magic Hour ist für iPhone und Android erhältlich. In der kostenlosen Variante bietet Magic Hour für iPhone und Android eine begrenzte Auflösung von 640 mal 480 Pixel. Die Vollversion kostet 1,60 Euro.

4 Pixlr-o-Matic: Retusche-App von Autodesk

Pixlr-o-Matic: Das Besondere dieser kostenlosen App für Android und iPhone ist die effektreiche Menüoberfläche.
Vergrößern Pixlr-o-Matic: Das Besondere dieser kostenlosen App für Android und iPhone ist die effektreiche Menüoberfläche.

Diese kostenlose App für iPhone und Android versieht Bilder mit Retro-Effekten, die selbst langweilige Aufnahmen edler und attraktiver erscheinen lassen. Vor allem Portraits gewinnen beispielsweise durch höheren Kontrast bei Schwarz- und Weißtönen. Über Kombinationen von Farb- und Lichteffekten, Filtern und Rahmen bietet das Tool ein sehr großes Verfremdungspotenzial. Pixlr-o-Matic kann mit Fotos aus dem Album oder direkt mit Bildern von der Kamera umgehen.

Kreativ am Tablet mit Adobe-Apps

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