iOS für Business

iPad im Unternehmen nutzen

Montag, 19.09.2011 | 12:26 von Moritz Jäger
Apple iPad 2 9.7 16GB Wi-Fi schwarz
Apple iPad 2 9.7 16GB Wi-Fi schwarz
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© Apple
iPads werden in Firmen immer beliebter. Doch kann man das iPad problemlos in die Unternehmens-IT integrieren? Und wie steht es um die Sicherheit?
Obwohl ursprünglich als Unterhaltungsgerät geplant gehört das Apple iPad inzwischen auch für zahlreiche Unternehmen zum Arbeitsalltag. Das liegt auch daran, dass bislang keine andere Firma ein passendes Gerät auf den Markt bringen konnte, Tablets wie das HP Touchpad oder das WeTab sind gefloppt, dedizierte Business-Geräte wie das Cius von Cisco das BlackBerry Playbook fristen ein Nischendasein. Apple hat diese Trend erkannt und inzwischen einige Funktionen in das Betriebssystem iOS integriert, mit denen Unternehmen das iPad einigermaßen verwalten und einrichten können.

Aktuelle Version von iOS verwenden

Es klingt zunächst seltsam, aber Admins sollten darauf bestehen, dass alle Nutzer, die ihr iPad mit Unternehmensressourcen verbinden wollen, die aktuellste Version von iOS im Einsatz haben. Der Grund ist einfach: Apple beseitigt mit jedem Patch Schwachstellen und führt zusätzliche Sicherheitsfunktionen ein. Ein Beispiel: Mit iOS 4.3 wurde die Adress Space Layout Randomization eingeführt - diese erschwert Angreifern den Zugriff auf das System.

Hardware-Verschlüsselung auf dem iPad aktivieren

Die zweite grundlegende Regel beim Einsatz des iPads ist die Aktivierung der Hardwareverschlüsselung. iPads, egal ob erste oder zweite Generation, können gespeicherte Daten verschlüsseln und den Zugriff nur erlauben, wenn der Nutzer das Gerät mit dem richtigen Passwort entsperrt. Die Verschlüsselung selbst lässt sich nicht separat einschalten, wird aber aktiviert, sobald dem Gerät ein Passwort zugewiesen wird. Wird dies per Hand und nicht per Richtlinie durchgeführt (dazu mehr im Kapitel „Apple-Konfigurationsprogramm nutzen“) so findet man die entsprechende Option in den Allgemeinen Einstellungen - Code-Sperre.

Die Code-Sperre aktiviert zugleich den
Datenschutz
Vergrößern Die Code-Sperre aktiviert zugleich den Datenschutz

Integration ins Firmensystem

Egal ob iPads von der Firma offiziell ausgegeben werden oder Nutzer im Rahmen von „Bring your own Device“ ihre privaten Geräte nutzen wollen, der erste Schritt ist die Integration ins Firmennetz. Nur wenn Administratoren auch wissen, dass die entsprechenden Geräte vorhanden sind, können sie einen gesicherten Zugriff auf die Firmendaten ermöglichen. Von Haus aus unterstützt das iPad bereits zahlreiche E-Mail-Systeme, darunter Microsoft Exchange, Google Apps for your Domain und das Apple-System MobileMe. Außerdem lassen sich normale Konten auf Basis von IMAP, POP3 und SMTP hinzufügen. Kalendersystemen können per CalDAV integriert werden, auf Kontakte erhält man per LDAP und CardDAV Zugriff.

Exchange bietet dabei den Vorteil, dass sich darüber zusätzlich auch Sicherheitsregeln durchsetzen lassen. Je nach Einstellung kann der Administrator beispielsweise verlangen, dass auf dem iPad ein Passwort hinterlegt werden muss, bevor ein Nutzer auf Daten zugreift. Ein weiterer Vorteil: Da Apple inzwischen das ActiveSync-Protokoll fest in iOS integriert hat, kann man darüber auch das Tablet löschen, falls es etwa verloren geht.

Konten einrichten: Neben SMTP, IMAP und POP3 werden auch
zahlreiche Groupware-Systeme direkt unterstützt.
Vergrößern Konten einrichten: Neben SMTP, IMAP und POP3 werden auch zahlreiche Groupware-Systeme direkt unterstützt.

Sicherheit für Daten und Verbindungen

Im Firmenumfeld ist es wichtig, dass Daten sicher übertragen werden. Das Mittel der Wahl dafür sind in den meisten Unternehmen VPN-Verbindungen. In der aktuellsten Version unterstützt iOS VPN-Tunnels auf Basis von L2TP, PPTP und IPSec. Die Konfiguration der Verbindungen erfolgt über die Einstellungen des iPad. Der Nachteil ist allerdings, dass die komplette Konfiguration von Hand vorgenommen werden muss. Hersteller wie Cisco oder Juniper liefern daher auch passende Apps für ihre jeweiligen VPN-Lösungen. Allerdings bietet Apple keine offizielle Unterstützung für das populäre OpenVPN.

Eine andere Alternative ist der Einsatz von Citrix. Das Unternehmen hat sich auf die Virtualisierung von Anwendungen spezialisiert. Für iPad und iPhone gibt es einen lokalen Client, den Citrix Receiver . Mit Hilfe dieser App kann man auf die alle im Citrix-Portal hinterlegten Anwendungen zugreifen. Diese werden auf das iPad gestreamt, so dass man selbst Programme wie den Internet Explorer direkt ausführen kann. Der Citrix Receiver an sich ist kostenlos, allerdings benötigt man natürlich die passende Infrastruktur.

Der Citrix Receiver bietet Zugriff auf Citrix-Apps vom
iPad aus.
Vergrößern Der Citrix Receiver bietet Zugriff auf Citrix-Apps vom iPad aus.

Da das Einrichten von VPN-Verbindungen auf dem iPad alles andere als einfach ist, hat sich im Test die Citrix-Lösung bewährt. Allerdings benötigt diese eine stabile Internetverbindung, da beim Streamen der Programme einiges an Daten anfällt.

Montag, 19.09.2011 | 12:26 von Moritz Jäger
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