05.03.2012, 11:10

Benjamin Schischka

Apple

iPad 3 – alle Gerüchte um das neue Apple-Tablet

Die Rückseite des iPad 3 (inoffizielles Bild). ©Nextmedia.com

Das iPad 3 wird schärfer und schneller, aber auch dicker – zumindest, wenn man den Gerüchten glaubt. PC-WELT untersucht die neuesten iPad-Spekulationen.
Wie üblich hält sich Apple bedeckt, wenn es um das neue iPad geht. Aus Cupertino dringen keine offiziellen Informationen an die Öffentlichkeit. Ja, nicht einmal der Name – iPad 3 – gilt als gesichert. Umso mehr brodelt jedoch die Gerüchteküche. So äußert beispielsweise die Webseite iFixit, dass der Name „iPad 2 HD“ wahrscheinlicher sei als „iPad 3“. Mit ihren Spekulationen zu iPad und iPad 2 lagen die Betreiber der Webseite in der Vergangenheit bereits öfter richtig. Das „HD“ im Namen würde durchaus Sinn machen, glaubt man den Gerüchten rund um das Display des nächsten iPads.
iPad 3: Schärfer als Full-HD
Als Steve Jobs im März 2011 das iPad 2 vorstellt, ändert sich im Vergleich zum ersten iPad vieles (siehe Tabelle) – aber die Bildschirm-Auflösung von 1024 x 768 Pixel bleibt gleich. Nicht zuletzt weil Apple dem iPhone 4 ein Auflösungs-Update spendiert hat – Stichwort „Retina“ – munkelt man nun von einem Auflösungs-Update auch für das nächste iPad. Untermauert wird diese These noch durch die Android-Konkurrenz, die sich in Sachen Display-Auflösung längst auf der Überholspur bewegt. Android-Tablets wie das Asus EeePad Transformer Prime lösen aktuell mit 1280 x 800 Bildpunkten auf. Das Acer Iconia A700 – welches PC-WELT bereits auf der Computer-Messe CES ausprobieren konnte – kommt gar auf die Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Glaubt man der Gerüchteküche, wird sich Apple die Pole Position mit dem iPad 3 alias iPad 2 HD aber wieder holen: Es soll mit gigantischen 2.048 x 1.536 Pixeln seine Bildschirm-Auflösung verdoppeln. Gestützt wird das Gerücht um die Riesen-Auflösung durch ein im Internet aufgetauchtes Foto, auf dem angeblich das Display des iPad 3 zu sehen sei. Es soll von Sharp produziert werden und an Stelle eines 2-Panel-Kabels ein 3-Panel-Kabel nutzen – ein Hinweis auf die anfallenden Datenmengen eines sehr hoch auflösenden Displays. Allerdings könnte sich das neue Display nachteilig für Entwickler auswirken. Um scharfe Apps für die hohe Auflösung zu entwickeln, brauchen sie mehr Platz. Apple hat jedoch für UMTS-Verbindungen eine 20-MB-Grenze für Downloads festgesetzt. Ob diese fällt, ist bislang unklar.
Ein großes Manko beim iPad 2 ist die qualitativ schlechte Kamera. Darum ist es kaum verwunderlich, wenn bei inoffiziellen Bildern des iPad 3 eine größere Aussparung für die Kameralinse zu sehen ist. Angeblich soll das nächste iPad eine 8-MP-Kamera erhalten.

Prozessor mit vier Kernen

Hinter soviel Bildinhalt sollte auch ordentlich Rechenpower stecken. Insofern erscheint das Gerücht über eine neue CPU im iPad 3 konsequent: Statt einer Dual-Core-CPU soll Apple im dritten iPad einen Vierkerner verbauen. Der Quadcore-Chip Apple A6 soll sich auch schon seit einigen Wochen in der Produktion befinden, heißt es aus der Gerüchteküche. In aktuellen Android-Tablets arbeitet bereits ein Vierkerner – der Nvidia Tegra 3 (1,3 GHz) hat genau genommen sogar fünf Kerne. Der stromsparende fünfte Kern namens Companion Core springt ein, wenn das Tablet nur wenig Leistung braucht. Konkurrenz belebt eben das Geschäft. Es gibt aber auch Zweifel am Vierkerner. Wenn Apple die hervorragenden Akku-Laufzeiten der iPads auch beim dritten Modell halten will, setzen die Techniker aus Cupertino vielleicht doch auf eine verbesserte Variante des Dual-Core-Chips aus dem iPad 2, dem A5. Dafür sprechen im Internet aufgetauchte Fotos der angeblichen CPU des iPad 3: Sie ist bedruckt mit „A5X“.
Als vergleichsweise sicher gilt jedoch, dass Siri auf dem iPad 3 installiert ist. Die Sprachsteuerung war immerhin einer der Hauptgründe für die guten Verkaufszahlen des iPhone 4S. Eine offizielle Bestätigung fehlt jedoch auch hier. Welchen Weg Apple bei der Internet-Konnektivität gehen wird, darüber kann man bislang ebenfalls nur spekulieren. Gerüchten zufolge verbaut Apple einen LTE-Chip im Tablet. Ob es wieder eine reine WLAN-Version des iPads geben wird, ist noch unklar.

Die iPad-Vorgänger:

iPad iPad 2
9,7 Zoll
1024 x 768 Pixel
9,7 Zoll
1024 x 768 Pixel
16, 32, 64 GB 16, 32, 64 GB
10 Stunden Laufzeit 10 Stunden Laufzeit
256 MB RAM 512 MB RAM
1 GHz A4 Single Core 1 GHz A5 Dual Core
keine Kamera zwei Kameras
720p hinten, VGA vorne

Mini-iPad mit 7 Zoll

Apropos iPad-Versionen: Wird es das iPad auch in einer 7-Zoll-Version geben? Zumindest hat der Marktanalyst Ezra Gottheil diese These gegenüber unserer Schwesterpublikation Computerworld erneut ins Gespräch gebracht. Gerüchte über ein kleines iPad gab es schon zuhauf – der große Erfolg des 7-Zoll-Androiden Amazon Kindle gibt den Spekulationen aber neue Nahrung. Über ein 7-Zoll-iPad könnte Apple in niedrigere Preisregionen vorstoßen. Diese überlässt der Technik-Gigant bislang kampflos der Android-Konkurrenz. Angeblich soll das kleine iPad 3 trotz kleinerem Bildschirm über die gleiche Auflösung wie das iPad 2 verfügen – also 1024 x 768 Pixel. Gottheil erwartet das Mini-iPad aber frühestens gegen Ende 2012.

Wann kommt das iPad 3?

Das iPad 2 wurde zeitgleich zur CeBIT 2011 vorgestellt. Und auch für das iPad 3 wählt Apple die CeBIT-Zeit: Am 7. März, 19 Uhr deutscher Zeit, soll es in San Francisco vorgestellt werden. Übrigens wird auch aus der Einladung nicht ersichtlich, wie das neue iPad heißen wird. Eine anonyme Quelle, die mit Apples Vertriebskette vertraut sein soll, berichtet detailliert: Das iPad 3 soll im März in den Handel kommen. Zeitgleich soll der Preis des iPad 2 gesenkt werden. Laut der Technik-Seite 9to5mac.com wird das iPad 3 als WLAN-Version 499, 599 oder 699 Dollar kosten – je nachdem, ob es mit 16, 32 oder 64 GB Speicher bestückt ist. Die UMTS-Variante soll je nach Speicher 629, 729 oder 829 Euro kosten.
Im Oktober soll angeblich schon das nächste iPad folgen, vielleicht zeitgleich mit dem iPhone 5. Möglicherweise handelt es sich dabei um eben jenes Mini-iPad, das Gottheil für Ende 2012 erwartet. Glaubt man Digitimes, kostest das kleine iPad zwischen 249 und 299 Dollar.
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