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Xeon-Prozessoren in Workstations

Der Begriff "Workstation" hat im Lauf der Zeit einen Wandel erfahren. Heute beschreibt der Begriff ausschließlich High-End-Rechner, die für Einsatzbereiche wie CAD oder digitale Content-Erstellung maßgeschneidert sind und massive Rechenleistung auf einen Punkt konzentrieren. Zu den modernsten und zuverlässigsten Workstations gehören Geräte mit Intels Xeon-Prozessoren.

Eine Workstation ist im Vergleich zu privaten PCs oder zu Office-Rechnern ein besonders leistungsfähiger Arbeitsplatzrechner. Er eignet sich für anspruchsvolle technische oder wissenschaftliche Aufgabenstellungen.

Bis vor etwa zehn Jahren gab es auch noch spezielle Eigenentwicklungen und Techniken, die ausschließlich für Workstations reserviert waren. Aber traditionelle Workstation-Architekturen und -Prozessoren wie MIPS, PA-RISC, PowerPC und SPARC wurden mit der Zeit von standardisierter x86-Technik abgelöst. Heute sind Workstations letztlich PCs mit High-End-Komponenten und – eventuell – speziellen Server- oder Workstation-Prozessoren.
 
Die Grenzen zwischen einem leistungsstarken Desktop-PC und einer Workstation verwischen zwar zunehmend aufgrund des allgemein hohen Technikstandards. Doch moderne Workstations zeichnen sich noch immer durch überdurchschnittlich hohe Leistungen in Bereichen wie Grafikdarstellung, Rechenstärke, Speicherplatz und Multi-Tasking aus.

Ein weiterer wichtiger Aspekt einer Workstation ist ihre Zuverlässigkeit. Während Abstürze bei herkömmlichen PCs zwar auch sehr ärgerlich sind, gehen Fehlfunktionen bei Workstations aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung der zu erledigenden Aufgaben unter Umständen schnell ins Geld. Workstations sind daher hinsichtlich Hardware und Software traditionell besonders robust ausgelegt. Während die beiden Systeme sich bei der Software – speziell beim Betriebssystem – einander angenähert haben, bleiben echte Workstations normalen Desktop-PCs in Sachen Hardware-Stabilität weiterhin überlegen.
 
Ein weiterer Bereich, in dem eine Annäherung stattgefunden hat, ist die Ergonomie. Workstations waren oft groß, aufgrund starker, massiv zu kühlender Hardware laut und wurden – abgesehen von den Modellen für Grafikdesigner – oft per Kommandozeile bedient. Das gilt besonders für Unix-basierte Systeme. Heute dagegen ist eine Workstation optisch und akustisch in der Regel kaum von einem großen Desktop-PC zu unterscheiden.

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