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Was bedeutet eigentlich Cloud Computing?

Kaum ein Schlagwort ist in den vergangenen 18 Monaten in der IT-Welt häufiger aufgetaucht als "Cloud Computing" – und es ist kein Ende abzusehen. Dabei ist oft unklar, was jeweils mit Cloud gemeint ist. Zu unterschiedlich sind die Szenarien. Eine Bestandsaufnahme.

Immerhin eines steht im Zusammenhang mit der Datenwolke fest: die Herkunft des Begriffs "Cloud". Gemeint ist damit das Wolkensymbol, das IT-Architekten in ihren Übersichtsgrafiken an der Stelle platzieren, bei der es um das Internet geht. Die interne Infrastruktur mit Firewalls, Routern, Datenbanken, File- und E-Mail-Servern sowie Endgeräten wird zumeist detailliert dargestellt. Datenverkehr zu und aus dem Internet wird mit Linien zu einer gezeichneten Wolke versinnbildlicht.
 
Dadurch wird deutlich, dass mit Cloud der Teil der Infrastruktur gemeint ist, der nicht im eigenen Rechenzentrum betrieben wird. Sondern von einem Dienstleister irgendwo auf der Welt. Der Zugriff erfolgt per Internet. Womit auch klar wird, dass es schon lange vor dem inflationsartigen Verwenden des Wortes "Cloud" Dienste im Web gab, die heute als Cloud-Service bezeichnet werden. So ist ein Gratis-E-Mail-Angebot wie Microsofts Hotmail oder Google Mail nichts anderes als ein Cloud-Dienst. Das Gleiche gilt für gehostete Exchange-Server, auf die Unternehmen zugreifen.
 
Unterhalb des Begriffs Cloud oder Cloud Computing finden sich deshalb so diverse Angebote und Möglichkeiten, wie sie IT-Spezialisten auch in die Diagramme des eigenen Intranets zeichnen. Damit Kunden erkennen können, welche Chancen die Datenwolke bietet, gilt es, die Begriffe klar zu definieren.

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