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Sicherheit im Heimnetzwerk

Sicherheit ist nicht nur ein Thema für Firmenadministratoren. Auch die Daten, die Sie zu Hause haben, sind hochsensibel und schützenswert.

Die erste Entscheidung, die Sie bei der Vernetzung Ihres Heims treffen, betrifft das Medium: Kabel oder drahtlos? Für das Funknetzwerk spricht die einfache Art der Installation, bei der sie sich ohne Kabel auch mit einem Notebook frei bewegen können und neue Geräte ohne großen Aufwand hinzufügen. Das Prinzip hat allerdings auch Nachteile: Neben den hier nicht behandelten Nachteilen an Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit gegenüber einem verkabelten Netzwerk ist es vor allem die Sicherheit, die einer Extra-Behandlung bedarf: Grundsätzlich kann jeder, den die Funkwellen erreichen, ein WLAN ausspähen. Und selbst wenn Wände und Möbel innerhalb Ihrer Behausung den zuverlässigen Empfang so behindern, dass Sie kaum auf fünf Meter kommen, kann die Reichweite auf der Straße, mit nur noch einer Hauswand dazwischen, ein Mehrfaches betragen. Ein verkabeltes Netzwerk liegt hier in punkto Sicherheit weit vorne, doch auch für eine drahtlose Verbindung können und müssen Sie für Sicherheit sorgen. Hierbei ist das oberste Gebot: Verschlüsseln Sie den WLAN-Verkehr immer mit WPA2 oder wenigstes WAP! Der alte Verschlüsselungsstandard WEP ist so unsicher, dass er in Sekunden knackbar ist.

Davon unabhängig gibt es jedoch auch Maßnahmen, die Sie in jeder Art von Heimnetzwerk beachten müssen, ob nun verkabelt oder nicht. Worauf es dabei ankommt ist, dass Ihr Netz nach außen dicht ist, das heißt, dass niemand Ungebetenes von außen Zugriff erhält. Klassischerweise erreichen Sie dies durch eine Kombination aus Firewall und Virenscanner: Die Firewall sorgt dafür, dass nur von Ihnen explizit erlaubte Zugriffe auf Ihr Netz beziehungsweise Ihren PC stattfinden, wohingegen der Virenscanner verhindert, dass Sie bereits heruntergeladene Schadsoftware irrtümlicherweise starten. Das würde die Funktion der Firewall aushebeln, da eine Schadsoftware einfach die Kontrolle übernehmen und zum Beispiel die Firewall einfach ausschalten oder mit durchlässigeren Regeln versehen könnte. Sie schützen Ihr Netz also immer doppelt: nach außen gegen Angreifer und nach innen gegen Schadprogramme.

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