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Lesertest: Samsung Notebook Serie 9 NP900X3C Teil 2

Die Samsung Serie 9 im Lesertest der PC-WELT ©Samsung

Zehn von Samsung und PC-WELT ausgewählte Lesertester durften das Notebook Samsung Serie-9 NP900X3C-A02 ausgiebig unter die Lupe nehmen. In diesem Artikel lesen Sie, welche Erfahrungen fünf dieser Lesertester mit dem Samsung-Notebook gemacht haben.
Ein Hinweis vorab: Alle Informationen zum Lesertest der Samsung Serie 9 sowie die Kurzportraits der einzelnen Lesertester und die ersten fünf Testberichte finden Sie in diesem Artikel.
Und nun kommen wir zu den fünf nächsten Erfahrungsberichten unserer Lesertester:
Lesertestbericht von Tim Buchholz
 
Ganz wie seine Smartphones liefert Samsung das Notebook NP900X3C in einem schwarzen Karton aus. Öffnet man diesen, liegt ähnlich wie bei einem Smartphone gleich oben in der Schachtel das Gerät, während sich darunter das doch etwas knapp bemessene Zubehör befindet. Lediglich einen LAN-Adapter sowie ein Netzteil legt Samsung dem Neugerät bei. Neben einer minimalistischen Kurz-Bedienungsanleitung als Faltblatt mit wenigen Seiten, aber in mehreren Sprachen, liegt als Wiederherstellungsmöglichkeit für das Betriebssystem eine DVD bei. Da das NP900X3C über kein optisches Laufwerk verfügt, wundert man sich als Benutzer über diese Beigabe und hofft spontan, keinen Systemnotstand zu bekommen, solange man sich noch kein externes DVD-Laufwerk angeschafft hat. Dies hätten sich die Koreaner bei dem einen oder anderen Konkurrenten besser abschauen können, die in einem solchen Fall einen USB-Stick beilegen, um ein System-Recovery auch ohne weiteres Zubehör vornehmen zu können.
Der äußere Eindruck
Der erste verwunderte Eindruck schwindet aber schnell, wenn man das Notebook das erste Mal in die Hand nimmt. Es ist angenehm leicht und macht haptisch einen sehr positiven Eindruck. Das schwarze Aluminiumgehäuse liegt angenehm samtig in der Hand und wirkt wie aus einem Guss. Auf dem Deckel sticht lediglich der Samsung-Schriftzug hervor, der aufgeklebt zu sein scheint und einen scharfkantigen Eindruck hinterlässt. Dies stellt man vor allem dann fest, wenn man mit einem Tuch über das Gehäuse wischt und einige Fasern am Logo hängen bleiben. Ein Reinigungstuch sollte man als Anwender häufiger in der Nähe haben, wenn man auf ein sauberes Gehäuse steht. Das mattschwarze Gehäuse macht zwar einen sehr hochwertigen Eindruck, präsentiert aber jede Fingerberührung, als sollten sich die Gebrauchsspuren ebenso wie das Logo vom Gehäuse abheben.
Obwohl das Gehäuse mit 1,3 cm sehr schmal ist, zeigt es sich beim Öffnen äußerst verwindungssteif. Auch die Tastatur passt sich nahtlos in das minimalistische, schlanke Design ein. Die Tasten sind einzeln im Gehäuse eingelassen und bieten einen festen, aber angenehmen Druckpunkt. Die integrierte und regelbare Tastenbeleuchtung bietet die Möglichkeit, auch im Dämmerlicht oder bei Dunkelheit problemfrei zu schreiben. Positiv fällt auch das matte, entspiegelte Display auf. Mit seinen 1600x900 Pixeln Auflösung bietet es zwar kein Full-HD, beweist aber seinen Anspruch auf Business-Tauglichkeit.
Diese schränkt Samsung aber gleich wieder ein. Dem extrem schmalen Design mussten zahlreiche Anschlussmöglichkeiten weichen. Lediglich zwei USB-Anschlüsse, von dem einer im neuesten USB-3.0-Standard verbaut ist, ein Mini-HDMI-, ein Mini-LAN-, ein Mini-Display-Anschluss sowie einen kombinierten Kopfhörer-/Mikrofonanschluss bietet das Gerät. Da nur ein LAN-Adapter im Lieferumfang enthalten ist, freuen sich die Consumer Electronics Märkte also wieder über zusätzliche Umsätze, da man einiges an Zubehör benötigt, wenn man am heimischen Fernseher oder über den Firmen-Beamer etwas wiedergeben möchte.
Der erste Start
Anwender, die von herkömmlichen Notebooks umsteigen, müssen sich aber noch bei mehr Punkten umgewöhnen. Durch die im Gerät verbaute 128-GB-SSD-Festplatte startet das Gerät absolut geräuschlos. Häufiger kam es während des Tests vor, dass man vergeblich auf das typische Festplatten-Geräusch wartete, wenn ein Programm installiert oder eine Datei bearbeitet wurde. Die absolute Geräuschlosigkeit verbreitet anfangs ein mulmiges Gefühl, da man nicht wusste, ob der Rechner noch lebt oder vielleicht doch abgestürzt ist (was aber niemals der Fall war). Die SSD-Festplatte bringt aber noch weitere Vorteile mit sich. Nicht nur der Systemstart ist unglaublich schnell, auch der Zugriff auf Programme, Bilder und Videos geht in rasanter Geschwindigkeit vonstatten. Lediglich die Größe der verbauten Festplatte schränkt die Alltagstauglichkeit etwas ein. Da von Haus aus fast 30 GB für eine versteckte Recovery-Partition belegt sind, verbleiben laut Windows nur 91 verfügbare GB für das System und für die persönlichen Dokumente. Wer also seine Fotos, Musik und vielleicht auch Videos für unterwegs mitnehmen möchte, muss sich entweder in der Auswahl beschränken oder für eine externe Festplatte entscheiden.
Alltagstauglichkeit & Konnektivität
Im Alltag kann das Samsung-Notebook durchaus sogar gegen noch mobilere Devices wie Tablets bestehen. Wer nicht nur beruflich viel unterwegs ist, muss immer zwischen Gewicht und Arbeitstauglichkeit abwägen. Während man an einem Tablet gerade noch Mails checken und Dokumente lesen kann, benötigte man bisher doch immer noch zusätzlich einen Laptop, falls man noch einmal schnell die Powerpoint-Datei für den Vortrag überarbeiten wollte. Hier bietet das NP900X3C einen starken Kompromiss. Es bietet dem Business-Anwender eine Alternative zu zwei Geräten (Tablet und Laptop), die man ansonsten mit sich herumgetragen hat. Sowohl in der Bahn als auch in engeren Flugzeugreihen konnte das Testgerät dank seiner kompakten Maße und dem geringen Gewicht überzeugen. Office-Anwendungen laufen schnell und reibungslos, und wer bei einem Film entspannen möchte, kann sich einer klaren Darstellung auf dem Display erfreuen.
Nutzt man keinen Kopfhörer, sondern die integrierten Lautsprecher, muss man allerdings Abstriche machen, die der ultrakompakten Bauweise geschuldet sind. Musik und Filme klingen teilweise etwas blechern und mit wenig Tiefe, wie man es von flachen TV-Geräten kennt, die ebenfalls dank der Bauweise nur wenig Bass darstellen können.
Gerade bei der Interkonnektivität zwischen den diversen Heimelektronik-Geräten könnte Samsung gegen die Konkurrenz punkten, verpasst es aber hier zu glänzen. Wer neben dem Notebook auch ein Samsung-SmartTV, -Smartphone oder sogar -Tablet hat, vermisst eine einfache Variante alle Geräte im Heimnetzwerk sauber zu verknüpfen. Während Samsung-TVs und -Mobil-Geräte noch mit der Samsung eigenen AllShare-Software als DLNA-Variante ausgestattet sind, bringt das Notebook außer den Windows-Tools keinerlei einfache Möglichkeit von Samsung mit, Dateien zwischen diesen Geräten zu tauschen oder darzustellen.
Das Notebook von Samsung ist eine Empfehlung wert! Das edle Alu-Gehäuse, die extrem flache Bauweise und die gesamte Verarbeitung beeindrucken nicht nur beim ersten Anblick. Abgesehen von kleinen Schwächen wie einer etwas gering bemessenen Festplatte und fehlender Konnektivität zwischen weiteren Samsung-Geräten werden einem anspruchsvollem Privat- oder Business-Anwender kaum Wünsche verwehrt. Ob Bildbearbeitung, Business-Anwendung oder Mediendarstellung, das NP900X3C leistet überzeugende Arbeit mit souveräner Schnelligkeit. Und wer sich nicht davor scheut, zusätzliche Adapter für den Anschluss an einen Beamer oder TV-Gerät zu kaufen, der wird sicherlich sowohl bei der Arbeit als auch im privaten Bereich ungern wieder auf andere Geräte umsteigen.
PC-WELT-Bewertung für das Samsung Serie 9: Sehr positiv
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