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Lesertestbericht zum Samsung SyncMaster S27B970D LED Serie 9 von Carmen Tromballa

Die Kommunikationsdesignerin Carmen Tromballa hat den Samsung SyncMaster in diesen Bereichen getestet: Bildbearbeitung, Retusche, Fotomontage, Reinzeichnung und Plakatgestaltung.

Der hier vorgestellte Samsung Monitor Syncmaster S27B970D LED hat ein Display, das auf der PLS Panel-Technologie beruht. Samsung richtet sich mit dem Syncmaster S27B970D LED besonders an eine Zielgruppe, die sich beruflich mit Gestaltung und Bildbearbeitung auseinandersetzt - also hohe Anforderungen an einen Bildschirm stellt.

Zubehör
 
Nach dem Öffnen der Verpackung begann ich sofort damit den Monitor aufzustellen. Der Aufdruck auf dem Accessory Kit versprach sechs Kabel, davon waren fünf tatsächlich beigelegt: ein USB 2.0-Kabel, ein HDMI-Kabel, ein Dual-link DVI-Kabel und das Kabel plus Netzteil für den Stromanschluss. Der Aufbau war einfach und schlüssig und in nur wenigen Augenblicken war der Bildschirm einsatzbereit. Für den Betrieb mit einem MacBookPro wird allerdings ein zusätzlicher Mini Display Port auf DVI-Adapter benötigt.

Die Anschlüsse des Samsung SyncMaster S27B970D LED Serie 9 befinden sich an der Rückseite des Monitorfußes: USB, Display-Port, DVI, HDMI und Stromversorgung.
Vergrößern Die Anschlüsse des Samsung SyncMaster S27B970D LED Serie 9 befinden sich an der Rückseite des Monitorfußes: USB, Display-Port, DVI, HDMI und Stromversorgung.
© Carmen Tromballa

Anschlüsse

Die Anschlüsse im hinteren Bereich des Monitorfußes sind gut versteckt und doch leicht zu erreichen. Sehr angenehm ist, dass die Kabel durch die clevere Platzierung der Anschlüsse gleich hinter dem Schreibtisch verschwinden.
 
Optisch präsentiert Samsung seinen Bildschirm in einem auffällig schicken Design. Die Materialkombination (Aluminium, gebürsteter Kunststoff, Hochglanz-Oberfläche) ist eindeutig gelungen, kein überflüssiger Schnickschnack stört die klaren Linien. Er macht sich dekorativ auf dem Schreibtisch und dürfte besonders ansprechend für diejenigen sein, die das Gerät auch für Kundenpräsentationen nutzen möchten. Die Stereo-Lautsprecher sind übrigens am unteren Rand des Bildschirms versteckt, während zwei USB-Ausgänge unten auf der rechten Seite am Fuß sitzen.
 
Der Monitor lässt sich schwenken und komfortabel, etwa um zehn Zentimeter in der Höhe verstellen. Leider wirkt er aber in der höchsten Einstellung aber doch etwas wackelig. Drehen kann man den Bildschirm nicht.

Die Bedienelemente des SyncMaster S27B970D LED Serie 9 hat Samsung an der Vorderseite des Fußteils untergebracht.
Vergrößern Die Bedienelemente des SyncMaster S27B970D LED Serie 9 hat Samsung an der Vorderseite des Fußteils untergebracht.
© Carmen Tromballa

Bedienelemente und Onscreen-Menü

In Sachen Konfiguration zeigt sich der Bildschirm vielseitig, was man von einem Gerät, das sich an eine professionelle Zielgruppe richtet, auch erwartet. Die Bedienelemente im Fußteil sind gut zu erreichen und glühen leicht auf, sobald der Monitor in Betrieb genommen wird. Das Onscreen-Menü selbst ist übersichtlich in fünf Bereiche strukturiert und bietet eine große Anzahl an diversen Einstellungsmöglichkeiten.
 
Der Monitor wird laut Herstellerangaben mit einer sehr sorgfältig vorgenommenen Farbkalibrierung ausgeliefert. Die voreingestellte Farbtemperatur entspricht etwa der von Tageslicht, also 6500 Kelvin. Tatsächlich wirken die Standard-Einstellungen des Monitors bereits recht angenehm und ausbalanciert. Hauttöne machen einen gesunden und natürlich Eindruck, die Farbgebung ist lebendig und in den Tiefen sind Details noch gut zu sehen. Die Verteilung der Leuchtdichte wirkt über die gesamte Bildschirmfläche sehr regelmäßig, Text ist gestochen scharf. Die Helligkeitseinstellung des Herstellers würde ich allerdings etwas nach unten korrigieren.

Hat man obendrein die nötige Ausrüstung zur Verfügung, hilft eine Hardware-Kalibrierung um Abweichungen beim Einsatz auf verschiedenen Endgeräten zu vermeiden. Das kann allerdings etwas trickreich sein, denn das Messgerät muss in der Lage sein die Spektren aus der LED Backlight-Einheit richtig zu erfassen und auszulesen. Im beigelegten Booklet findet sich eine Liste mit diversen Kolorimetern, die von Samsung empfohlen werden.
 
In Verbindung mit dem richtigen Messauge kann leider angeblich nur Samsungs eigene Software, Natural Color Expert (NCE) zur Hardwarekalibrierung eingesetzt werden. Diese lässt sich aber kostenlos von der Samsung-Webseite herunter laden.
 
Farbqualität, Farbtreue und Schärfe

Auch seitlich eingesehen ist die Bilddarstellung dank der PLS-Technologie immer noch verblüffend gut. Farbqualität, Farbtreue und Schärfe scheinen kaum unter den geänderten Betrachtungswinkel zu leiden. Das ist sehr angenehm, wenn man zu zweit am Bildschirm sitzt und gemeinsam über einer Aufgabenstellung brütet.

Der Genuss von Filmen ist mit dem 27-Zoll-Monitor problemlos möglich und die Bildqualität ist mehr als ausreichend. Es kommt auf jeden Fall Kinostimmung auf! Die Farbwiedergabe ist im Filmmodus vielleicht einen Tick zu blau. Dafür sind aber auch in den Schwarzwerten noch sehr gut die Details zu erkennen. Allerdings gibt es keinen Kopfhörereingang.

Fazit

Es hat wirklich viel Spaß gemacht den Samsung Syncmaster S27B970D LED zu testen. Das umfangreiche Leistungsspektrum des Monitors und die vielen Einstellungsmöglichkeiten bieten noch viel Raum für weitere Entdeckungen. Um den Monitor im professionellen Umfeld richtig einschätzen zu können (Bildbearbeitung, Druckvorstufe, Lithographie) wäre es wichtig die Möglichkeiten der Hardwarekalibrierung auf Herz und Nieren zu prüfen. Das war im Rahmen dieses Tests leider nicht möglich.

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