261431

AMD Fusion: AMD fusioniert die CPU mit den Grafikfunktionen

Das traditionelle Rechnerdesign unterscheidet nach einer CPU und einem separaten Grafikinterface. Dies muss nicht zwangsläufig so sein, wie AMD in seiner neuen Prozessorgeneration aufzeigt. Durch die Verknüpfung der CPU-Funktionen mit den Grafikfunktionen lassen sich Anwendungen beschleunigen.

Zerlegt man einen Computer in seine wichtigsten Bestandteile so sind dies die CPU (der Prozessor), der Arbeitsspeicher, die Massenspeicher und die Ein/Ausgabe-Anbindungen. Letztere treten in unterschiedliche Ausprägungen auf: als serielle oder parallele Busse, als USB, Firewire oder Funkstrecke. Über diese IO-Kanäle erfolgt die Kommunikation mit den Server, den Speichersystemen und dem Benutzer, dessen Tastatur, der Maus und Anzeigebildschirmen.

Der Drang nach mehr Leistung und Kapazität für die Rechnerbaugruppen zeigt sich in schnelleren Kommunikationsverbindungen, höherem Speichervolumen oder einer besseren Grafik mit höherer Auflösung oder Spezialeffekten wie etwa der 3D-Darstellung. Vom Blickpunkt der „Rechenleistung“ stehen die Prozessoren im Mittelpunkt. Nicht minder komplex aber sind die Grafikbausteine. Sie stehen einer modernen CPU in Hinblick auf die Komplexität der integrierten Verarbeitungslogik kaum nach. Der Arbeitsspeicher hingegen ist vergleichsweise einfach in seinem Aufbau. Er muss letztendlich nur groß und schnell sein, die Strukturen der Speicherbausteine aber sind relativ geradlinig.

Um den Durchsatz der CPU zu erhöhen, verfolgte man jahrelang das Ziel der immer höheren Taktraten. Doch das führte irgendwann in die Sackgasse. Hoher Takt bedeutet hohen Stromverbrauch und das wiederum erhitzt die CPUs, die dann ihrerseits durch noch mehr Energie wieder gekühlt werden müssen. Vor einigen Jahren änderten die CPU-Hersteller daher ihre Strategie: Statt hohem Takt sind es nun parallele Rechenkerne, die den Durchsatz erhöhen.

Der wichtigste Partner der Prozessoren ist neben dem Arbeitsspeicher die Grafikanbindung. Hinsichtlich der Art der Verarbeitung ist die Leistung der CPU mit jener der Grafik durchaus vergleichbar. In beiden Fällen geht ums um Rechenoperationen. Ob nun ein Excel-Arbeitsblatt oder ein Polygon zu berechnen sind, die Anforderungen sind relativ vergleichbar. Gleichzeitig zeigen die Multicore-CPUs, dass man durchaus mehr Funktionen auf einen Chip (Die) packen kann. Warum also sollte das nicht die Grafik sein?

0 Kommentare zu diesem Artikel
261431