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Antix MX-14: Schlanke und effiziente Linux Live-CD-Distribution

11.08.2014 | 10:31 Uhr |

Der Debian-Ableger kümmert sich um alte Notebooks und PCs, auf welchen viele aktuelle Linux-Distributionen nicht mehr zufriedenstellend laufen. Antix MX-14 präsentiert einen genügsamen XFCE-Desktop.

Was tun mit alten Rechnern und schwächlichen Netbooks, die den Hardware-Anforderungen von Ubuntu und Co. nicht mehr gewachsen sind? Antix ist ein Debian-Ableger, der auch mit angestaubter Hardware zurechtkommt. Neben der regulären Version von Antix gibt es jetzt auch die neue Ausgabe MX-14, die zusammen mit der engagierten Entwicklergemeinde um Mepis als Gemeinschaftsprojekt entstanden ist.

Dieser Artikel stammt aus der LinuxWelt 5/2014

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Desktop: XFCE statt Icewm

Die neue Version Antix MX-14 ist nicht ganz so schlicht gehalten wie die Vorgängerversionen der Distribution und setzt nun auf XFCE 4.10 anstatt auf den Window-Manager Icewm. Als Desktop dient XFCE 4.10.1 in einer ungewöhnlichen Konfiguration: Das Panel ist nicht am unteren Bildschirmrand untergebracht, sondern links, im Stil von Unity. XFCE nennt diese Darstellung des Panels „Deskbar“, und sie lässt sich auch mit wenigen Klicks in den Leisteneinstellungen zu einer gewohnten horizontalen Leiste machen. Das verwendete „Whisker-Menu“ ist als Anwendungsstarter schon von Linux Mint bekannt. Es ist als Plug-in im XFCE-Panel untergebracht und liefert ein Suchfeld und eine Kategorisierung im Stil des KDE-Menüs.

Software-Ausstattung: Codecs frei Haus

Bis auf den Webbrowser – wie bei Debian üblich Iceweasel (Firefox) und Libre Office – setzt Antix bei den vorinstallierten Anwendungen auf leichte Kost aus dem XFCE-Umfeld: Als Dateimanager kommt Thunar von XFCE zum Einsatz, Clementine ist der vorinstallierte Musikplayer, wobei für Videos aber auch VLC vorinstalliert ist. Zudem gibt als Neuzugang den „MX Codec Installer“ für Multimedia-Codecs von http://deb-multimedia.org , und zur Paketverwaltung steht neben Synaptic auch der eigene „MX Paket Installer“ bereit, der die Installation von populären Programmen vereinfacht. Adobe Flash und MP3-Codecs sind bereit vorinstalliert. Natürlich lassen sich aus den Repositories von Debian alle gewünschten Pakete der Distribution ergänzen. Antix schöpft dabei aus den offiziellen Paketquellen von Debian 7, aus einem eigenen Repository sowie aus dem erwähnten deb-multimedia.org. Das Live-System liegt größtenteils in Deutsch vor, das fertig installierte Antix ist dann aber komplett übersetzt.

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Installation und Fazit

Der Start der neuen Reihe MX-14 war von einigen lästigen Bugs geplagt, und die im Juni 2014 nachgeschobene Version ist ein wichtiges Update, das viele Fehler ausbügelt, so etwa den fehlenden Auto-Mount von angesteckten USB-Datenträgern. Seiner Motivation, ein ansehnliches Debian-System für Alt-PCs bereitzustellen, bleibt Antix treu. Dabei gibt sich das System schon mit 256 MB RAM und einer alten Pentium-M- oder Pentium-4-CPU zufrieden, wobei die ausgiebige Nutzung von Libre Office und Iceweasel (Firefox) natürlich mehr Ressourcen verlangt. Auf der Festplatte installiert benötigt Antix rund 2,2 GB. Der grafische, deutschsprachige Installationsassistent ist von Mepis übernommen.

Website: http://antix.mepis.org
Dokumentation: http://antix.mepis.org/index.php?title=German

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