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Antispam-Gesetze: Symantec und Microsoft nehmen Stellung

22.05.2003 | 14:40 Uhr |

Um möglichst effektive Antispam-Gesetze zu entwickeln, hatte das U.S. Senate Committee on Commerce, Science, and Transportation für den Anfang der Woche eine Anhörungen angesetzt und IT-Firmen, Marketing-Firmen sowie Datenschützer um Stellungnahme gebeten. Microsoft Chairman Bill Gates und Symantec Chief Executive Officer John Thompson ließen sich nicht lange bitten.

Um möglichst effektive Antispam-Gesetze zu entwickeln, hatte das U.S. Senate Committee on Commerce, Science, and Transportation für den Anfang der Woche eine Anhörungen angesetzt und IT-Firmen, Marketing-Firmen sowie Datenschützer um Stellungnahmen gebeten. Microsoft Chairman Bill Gates und Symantec Chief Executive Officer John Thompson ließen sich nicht lange bitten. Die Berichte der zwei Branchengrößen dürften die Arbeit der Gesetzesmacher allerdings nicht unbedingt erleichtern, werfen Sie doch eine Vielzahl von Fragen auf.

Eine "silver-bullet"-Lösung für das Problem gibt es indes nicht, so Gates. Stattdessen befürwortet er einen ganze Reihe von Ansätzen: neue Gesetze, bereits bestehender Gesetze besser nutzen und eine gesunde Portion Selbstregulierung innerhalb der Branche.

Kernstück seines Vorschlags, so unsere Schwesterpublikation PC-World ist die Schaffung einer unabhängigen und weltweit tätigen Institution. Sie solle unter anderem seriöse Werbe-Mail-Angebote zertifizieren und als Schlichtungsinstanz bei Streitigkeiten dienen. Firmen, die auf seriöse Werbe-Mails setzten, könnten einen entsprechenden "Stempel" bekommen, der sie als "vertrauenswürdigen Versender" ausweisen würde.

Des weiteren sollten die Gesetzesmacher, anstatt einen neuen komplizierten Gesetzeskatalog zu entwickeln, Anreize für Mail-Firmen schaffen, saubere Praktiken anzunehmen. Ein weiterer Vorschlag zielt darauf ab, diejenigen Firmen, die sich "selbstregulierenden Organisationen" unterwerfen, von eher lästigen Gesetzen auszunehmen - etwa von der Anforderung, Werbe-Mails mit dem Kürzel "adv" zu kennzeichnen.

Symantecs Thompson setzte in seinem Brief an den Ausschuss auf ein anderes Pferd. Sein Rezept: Schrittweise eingeführte und auf den gesunden Menschenverstand setzende Vorschläge. Bestehende Gesetze sollten voll ausgeschöpft und die Personalstärke der Strafverfolgungsbehörden der "U.S. Federal Trade Commission" massiv aufgestockt werden. Darüber hinaus glaubt er, dass der verstärkte Einsatz von Filter-Software durch die Internet Service Provider und ein einheitliches Bundesgesetz gegen Spam - als Ersatz für das Flickwerk der Einzelstaaten - das Problem reduzieren würde.

Stellungnahme von Bill Gates

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