149826

Anti-Spam-Gesetz in den USA zeigt bisher wenig Wirkung

05.02.2004 | 13:59 Uhr |

Das am 1. Januar in den USA in Kraft getretene Anti-Spam-Gesetz sollte für weniger Spam sorgen. Im ersten Monat des Jahres zeigte das Gesetz aber laut dem Mail-Security-Unternehmen Postini allerdings nahezu keinerlei Wirkung.

Das am 1. Januar in den USA in Kraft getretene Anti-Spam-Gesetz sollte für weniger Spam sorgen. Im ersten Monat des Jahres zeigte das Gesetz aber laut dem Mail-Security-Unternehmen Postini allerdings nahezu keinerlei Wirkung. 79 Prozent aller vom Postini-System auf Viren und Spam hin überprüften Mails waren im Januar Spam. Im Dezember lag die Quote nur unwesentlich höher bei 80 Prozent.

"Das Can-Spam-Gesetz scheint nur einen geringen unmittelbaren Effekt auf die Anzahl der unerwünschten Mails zu haben. Derzeitige Internet-Technologien erlauben den Spammern ihre Identität zu verstecken, so dass ihr Spam nur in einer Kombination von Technologie und Gesetzen bekämpft werden kann", sagte Andrew Lochart, Produkt-Marketing-Direktor bei Postini.

Der Rekord-Wurm Mydoom machte sich auch bei Postini bemerkbar. Durch das Postini-System liefen im Januar insgesamt vier Milliarden Mails. Davon waren über 29 Millionen Mails mit dem Mydoom-Wurm infiziert und wurden von Postini herausgefiltert. Allein innerhalb der ersten fünf Tage nach dem Ausbruch wurden 12 Millionen Kopien des Wurms unschädlich gemacht. Damit übertrumpfte Mydoom den bisherigen Rekordhalter Sobig.F.

Die Anzahl der Mails, die Viren oder Würmer enthielten, stieg durch den Ausbruch von Mydoom um 560 Prozent. Im Dezember 2003 waren insgesamt nur knapp 5,2 Millionen infizierte Mails gefiltert worden.

Studie: Malware "bevorzugt" bestimmte Branchen (PC-WELT Online, 02.02.2004)

Alarm: Zwei von drei Mails sind bereits Spam (PC-WELT Online, 16.01.2004)

0 Kommentare zu diesem Artikel
149826