Besseren Schutz bietet dagegen ein Anonymisierer wie Tor oder JAP. Beide Dienste basieren auf einem weit verzweigten Netzwerk, das umso sicherer ist, je mehr Teilnehmer eingeloggt sind. Und so kommt die Anonymisierung zustande: Sämtliche Anfragen werden über mehrere Rechner umgeleitet, und die daraufhin ankommenden Daten gelangen über einen anderen Weg zurück zum eigenen Rechner. Das Ganze funktioniert automatisch, so dass weder ein anderer Nutzer, der beispielsweise eine der Zwischenstationen bildet, noch der Betreiber selbst Daten ausspionieren kann.
Bei JAP sind es unabhängige Institutionen, etwa Universitäten oder Forschungseinrichtungen, die die Zwischenstationen betreiben. Im Falle von Tor fungieren alle Teilnehmer als Zwischenstationen. Das bedeutet, dass auch über Ihren Rechner entsprechende Datenpakete anderer Anwender geleitet werden. Das ist aber nicht tragisch, da außer dem System selbst niemand nachvollziehen kann, woher die Daten kommen und für wen sie bestimmt sind.
JAP: Das kostenlose Programm JAP läßt sich einfach installieren und startet beim ersten Aufruf einen Assistenten. Neben einer Anzahl kostenloser Zwischenstationen gibt es einige kostenpflichtige. Sie bieten in einigen Fällen eine höhere Performance. Die Kosten: ab 1 Euro für 120 MB innerhalb von zwei Monaten, bis 50 Euro für 10 GB innerhalb eines Jahres. Bezahlen kann man mit einer anonymen Barüberweisung, Bargeldversand per Post, aber auch per Paypal oder Überweisung. Beachten Sie, dass Sie bei den zwei letzten Verfahren Ihre Identität preisgeben.
Tor: Für dieses Netzwerk brauchen Sie den englischsprachigen XB Browser, der sich leicht bedienen lässt. Nachdem Sie einfach die Dateien in ein Verzeichnis extrahiert haben, starten Sie die Xbbrowser.exe und surfen wie gewohnt. Praktischerweise können Sie den Anonym-Browser auch in ein Verzeichnis auf dem USB-Stick packen. So haben Sie ihn überall dabei, wo Sie unerkannt surfen wollen, und hinterlassen so wenig Spuren wie möglich. Bei XB Browser handelt sich um Firefox, in dem sämtliche benötigten Proxy-Einstellungen bereits vorgenommen wurden. Mit der Gratis-Variante kann sich nur eine begrenzte Zahl von Anwendern gleichzeitig in das Tor-Netzwerk einwählen. Für die Bezahlversion fallen mindestens 96 Dollar pro Jahr an.
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