19.09.2008, 10:05

Andreas Kroschel

Angriffe in lokalen Netzwerken erkennen

Stoppen Sie den Feind in Ihrem Netz

Firewall und Virenscanner schützen nicht vor allen Risiken. Allzu oft sitzt der Angreifer unter demselben Dach wie Sie. Lesen Sie, welche Gefahren Ihnen im eigenen Netzwerk drohen und wie Sie sich dagegen wehren.
Ihr Sicherheitskonzept scheint schlüssig: Sie benutzen einen Virenscanner und auch eine Desktop-Firewall, oder Sie besitzen sogar einen Router mit integrierter Firewall. Damit wollen Sie sowohl dem Datenklau als auch dem Eindringen bösartiger Software genügend Riegel vorschieben. Der Haken an der Sache: All diese Schutzmaßnahmen gehen davon aus, dass die Gefahr von draußen kommt, aus dem Internet. Dass der Angreifer direkt neben Ihnen sitzen kann, also ein Teilnehmer des eigenen Netzwerks in der Firma oder zu Hause ist – dieser Gedanke bleibt meist außen vor.
Gefahr & Abwehr: Am PC müssen Sie also wissen, wie Sie interne Angreifer erkennen und ihnen begegnen. Feinde von innen haben Möglichkeiten, die Eindringlingen von außen verwehrt bleiben. Lesen Sie, welche das sind und was Sie dagegen tun können.
Podslurping: Ihre Daten sind in Gefahr
Diese Gefahr droht: Beim Podslurping verbinden Angreifer unauffällig oder unter einem Vorwand einen tragbaren Musik-Player mit dem USB-Port Ihres Rechners, um an dessen Daten zu gelangen. Eine Variante davon ist „Thumb Sucking“, das nichts mit Daumenlutschen zu tun hat, sondern mit der im englischsprachigen Raum üblichen Bezeichnung „Thumb Drive“ für USB-Sticks – sie sind noch unauffälliger. Die Attacke geht schnell: Ein PC oder Notebook steht unbeaufsichtigt herum, der Angreifer schließt den Musik-Player oder Stick an, wartet ein paar Sekunden, drückt die Eingabetaste, und ein vorbereitetes Autorun-Programm saugt die gewünschten Daten herunter.
Es gibt auch ein noch skrupelloseres Vorgehen. Hier fragt der Kollege, ob er seinen Player an Ihrem USB-Anschluss aufladen dürfe, oder er behauptet, Daten für Sie auf dem Stick dabei zu haben. Als Autorun-Programm genügt bereits eine einfache Batch- oder VB-Script-Datei mit einem Xcopy-Befehl, deren Aufruf per Datei Autorun.inf im Wurzelverzeichnis des Sticks oder Players stattfindet. Der Trick ist also nicht nur Programmierern zuzutrauen.
Das tun Sie dagegen

Tipp 1: Die einfachste Methode gegen Datenklau besteht darin, den Rechner nie unbeaufsichtigt laufen zu lassen: Drücken Sie beim Verlassen des Arbeitsplatzes stets <Win>-<L>, um den Passwortschutz in Kraft zu setzen. Das funktioniert bei Windows ab XP.

Tipp 2: Gestatten Sie niemals und unter keinen Umständen jemand anderem, Datenträger an Ihren PC anzuschließen – das gehört zu den grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen. Dazu zählt auch das Einlegen von CDs und DVDs: Hier kann genauso die Autostart-Funktion dazu missbraucht werden, Daten abzuschöpfen. Dass so ein Medium nicht beschreibbar ist, macht nichts. Da der Angreifer die Firma ja ebenso gut kennt wie Sie, kopiert er die Dateien einfach auf ein Netzlaufwerk.

Tipp 3: Es gibt eine weitere Abwehrmaßnahme, an die Sie nicht ständig denken müssen, sondern die Sie nur einmal durchführen: Schalten Sie die Autostart-Funktion ab. Öffnen Sie den Registry-Editor, und gehen Sie zum Schlüssel „Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer“. Hier stellen Sie den Dword-Eintrag „NoDriveTypeAutoRun“ auf hexadezimal 9D, was der Standardeinstellung plus Autorun-Verbot für Festplatten – und damit auch USB-Laufwerke – entspricht. Komplett für alle Laufwerke schalten Sie Autorun mit dem Wert hexadezimal FD ab.
Achtung: Ein gleichlautender Schlüssel unter „Hkey_Local_Machine“ dominiert über den benutzerspezifischen Eintrag. Passen Sie ihn gegebenenfalls an, um Einstellungen für alle Benutzer festzulegen, oder löschen Sie ihn, damit die benutzerspezifischen Einträge zur Geltung kommen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 1 von 5
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
PC-WELT-Experten lösen Ihr PC-Problem
Immer informiert mit dem PC-WELT Newsletter
Best-of PC-WELT   PC-WELT Apps
PC-WELT Business-IT   PC-WELT Community
Facebook-Freunde empfehlen
3x PC-WELT testen!
Ja, ich teste 3x die PC-WELT mit DVD für nur 11,90 € (19,- Sfr). Den 4 GB USB-Stick erhalte ich gratis dazu.
PC-WELT 6/ 2012
Anrede:
Vorname:
Nachname:
Straße/Nr:
PLZ/Ort:
Land:
E-Mail:
Nur wenn ich innerhalb von 2 Wochen nach Erhalt der 3. Ausgabe nichts von mir hören lasse, möchte ich die PC-WELT mit DVD zum gleichen Preis weiterbeziehen (D: 55,80 €/Jahr, EU: 64,80 €/Jahr, CH: 103,70 Sfr/Jahr). Nach dem Testzeitraum ist der Bezug jederzeit kündbar.
Ich bin damit einverstanden, dass die IDG Tech Media GmbH und ihre Partner mich per E-Mail über interessante Vorteilsangebote informieren.
- Anzeige -
Angebote für PC-WELT-Leser

PC-WELT Verleihshop
Keine Abogebühren oder unnötige Vertragsbindungen. DVDs und Spiele bequem von zu Hause aus leihen.

Tarifrechner
Der PC-WELT Preisvergleich für Strom, Gas und DSL. Hier können Sie Tarife vergleichen und bequem viel Geld sparen.

PC-WELT Preisvergleich
In unserem großen Preisvergleich finden Sie die günstigsten Preise und alle redaktionellen Tests auf einen Blick.

- Anzeige -
Marktplatz
DELL

Dell Vostro 3550 Business Notebook
Komfort eines erweiterten Arbeitsbereichs, ohne mobile Anforderungen zu beeinträchtigen.

Congstar

congstar Full Flat nur noch 39,99€
Endlos in alle dt. Netze telefonieren, beste D-Netz-Qualität.

Congstar

Der günstige Tarif für Vielsurfer
congstar Smart 100. Surfen und telefonieren im besten D-Netz.

CosmosDirekt

CosmosDirekt Riesterrente
Mit der Riester-Rente privat mit hohen staatlichen Zulagen fürs Alter vorsorgen.

126304
Content Management by InterRed