Sicherheit
Angreifer-IPs sperren
Sämtliche Anmeldeversuche, egal ob lokal oder über das Internet, speichert Linux in der Log-Datei /var/log/auth.log. Das Programm fail2ban überwacht diese Datei, wertet sie aus und setzt nach fünf Fehlversuchen mittels iptables einen Filter, der sämtliche SSH-Pakete für zehn Minuten sperrt, die von der IP-Adresse mit den Fehlversuchen stammen. Über die Konfigurationsdatei /etc/fail2ban/jail.conf können Sie diese Werte verändern: So legen Sie mit einer Zahl hinter „maxretry = “ fest, wieviele Fehlversuche Sie zulassen wollen; mit „bantime = “ bestimmen Sie die Dauer der Sperrung in Sekunden. Im Praxistest erwiesen sich zwanzig bis dreißig Minuten als ausreichend, kaum eines der angreifenden Scripte setzte danach seine Arbeit fort. Welche IP-Adressen von fail2ban gesperrt werden mussten, können Sie in der Log-Datei /var/log/fail2ban.log nachlesen.
Fail2ban besteht aus einer Sammlung von Python-Scripts, das heißt Sie müssen Python installiert haben, um es zu verwenden. Für viele Linux-Distributionen liegt es bereits als fertiges Paket vor, so dass Sie es nicht aus den Sourcen selbst compilieren müssen

