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Fünf Technik-Trends für die Zukunft

06.08.2012 | 11:22 Uhr |

Irgendwann ist die Zeit reif: Vor dem iPad vermisste keiner Tablet-PCs, jetzt sind sie nicht mehr wegzudenken. Wir zeigen Ihnen fünf Techniktrends, die stark im Kommen sind.

Schon wieder jemand vorne an der Supermarktkasse, der mit EC-Karte bezahlt. Klar, das ist bequem, aber Übertragung und Abgleich der Daten brauchen eben ihre Zeit. Dabei gibt es längst eine schnelle Bezahlalternative, die selbst das langwierige Einscannen der gekauften Artikel und damit das Warten überflüssig machen würde. Bislang hat sich das Bezahlen mit dem Handy über Near Field Communication (NFC) in Deutschland allerdings noch nicht durchgesetzt.

Doch das wird sich ändern, denn es gibt nun endlich eine Reihe von Smartphones mit integriertem NFC-Chip. Seit April können Sparkassenkunden im Raum Hannover, Braunschweig, Wolfsburg im Rahmen eines Pilotprojekts sogar über spezielle EC-Karten mit NFC-Chip bargeldlos bezahlen, in der zweiten Jahreshälfte wollen die Sparkassen rund 16 Millionen Sparkassen-Cards gegen neue mit aktueller Technik austauschen.

Bildergalerie: 12 abgefahrene Technik-Trends

Bei der Deutschen Bahn existieren bereits verschiedene Handyfahrkarten: Sie funktionieren per NFC, QR-Code oder über die GPS-Koordinaten.
Vergrößern Bei der Deutschen Bahn existieren bereits verschiedene Handyfahrkarten: Sie funktionieren per NFC, QR-Code oder über die GPS-Koordinaten.
© Deutsche Bahn

Revolution an der Kasse: Schnell per Handy bezahlen
An Versuchen, das bargeldlose Bezahlen einfacher und schneller zu gestalten, hat es bisher wahrlich nicht gemangelt. So fristete die Geldkartenfunktion, die in jeder EC-Karte integriert ist, jahrelang ein Schattendasein. Erst die Umstellung der Zigarettenautomaten, die nun zwingend einen Altersnachweis des Käufers erfordern, hat der Geldkarte zu einer gewissen Popularität verholfen. Daneben gab es zahlreiche Initiativen, das Bezahlen mit dem Handy populär zu machen. Doch meist fehlte es an Partnern und Einkaufsmöglichkeiten – und damit an Akzeptanz bei den Endkunden. Dieses Schicksal wird NFC nicht erleiden. Denn zum einen handelt es sich bei dem System auf Basis der RFID-Technik um einen weltweiten Standard, und zum anderen wird das Bezahlen über NFC insbesondere in asiatischen Ländern schon seit Jahren angewendet.

Weltweit sind etwa 50 Smartphone-Modelle mit NFC-Chip erhältlich, drei weitere Dutzend sollen in diesem Jahr folgen. Im vergangenen Jahr wurden weltweit rund 30 Millionen NFC-Handys verkauft, Schätzungen von Marktforschern gehen für 2012 von rund 100 Millionen Geräten aus.Praktisch funktioniert das Abbuchen so, dass man sein Smartphone an einen Touchpoint halten muss, der per Funk mit dem Telefon kommuniziert. Eine App wickelt den Bezahlvorgang ab, eine zusätzliche Bestätigung soll für die nötige Sicherheit sorgen. Solche Systeme sind bereits bei einigen Verkehrsbetrieben wie dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) in Betrieb.

Ratgeber NFC: Wie sicher ist die Technik?

Nichts mit NFC hat dagegen das mobile Ticket der Deutschen Bahn zu tun: Die App „Touch & Travel“ für iPhone, Android- sowie einige Nokia-Geräte rechnet die Fahrkarten allein aufgrund der GPS-Koordinaten ab. Das Handyticket kann man schon jetzt mit vielen Smartphones nutzen. NFC im Handy lässt sich zum Bezahlen vielfältig einsetzen: angefangen vom Parkticket bis zum eingangs geschilderten Szenario im Supermarkt. Dort könnte der Kunde die Waren nach dem Herausnehmen aus dem Regal kurz an sein Smartphone halten, bevor er sie in den Einkaufswagen legt. Damit wären sämtliche Einkäufe registriert, das Band mit der Scannerkasse wäre überflüssig und auch die Wartezeiten wären passé.

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