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Android: So funktionieren die Energiesparmodi

21.02.2015 | 08:45 Uhr |

Was tun, wenn der Akkustand rapide sinkt? Na klar, nach und nach die Energiefresser abschalten. Wenn nichts mehr geht, kommt der Energiesparmodus. Welche Arten es gibt und wie Sie am besten Strom sparen, erklären wir Ihnen.

Das Thema Energiesparen ist seit der Einführung der Smartphones besonders wichtig geworden. Wenn Sie mit dem Akku nicht sorgfältig umgehen, kann er bereits mittags den Geist aufgeben, und dann haben Sie für den Rest des Tages nichts mehr von Ihrem teuren Smartphone. Aus diesem Grund verbessern die Hersteller nicht nur regelmäßig ihre Akkutechnik, sondern integrieren auch stets neue Arten von Energiesparmodi.

Dieser Artikel stammt aus der AndroidWelt 06/2014

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Akku sparen – so geht’s manuell

Damit der Akku möglichst lange durchhält, sollten Sie die größten Energiefresser bei Nichtgebrauch deaktivieren oder die Arbeitsintensität einzelner Features manuell herunterschrauben.

Als Allererstes verringern Sie die Bildschirmhelligkeit manuell gegen null Prozent. Vor allem in Innenräumen reicht das völlig aus. Gehen Sie ins Freie, können Sie die Helligkeit wieder leicht erhöhen.

Darüber hinaus können Sie die Ortung deaktivieren, solange Sie keine Navigation oder Ähnliches planen. Falls doch, und falls es nicht so genau sein muss, können Sie zumindest die Präzision verringern. Passen Sie dazu die Ortungsart unter „Einstellungen -> Standorte -> Modus“ an. Wählen Sie die „Stromsparfunktion“, damit das Smartphone nur via aktivem WLAN und 3G-Netz Ihren Standort schätzt. GPS verbraucht nämlich deutlich mehr Strom.

Sind Sie unterwegs, und surfen Sie dort über das 3G-Netz im Internet, brauchen Sie kein WLAN. Also sollten Sie die WLAN-Funktion ausschalten. Wenn Sie an Wohnhäusern, Restaurants oder öffentlichen Hotspots vorbeigehen, scannt das Smartphone ständig die WLAN-Netze, um sich mit einem verbinden zu können – und ja, auch das verbraucht unnötigen Strom.

Weil Sie in der Regel nachts schlafen und nicht gestört werden wollen, können Sie sogar den Flugmodus Ihres Handys aktivieren. Daraufhin werden alle Funkverbindungen, darunter auch Bluetooth und NFC, die Sie im Normalfall ebenfalls stets deaktiviert haben sollten, gekappt.

Denken Sie unbedingt daran, die Vibration beim Tippen und die Tastentöne auszustellen. Vor allem wenn Sie viel chatten oder produktiv mit dem Gerät arbeiten, verbrauchen Sie unnötig viel Strom. Sie könnten sogar noch mehr Funktionen einschränken, aber wir wollen den Energiesparmodi die Arbeit nicht ganz abnehmen.

Energiesparmodi unter Android

Ab Werk bietet Android keinen besonderen Energiesparmodus. Unter „Einstellungen -> Akkuschonfunktion“ können Sie zumindest die Synchronisation der im Hintergrund laufenden Anwendungen ausschalten. Beispielsweise beziehen Spiele, auch wenn sie nicht aktiv ausgeführt werden, Daten aus dem Internet, um Ihnen etwa Werbungen oder Spielezusätze per Benachrichtigung anzuzeigen. Dieser ständige Datenaustausch kostet in der Regel viel Strom, so verbrauchen Sie auch Energie, obwohl Sie das Gerät nicht aktiv nutzen. Deshalb gibt es Energiesparmodi, die den Stromverbrauch durch Abschaltung großer Energiefresser auf ein Minimum reduzieren.

Smartphone-Tuning für längere Akkulaufzeiten

Ultra-Energiesparmodus von Samsung

Mit dem Galaxy S5 hat Samsung auch seinen neuen Ultra-Energiesparmodus eingeführt. Unter „Einstellungen -> System -> Energiesparmodus“ aktivieren Sie die Sparfunktion. Dabei wechseln Sie von der farbenfrohen Normalansicht und eine Schwarz-Weiß-Umgebung, in der Sie nur noch eingeschränkt, aber stromsparend arbeiten können. So steht nur noch ein abgespeckter Homescreen zur Verfügung, auf dem Sie ausgewählte Apps wie Telefon, SMS und Internet ablegen können, die daraufhin noch nutzbar sind. Alle anderen Anwendungen können nicht ausgeführt werden, auch die Funkstandards sind abgestellt – nicht aber das 3G-Netz, um weiterhin erreichbar zu bleiben, denn darum geht es schließlich.

In der Praxis funktioniert der Modus tatsächlich sehr gut und lohnt sich vor allem, wenn lange keine Steckdose in Sicht ist, Sie jedoch für wichtige Anrufe erreichbar sein müssen.

Energiesparmodi bei HTC

HTC bietet bei seinen aktuellen Modellen wie dem One M8 einen ähnlichen Service in Form des extremen Energiesparmodus. Aktivieren Sie ihn in den Einstellungen unter „Power“. Tippen Sie auf „Extremer Energiesparmodus“, dann können Sie nachfolgend den Akkustand bestimmen, bei dem die Akkuschonung aktiviert werden soll. Zur Auswahl stehen 20, 10 und 5 Prozent.

Im extremen Energiesparmodus aktueller HTC-Modelle sind nur noch die wichtigsten Apps nutzbar.
Vergrößern Im extremen Energiesparmodus aktueller HTC-Modelle sind nur noch die wichtigsten Apps nutzbar.

Ist der Modus aktiviert, fährt die CPU ihre Leistung zurück, die Vibration schaltet sich ab, und nur dringend benötigte Apps sind ausführbar. Wie bei neuen Samsung-Smartphones blicken Sie nun auf eine neue Ansicht, allerdings in Farbe. Im extremen Energiesparmodus nutzen Sie, wie erwähnt, nur noch wichtige Anwendungen wie die Telefon- und Nachrichtenfunktion. Sie wollen schließlich trotz niedrigen Akkustandes erreichbar bleiben – dafür ist der Modus gedacht!

Energiesparmodi bei LG

Der Energiesparmodus von aktuellen LG-Smartphones wie dem G3 lässt sich individuell anpassen. Unter „Einstellungen -> Allgemein -> Akku -> Energiesparmodus“ wählen Sie aus, bei welchem Akkustand dieser aktiviert werden soll. Entweder Sie starten Ihn manuell sofort oder lassen ihn automatisch starten, wenn der Stand mindestens unter 50 Prozent fällt – spätestens aber bei 10 Prozent.

Bei neuen LG-Smartphones wie dem G3 können Sie den Energiesparmodus individuell anpassen.
Vergrößern Bei neuen LG-Smartphones wie dem G3 können Sie den Energiesparmodus individuell anpassen.

Darüber hinaus können Sie die Funktionen auswählen, die abgestellt und verändert werden sollen, wenn sich die Ladung dem Ende zu neigt. Setzen Sie den Haken hinter den entsprechenden Elementen, werden diese deaktiviert. Darunter sind auch viele Features, die Sie manuell einstellen und anpassen können – wie wir bereits eingangs unter „Akku sparen – so geht’s manuell“ erklärt haben.

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