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Android-Tutorial: So klappen die ersten Schritte

19.06.2016 | 09:31 Uhr |

Endlich ist es da – das erste eigene Smartphone! Doch was passiert nun? In unserem Artikel erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr brandneues Mobilgerät zum persönlichen Begleiter machen.

Bevor Sie das Gerät das erste Mal einschalten, müssen Sie – falls möglich – den Akku und Ihre SIM-Karte einsetzen. Die SIM-Karte bekommen Sie von Ihrem Provider. Sie sorgt dafür, dass Sie mit dem Smartphone telefonieren und surfen können. Konsultieren Sie für das Einsetzen des Akkus und der SIM-Karte das Handbuch Ihres Handys, da die Position des SIM-Slots und des Akkufachs von Modell zu Modell unterschiedlich ist.

Laden Sie anschließend den Akku über das mitgelieferte Ladekabel. Wenn der Akku voll ist, erlischt die LED-Anzeige, und Sie können das Smartphone anschalten. Der Anschaltknopf ist meist mit einem Symbol gekennzeichnet. Näheres verrät Ihnen auch hier das Handbuch. Halten Sie den Anschaltknopf gedrückt, bis das Smartphone zum Leben erwacht und sich das Display anschaltet.

Nach dem Einschalten wählen Sie zunächst Ihre Sprache aus.
Vergrößern Nach dem Einschalten wählen Sie zunächst Ihre Sprache aus.

Nun geht es los: Nach dem ersten Start wählen Sie Ihre Sprache aus – in diesem Fall „Deutsch“. Im nächsten Schritt möchte sich der Androide mit einem WLAN-Netz verbinden, um Zugang zum Internet zu bekommen. Da dies für die nachfolgenden Aktionen notwendig ist, sollten Sie den Punkt nicht überspringen. Außerdem laden Sie Inhalte über die kabellose Verbindung zwischen Smartphone und Router zu Hause schneller und stabiler aus dem Internet als über Mobilfunk – und natürlich auch ohne weitere Kosten und ohne Ihr Datenvolumen zu belasten. Geben Sie also die Daten Ihres WLANs hier ein.

Android 6.x - Alle Infos zur neuen Version

Nach der WLAN-Konfiguration werden Sie nach Ihrem Google-Konto gefragt. Sofern Sie bereits eines haben, tragen Sie Ihre Anmeldedaten ein. Besitzen Sie noch keinen Google-Account, legen Sie ein neues Konto an, indem Sie den Anweisungen des Assistenten folgen.

Besitzen Sie noch kein Google-Konto, legen Sie einfach eins an.
Vergrößern Besitzen Sie noch kein Google-Konto, legen Sie einfach eins an.

Ein Google-Konto ist zum einen für die Sicherung und Wiederherstellung von Daten nötig. Zum anderen bekommen Sie dadurch Zugang zu den Apps im Google Play Store , und Ihr Google- Mail-Postfach mit dazugehörigem Kalender und den Kontakten wird synchronisiert.

Danach möchte Google Ihre Zustimmung zur Freigabe Ihres Standorts. Die Haken sind automatisch gesetzt. Um die Freigabe zu verweigern, entfernen Sie die Häkchen. In gewissen Fällen brauchen Apps Ihren Standort, etwa Google Maps zur Positionsbestimmung und Navigation. Die Einstellungen sind später noch änderbar.

Einige Apps wie Google Now benötigen Ihren Standort.
Vergrößern Einige Apps wie Google Now benötigen Ihren Standort.

Aufbau des Startbildschirms

Die Aktivierung Ihres Smartphones und die WLAN-Konfiguration sind nun abgeschlossen, und Sie sehen das erste Mal den Homescreen. Kurz zur Erklärung: Reines Android kommt hauptsächlich bei den Google-Smartphones der Nexus-Reihe vor. Die meisten anderen Hersteller wie Samsung oder HTC legen darüber eine eigene Nutzeroberfläche, die oft zusätzliche Funktionen beinhaltet und sich auch optisch unterscheidet.

Ein Merkmal des „nackten“ Androids sind die virtuellen Tasten: „Zurück“ in Form eines Pfeils, „Home“ als Haus dargestellt und „Kürzlich verwendete Apps“ als überlagerte Rechtecke.

Lassen Sie sich die Passwort- Zeichen anzeigen, um Fehler bei der Eingabe zu vermeiden.
Vergrößern Lassen Sie sich die Passwort- Zeichen anzeigen, um Fehler bei der Eingabe zu vermeiden.

Auf dem Homescreen sehen Sie die ersten Icons, die Sie zu den entsprechenden Apps führen, ähnlich wie auf dem Computer. Um zwei Apps in einem Ordner zusammenzufassen, legen Sie die eine App auf der anderen ab. Durch Wischen nach links und rechts zeigen Sie die nächsten Startbildschirme an.

Bei Samsung und HTC bekommen Sie durch Herauszoomen mit der Zweifingergeste (Zeigefinger und Daumen auf dem Display aufeinander zu bewegen) einen besseren Überblick über alle Startscreens und können den Homescreen festlegen sowie Screens hinzufügen und löschen. Neu bei Android 6 ist die Möglichkeit, nicht nur Apps, sondern auch den Homescreen im Querformat anzeigen zu lassen.

Dies ist der erste Blick auf den Homescreen nach der Aktivierung.
Vergrößern Dies ist der erste Blick auf den Homescreen nach der Aktivierung.

Benachrichtigungsleiste: Am oberen Bildschirmrand des Smartphones befindet sich die Benachrichtigungsleiste, die Sie durch vertikales Wischen ausklappen. Sie zeigt Ihnen die Uhrzeit, den Akkuladestand, die GSM- sowie Datenverbindung und aktivierte Funktionen wie WLAN, Bluetooth und GPS.

Links ist Platz für die Benachrichtigungen. Dort werden Ihnen eingegangene Nachrichten, E-Mails oder SMS in Form eines Briefes angezeigt. Auch verpasste Anrufe und App-Updates des Google Play Store machen dort auf sich aufmerksam. Mit einem Tipp darauf springen Sie zur Anwendung. Wischen Sie nach links oder rechts, wird die Mitteilung aus dem Menü entfernt.

Kaum bekannte Perlen: Die besten Android-Apps

Die Touchwiz-Oberfläche von Samsung integriert dort zudem Schnelleinstellungen der verschiedenen Funkverbindungen. Beim puren Android gelangen Sie nur zu den Einstellungen, die mit einem Zahnrad gekennzeichnet sind.

Bei Samsung und HTC wird der Startscreen durch Herauszoomen übersichtlicher.
Vergrößern Bei Samsung und HTC wird der Startscreen durch Herauszoomen übersichtlicher.

Das steckt hinter den Tasten

Wie bereits erwähnt, beinhaltet pures Android drei virtuelle Tasten. Über „Zurück“ machen Sie einen Schritt rückgängig. Wenn Sie also in einem Untermenü sind, kommen Sie mit der Taste wieder zur höheren Ebene zurück. Tippen Sie auf „Home“, springen Sie sofort auf den Homescreen. Gerade genutzte Apps werden dabei aber nur teilweise beendet, was uns zur nächsten Taste führt. Unter „Kürzlich verwendete Apps“ finden Sie alle zuvor geöffneten Apps. Das beschleunigt den Wechsel zwischen verschiedenen und vor allem häufig genutzten Applikationen enorm. Der Nachteil: Im Arbeitsspeicher sind viele Daten zwischengespeichert. Um Anwendungen aus der Liste zu entfernen, wischen Sie auf einem Eintrag nach links oder rechts. Beim nächsten Start der App werden Sie allerdings feststellen, dass die Ladezeit deutlich länger ist.

Neben ankommenden Nachrichten bietet Samsung Schnellzugriffe im Benachrichtigungsmenü.
Vergrößern Neben ankommenden Nachrichten bietet Samsung Schnellzugriffe im Benachrichtigungsmenü.

HTC bietet zwar die gleichen Funktionstasten, allerdings verbaut der Hersteller zusätzlich Sensortasten. Samsung-Geräte kommen meist mit den Hardware- und Sensortasten „Zurück“, „Home“ und „Menü“ auf den Markt. Die Taste „Menü“ funktioniert ähnlich wie die rechte Maustaste bei einem Computer – nach dem Antippen öffnet sich ein Kontextmenü. Befinden Sie sich gerade im App-Menü, können Sie über die Taste den Anzeigetyp ändern, Apps deinstallieren, ausblenden und verschieben sowie Anwendungen weiterempfehlen. Kleiner Tipp: Drücken Sie lange auf den Homebutton, startet die Funktion „Kürzliche Apps“. Halten Sie Ihren Finger lange auf der Menütaste, öffnen Sie den Informationsdienst Google Now. Auch das nackte Android bietet diese Option: Tauchen in einer App drei übereinanderliegende kleine Quadrate auf, ist das sozusagen die „Rechte-Maustaste-Funktion“.

Über „Kürzlich verwendete Apps“ schalten Sie schneller zwischen häufig verwendeten Apps hin und her.
Vergrößern Über „Kürzlich verwendete Apps“ schalten Sie schneller zwischen häufig verwendeten Apps hin und her.

Das kann der Sperrbildschirm

Nutzen Sie Ihr Smartphone gerade nicht, ist der Standbymodus aktiv. Drücken Sie den Powerbutton, erscheint der Sperrbildschirm. Er schützt vor unbefugtem Zugriff. Unter „Einstellungen –> Persönliches/Nutzer –> Sicherheit“ stellen Sie die Display-Entsperrung ein. So entsperren Sie den Bildschirm etwa mit Ihrem Gesicht, das die Frontkamera scannt. Oder Sie stellen ein Passwort ein oder aktivieren ein Muster, bei dem Sie mehrere Punkte mit dem Finger in beliebiger Reihenfolge verbinden. Bei Samsung finden Sie die Option unter dem Punkt „Sperrbildschirm“ direkt im Hauptmenü der „Einstellungen“.

Die Menütaste bei Samsung ist wie die rechte Maustaste am Computer und zeigt Zusatzoptionen.
Vergrößern Die Menütaste bei Samsung ist wie die rechte Maustaste am Computer und zeigt Zusatzoptionen.

Darüber hinaus bietet Android auf dem Sperrbildschirm „Schnellzugriffe“ an. Bei reinem Android starten Sie die Kamera mit einem Wisch nach links, Google Now ist oben, und zum Entsperren geht’s nach rechts.

Das Muster ist eine Art der Displaysperre, um vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
Vergrößern Das Muster ist eine Art der Displaysperre, um vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Samsung und HTC bieten dank ihrer eigenen Nutzeroberflächen Touchwiz beziehungsweise Sense zusätzliche Shortcuts an: Insgesamt liegen bis zu vier Anwendungen auf dem Lockscreen. Bei HTC befindet sich auf dem Startbildschirm eine App-Leiste am unteren Bildschirmrand. Tauschen Sie die Apps nach Belieben einfach aus: Lange antippen und verschieben. Samsung trumpft mit Übersichtlichkeit auf und beherbergt alle Lockscreen-Optionen unter dem Punkt „Sperrbildschirm“ in den Einstellungen.

Samsung und HTC bieten jeweils Schnellzugriffe auf dem Sperrbildschirm an, die Sie selbst bestimmen.
Vergrößern Samsung und HTC bieten jeweils Schnellzugriffe auf dem Sperrbildschirm an, die Sie selbst bestimmen.

Apps aus dem Play Store installieren

Erst die Apps machen Ihren Androiden zu einem richtigen Smartphone. Um die kleinen Programme zu installieren, starten Sie den Google Play Store, der sich entweder schon auf Ihrem Homescreen befindet oder im App-Menü liegt.

Im Google Play Store haben Sie Zugang zu zig Apps, Filmen, Büchern und Musiktiteln.
Vergrößern Im Google Play Store haben Sie Zugang zu zig Apps, Filmen, Büchern und Musiktiteln.

Die Rubriken sind in der Regel selbsterklärend. Um die Beschreibung zu einem Angebot zu erhalten, tippen Sie dieses an. Sie kommen dann auch zu den Kaufoptionen, die je nach Angebotstyp anders ausfallen. Entscheiden Sie sich für einen Kauf, sollten Sie eventuell angeforderte Rechte gut überlegen.

Bevor Sie eine App herunterladen, prüfen Sie die Berechtigungen, die Sie der App erteilen.
Vergrößern Bevor Sie eine App herunterladen, prüfen Sie die Berechtigungen, die Sie der App erteilen.

Um gezielt nach einem Programm zu suchen, tippen Sie oben rechts auf die Lupe und geben im Suchfeld den gewünschten Begriff ein. Wollen Sie die schon heruntergeladenen Apps, die Einstellungen oder die Hilfe anzeigen lassen, tippen Sie auf den Menübutton daneben. Über das Play- Store-Symbol oben links oder über die Zurücktaste springen Sie wieder eine Ebene zurück. Tipp: Geben Sie am PC https://play.google.com/store ein, gelangen Sie ebenfalls in den Play Store und können Apps auf Ihr Handy laden.

Google Now liefert Ihnen als Ihr persönlicher Assistent Informationen genau dann, wenn Sie sie brauchen.
Vergrößern Google Now liefert Ihnen als Ihr persönlicher Assistent Informationen genau dann, wenn Sie sie brauchen.
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