Android-Tuning

Android schneller machen - Tipps und Tricks

Donnerstag den 23.02.2012 um 10:23 Uhr

von Boris Hofferbert

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© iStockphoto.com/MichaelSvoboda
Google Android steht zwar für Flexibilität und hohe Anpassbarkeit. Doch Android hat auch den Ruf, träge zu sein und auf vielen Smartphones und Tablets nur mit Ruckeln zu arbeiten. Wir zeigen, wie Sie Android beschleunigen und für mehr Speed auf Ihrem Android-Smartphone sorgen.
Die Gründe für den Geschwindigkeitseinbruch von Android sind vielfältig. Einerseits läuft das System auf einer großen Vielfalt von unterschiedlichen Hardwarekonfigurationen, andererseits gewährt es den darauf laufenden Apps vergleichsweise viel Spielraum in Bezug auf die Systemressourcen. Und während die aktuellen High End-Androiden mit Dual Core-CPU und RAM-Ausstattung im Gigabyte-Bereich endlich so gut wie ruckelfrei arbeiten, leiden selbst Mittelklasse-Smartphones mit der Zeit unter der Verlangsamung des Systems. Doch das muss Sie nicht betreffen, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, dem Google-System Beine zu machen und Ihr Smartphone zu beschleunigen.

Durch das Entfernen von nicht benötigten Apps geben Sie
wertvolle Systemressourcen frei
Vergrößern Durch das Entfernen von nicht benötigten Apps geben Sie wertvolle Systemressourcen frei

Apps entrümpeln

Als ersten Schritt dazu sollten Sie Ihr Smartphone komplett entrümpeln. Je mehr Apps Sie installieren, desto mehr potenzielle Bremsklötze holen Sie sich auf Ihr Handy. Der Grund dafür: Android erlaubt es, dass Anwendungen automatisch mitstarten und als Systemdienst agieren, um beispielsweise Synchronisationsaufgaben durchzuführen. Zwar hat sich das Ressourcenmanagement seit Android 2.x deutlich verbessert, dennoch können zu viele Hintergrund-Apps die Leistung des Smartphones in die Knie zwingen. Das gilt besonders auf älteren Handys mit geringer RAM-Ausstattung, beispielsweise dem immer noch populären HTC Desire.

Schmeißen Sie also zunächst alle Apps raus, die Sie ohnehin nicht oder nur selten verwenden. Wechseln Sie dazu in den Einstellungen des Handys ins Menü „Anwendungen/Anwendungen verwalten“ und suchen Sie die entsprechenden Apps, die Sie per Auswahl von „Deinstallieren“ entfernen. Im gleichen Menü finden Sie im Reiter „Ausgeführte“ eine Übersicht der Anwendungen, die gerade aktiv oder als Systemdienst im Hintergrund laufen. Hier erhalten Sie einen guten Einblick darüber, was Ihr System in Anspruch nimmt. Wählen Sie eine App aus und drücken Sie auf „Stoppen“, um den Dienst anzuhalten und Ressourcen freizugeben.

Was bringen Task-Manager und Co.?

Apps, die im Hintergrund laufen, sind oft der Hauptgrund
dafür, dass ein Handy langsamer wird
Vergrößern Apps, die im Hintergrund laufen, sind oft der Hauptgrund dafür, dass ein Handy langsamer wird

Alternativ können Sie dafür auch einen der zahlreichen „Task Killer“ aus dem Android Market verwenden, beispielsweise den „ Advanced Task Killer “. Nehmen Sie aber Abstand vom oft angebotenen automatischen Schließen aller geöffneten Apps, da diese häufig automatisch neu starten und das System dabei nur noch mehr ausbremsen. Gleiches gilt übrigens – zumindest auf Handys ohne Root-Zugriff – für den Einsatz von Autostartmanagern, die den Bootvorgang angeblich beschleunigen sollen. In der Praxis sorgen diese nämlich auch nur dafür, dass die Apps nach dem Laden wieder geschlossen werden, was keine Vorteile bringt.

Sinnvoller ist der Einsatz von Tools, die das Verhalten der laufenden Apps überwachen beispielsweise System Panel oder Watchdog . Diese helfen beim Auffinden von Anwendungen, die die CPU übermäßig belasten und erlauben deren Deinstallation. Ein weiterer Hebel zur Performance-Optimierung sind die Synchronisationseinstellungen. Neben den System-Apps wie der Mail-Client und die Google-Dienste rufen auch viele Drittanbieter-Tools mehr oder weniger regelmäßig Infos aus dem Internet ab. Da dies zulasten der System-Ressourcen geht, sollten Sie in den Einstellungen unter „Konto und Synchronisation“ überprüfen, welche Apps was im Hintergrund abgleichen und gegebenenfalls unnötige Vorgänge abschalten oder zumindest (falls möglich) deren Häufigkeit reduzieren.

Donnerstag den 23.02.2012 um 10:23 Uhr

von Boris Hofferbert

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