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Android: Google-Einstellungen optimal konfigurieren

20.09.2016 | 10:40 Uhr |

Wer ein Android-Smartphone sein Eigen nennt, weiß, dass es mit dem Anmelden des Google-Kontos nicht getan ist. Über die Einstellungen in der Google-App können Sie die Sicherheit Ihrer Daten erhöhen – und mehr.

Waren die Google-Einstellungen in alten Android-Versionen noch über ein eigenes App-Symbol erreichbar, sind sie seit einer Weile in den allgemeinen Einstellungen zu finden. Dort teilen sie sich in zwei Bereiche: die Einstellungen, die das Google-Konto und die persönlichen Daten betreffen, sowie die Einstellungen für die Google-Dienste.

Google-Konto und persönliche Daten

In ersten Teil der Google-Einstellungen können Sie Details Ihres Google-Kontos und persönliche Daten anpassen. Allerdings werden Sie bei den meisten Punkten per Browser auf die Seite myaccount.google.com geleitet – und diese Seite bedienen Sie weitaus komfortabler vom PC aus.

Anmeldung & Sicherheit: Dieser Punkt umfasst alle Optionen zur Anmeldung bei Ihrem Google-Konto. Sie können hier Ihr Passwort ändern und die Zwei-Wege-Authentifizierung aktivieren. Es lässt sich ein Sicherheitscheck durchführen, der Ihre Informationen zur Kontowiederherstellungen überprüft, also die angegebene Telefonnummer und Mailadresse.

Außerdem befindet sich in diesem Untermenü ein Diebstahlschutz, der sich allerdings auch anwenden lässt, wenn Sie Ihr Mobilgerät schlichtweg verschlampt haben. Das Gerät klingelt dann auf Wunsch, oder Sie können es von einem anderen Gerät aus anrufen beziehungsweise im Fall eines Diebstahls sperren und/oder zurücksetzen lassen. Außerdem ist es möglich, sich abzumelden, den Mobilfunkanbieter zu kontaktieren oder das nächste Fundbüro zu suchen.

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Personenbezogene Daten & Datenschutz: Hier geht es um Ihre Privatsphäre und Ihre persönlichen Daten, sprich, was Sie bei den Angaben zu Ihrer Person, Ihrem Google+-Konto, Ihrem Standort, Ihren Aktivitäten auf Youtube und beim Surfen freigeben möchten. Sie können dort die Einstellungen der eingeblendeten Werbung verwalten und sich im Google Dashboard einen Überblick über Ihre Aktivitäten auf Gmail, im Kalender, bei Fotos und der Suche verschaffen. Es lässt sich zudem ein Archiv mit all Ihren Daten erstellen, und Sie können einen Verwalter für Ihr Konto bestimmen.

Kontoeinstellungen: Alles, was zum Thema Bedienung gehört, finden Sie in diesem Punkt. So bestimmen Sie die Systemsprache, die verwendeten Eingabetools wie Tastaturen oder Wörterbücher sowie Bedienungshilfen wie den Screenreader (eine Vorlesefunktion). Sie erhalten einen Überblick über Ihren Google-Drive-Speicherplatz, also wie viel von den standardmäßig verfügbaren 15 GB mit welchen Dateien belegt sind, und können zusätzliche Kapazität erstehen. Außerdem können Sie gezielt Google-Dienste wie Youtube, G+ und Gmail, aber auch Ihr komplettes Google-Konto mit sämtlichen verknüpften Dateien wie Bildern und Videos löschen.

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Dienste richtig einstellen

Der zweite, deutlich größere Teil der Google-Einstellungen enthält Konfigurationsmöglichkeiten für Google-Dienste wie Fotos, Maps und Now.

Google-Fotos-Sicherung: Google-Anwender können ihre Smartphone-Bilder und -Videos über die „Google Fotos“-App ansehen und im gleichnamigen Onlinealbum sichern – vorausgesetzt, Sie haben diese Funktion per Schieberegler im Menü „Google-Fotos-Sicherung“ aktiviert. Die Daten lassen sich in Original-oder reduzierter Auflösung ablegen, wobei die Originalbilder von Ihren 15 GB Cloud-Speicher abgezogen werden, während die verkleinerten Bilder Ihr Kontingent nicht belasten. Der Menüpunkt bietet ferner die Möglichkeit, Onlinespeicher dazuzukaufen, den Speicherweg festzulegen (nur über WLAN oder auch über das Mobilfunknetz und bei Roaming) sowie den Speicherort zu wählen.

Standort: Um Dienste wie Maps oder Now zur Verfügung stellen zu können, benötigt Google Infos zu Ihrem Standort. Möchten Sie die Dienste also nutzen, müssen Sie die Standortbestimmung in diesem Untermenü über den Schieberegler aktivieren. Welchen Modus Sie dafür wählen – nur das GPS des Smartphones, nur WLAN, Bluetooth und die Mobilfunknetze für eine möglichst stromsparende Bestimmung oder eine Kombination aus allen Technologien für eine maximale Genauigkeit –, hängt von Ihrem Anspruch ab.

Anzeigen: Viele Apps im Play Store sind kostenlos, blenden jedoch Werbung ein. Um Ihnen möglichst maßgeschneiderte Werbeinhalte zeigen zu können, wird Ihr Surfverhalten über eine Werbe-ID analysiert, die Ihrem Smartphone zugeordnet ist. Diese personalisierten Werbeeinblendungen können Sie über die Option „Interessenbezogene Werbung deaktivieren“ verhindern; zusätzlich lässt sich die Werbe-ID auch zurücksetzen.

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Datenverwaltung: Über diesen Punkt können Sie festlegen, ob Sie die Dateien von für Google Drive geeigneten Apps wie Google Docs, Sheets, Slides und Forms nur per WLAN oder auch über Mobilfunk aktualisieren lassen wollen.

Google Fit: Mit dieser App , die Sie aus dem Play Store herunterladen können, möchte Google die Auswertung von Fitness-Apps wie Runtastic, Runkeeper, Endomondo und Withings Health Mate unter eine Oberfläche bringen. In diesem Untermenü lassen sich alle Apps und Geräte auflisten, die von Google Fit unterstützt werden.

Mit Nearby können Smartphones miteinander kommunizieren und Daten austauschen. Dabei darf die Entfernung maximal 30 Meter betragen.
Vergrößern Mit Nearby können Smartphones miteinander kommunizieren und Daten austauschen. Dabei darf die Entfernung maximal 30 Meter betragen.

Nearby: Dieser Dienst soll die Kommunikation zwischen Mobilgeräten innerhalb einer App vereinfachen. Die Voraussetzung dafür ist, dass alle beteiligten Personen die gleiche App auf ihrem Mobilgerät installiert haben und die Geräte nicht weiter als 30 Meter voneinander entfernt sind.

Nearby verwendet zur Verbindung Bluetooth und WLAN sowie Töne, die vom Menschen nicht wahrgenommen werden. Das bedeutet, dass Apps, die Nearby einsetzen, Zugriff auf Bluetooth, WLAN, Mikrofon, Lautsprecher und die Standortdaten benötigen. Ein Teil der Technologie ist auch der iBeacon-Konkurrent Eddystone. Sie aktivieren Nearby über den Schieberegler. Das Einrichten eines Geräts nehmen Sie über einen eigenen Menüpunkt vor.

Bisher ist Nearby noch nicht sehr verbreitet – es gibt beispielsweise mit „Nearby TicTacToe“ ein Spiel, oder „App Links with Nearby“ vereinfacht das Teilen von Links zum Play Store.

Google Play Spiele macht Ihre Spielstände überall zugänglich und zeigt die Aktivitäten Ihrer Freunde. Es muss jedoch von der App unterstützt werden.
Vergrößern Google Play Spiele macht Ihre Spielstände überall zugänglich und zeigt die Aktivitäten Ihrer Freunde. Es muss jedoch von der App unterstützt werden.

Play Spiele: Besitzen Sie ein Profil bei Play Spiele, um Ihre Games-Erfolge mit Ihren Freunden zu teilen und Ihren Spielfortschritt auch über verschiedene Mobilgeräte nicht zu verlieren, können Sie in diesem Einstellungspunkt Ihre Konfiguration anpassen. So können Sie angeben, dass der Dienst Sie automatisch bei geeigneten Spielen anmelden soll. Es lassen sich Benachrichtigungen anpassen, die Sichtbarkeit Ihres Profils lässt sich ändern oder Ihr Profil komplett löschen.

Sicherheit: Gleich über den ersten Eintrag lässt sich ein Sicherheitscode generieren, den Google gelegentlich in bestimmten Situationen zur Authentifizierung verlangt – etwa, wenn Sie sich von einem neuen Standort aus oder auf einem neuen Gerät anmelden und somit der Verdacht besteht, eine unbefugte Person verschaffe sich Zugriff.

Mit dem Android Geräte-Manager können Sie sich im Verlustfall die Position Ihres Androiden anzeigen lassen und ihn sperren sowie zurücksetzen.
Vergrößern Mit dem Android Geräte-Manager können Sie sich im Verlustfall die Position Ihres Androiden anzeigen lassen und ihn sperren sowie zurücksetzen.

Über den „Android Geräte-Manager“ aktivieren Sie den Remote-Zugriff auf Ihr Mobilgerät, um es orten, sperren oder auf die Werkseinstellungen zurücksetzen zu lassen. Ist der Zugriff aktiv, können Sie sich die Position Ihres Smartphones über die Website https://www.google.com/android/devicemanager anzeigen und die oben beschriebenen Maßnahmen durchführen lassen. Außerdem können Sie Google die Sicherheit Ihres Mobilgeräts überlassen und es nach potenziell schädlichen Apps suchen lassen.

Smart Lock für Passwörter: Wie auf dem PC, so haben Sie auch in der mobilen Version von Chrome die Möglichkeit, Ihre Lesezeichen, den Verlauf und andere Einstellungen abzuspeichern. Und auch Passwörter für Webseiten lassen sich sichern und Ihrem Google-Konto zuordnen. Sie aktivieren diese Funktion über einen Schieberegler und können darüber hinaus bestimmen, ob Sie automatisch angemeldet werden möchten. Außerdem können Sie Ausnahmen festlegen, also Websites, deren Zugangspasswort Sie nicht speichern möchten. Einen Überblick über die gespeicherten Websites und Passwörter erhalten Sie unter http://passwords.google.com .

Über den Menüpunkt „Verbundene Apps“ verschaffen Sie sich einen guten Überblick über die Verknüpfungen Ihres Google-Kontos.
Vergrößern Über den Menüpunkt „Verbundene Apps“ verschaffen Sie sich einen guten Überblick über die Verknüpfungen Ihres Google-Kontos.

Verbundene Apps: In dieser Auflistung sehen Sie alle Apps und Geräte, die mit Ihrem Google-Konto verknüpft sind, per Google-Anmeldung oder Google Fit. Tippen Sie auf einen Eintrag, so erfahren Sie, auf welche Daten die App Zugriff hat und ihren Google+-Status, also die Sichtbarkeit und die Personen, die auf die App zugreifen können.

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