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Android Vysor: So verfolgen Sie Android-Geräte auf dem Desktop

10.03.2016 | 09:20 Uhr |

Auf dem Linux-Desktop das Android-Smartphone oder Tablet im Auge behalten: Dieses Kunststück leistet die Chrome-App Vysor (Beta). In einem Fenster, das auch zur Fernsteuerung dient, zeigt Vysor die Oberfläche des Android-Geräts an. Nützlich ist dies nicht nur für Anwender, die eingehende Kurznachrichten auf dem Smartphone verfolgen wollen, sondern auch für App-Entwickler, die ein reales Gerät zum Debuggen einer App bevorzugen.

Bevor Vysor auf dem Linux-Desktop Kontakt zu Android aufnehmen kann, sind einige Vorbereitungen nötig: Vysor ist eine Chrome-App und benötigt deshalb ein installiertes Chrome/Chromium . Die Verbindung des Android-Geräts mit dem Linux-PC erfolgt über ein USB-Kabel. Schließlich muss auf dem Smartphone oder Tablet in Android das USB-Debugging in den Entwickleroptionen eingeschaltet sein. Je nach Android-Version gibt es verschiedene Wege zu den Entwickler-Optionen .

Ist das Android-Gerät am USB-Port angeschlossen, dann öffnen Sie Chrome/Chromium und installieren Vysor aus dem App Store . Danach klicken Sie im Browser oben links auf das App-Symbol und starten „Vysor (Beta)“. Dies öffnet ein neues Fenster, in dem Sie auf „Find devices“ klicken, um das angeschlossene Android-Gerät zu erkennen und auszuwählen. Unter Android müssen Sie die Verbindung über USB-Debugging noch mit „OK“ im dort angezeigten Dialog bestätigen. Danach dauert es einige Momente, bis Vysor den Bildschirminhalt des Geräts im Fenster präsentiert, dass Sie per Maus und Tastatur bedienen und auf die gewünschte Größe ziehen können.

Die Verbindung erfolgt über ADB (Android Debug Bridge), das als Schnittstelle zwischen PC und Android die direkte Kommunikation per USB ermöglicht. Es gibt bei der Bedienung eine Verzögerung, die bei Spielen störend ist, aber bei der Arbeit auf der Android-Oberfläche nicht stört. Vysor ist momentan in der Betaphase (Stand März 2016) und vorerst kostenlos, bis alle Fehler behoben sind. So funktioniert beispielsweise die Eingabe von Sonderzeichen und Umlauten in Vysor per Tastatur noch nicht. Der Entwickler hat angekündigt, ein ausgereiftes Vysor später zu einer kostenpflichtigen App zu machen und eine kostenlose Version mit reduziertem Funktionsumfang anzubieten.

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