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Android-Einstellungen für Einsteiger

12.01.2014 | 15:09 Uhr |

Sie besitzen ein Android-Gerät und kennen sich mit der Bedienung einigermaßen aus. In das teils kryptische Einstellungs-Menü verirren Sie sich aber nur selten. Dabei finden sich dort viele nützliche Optionen und Funktionen...

Das Einstellungs-Menü von Android-Geräten ist extrem umfangreich. So umfangreich, dass Einsteiger und selbst einige Fortgeschrittene nicht alle gebotenen Möglichkeiten kennen. Zudem sind die einzelnen Optionen zum Teil nicht gut dokumentiert, so dass sie etlichen Anwendern Rätsel aufgeben.

Dabei sind es keinesfalls nur Konfigurations-Möglichkeiten, die das Einstellungs-Menü bereithält, sondern auch die ein oder andere nützliche Zusatz-Funktion. So versteckt Samsung dort zum Beispiel die Einrichtung des Fernzugriffs, der sehr hilfreich ist, falls Sie Ihr Gerät verlieren sollten. Wir haben die interessantesten Optionen für Einsteiger herausgesucht, die noch nicht jeder kennen dürfte. In einem zweiten Beitrag beleuchten wir die Einstellungen, die sich eher an Fortgeschrittene und Profis richten. Die genannten Menü-Bezeichnungen können je nach Gerät und verwendeter Android-Version etwas abweichen. Generell gehen wir in diesem Beitrag von Android 4.x aus. Einige Tipps werden Sie aber auch unter älteren Versionen nachvollziehen können.

Verbindungs-Einstellungen

Als erstes geht es an die WLAN-Einstellungen, die Sie unter „Drahtlos und Netzwerke -> WLAN“ finden.

WLAN komfortabel einrichten: Drücken Sie in der WLAN-Liste auf die Menü-Taste des Android-Geräts, erscheint ein Kontextmenü mit mehreren Einträgen. Darüber haben Sie zum einen die Möglichkeit, ein neues Funknetz komfortabel über die WPS-Push-Methode (Wifi Protected Setup) hinzuzufügen. Sie brauchen dann nicht den (komplexen) WLAN-Schlüssel einzugeben, sondern müssen nur am Router eine Taste drücken, die die WPS-Funktion kurzzeitig einschaltet. Dadurch überträgt er den WLAN-Schlüssel an das erste Gerät, das eine WPS-Anfrage stellt. Welche Taste Sie an Ihrem Router drücken müssen, erfahren Sie in der Bedienungsanleitung. Alternativ unterstützt Android auch die client-seitige WPS-PIN-Methode. Wenn Sie diese im Kontextmenü auswählen, erscheint ein Hinweis mit einem Zahlencode. Dadurch, dass Sie diesen im Router eingeben, erfolgt der Verbindungsaufbau.

Schnelle Datei-Übertragung: Dank WiFi Direct lassen sich Dateien wie Fotos oder Videos von Gerät zu Gerät per schnellem WLAN übertragen.
Vergrößern Schnelle Datei-Übertragung: Dank WiFi Direct lassen sich Dateien wie Fotos oder Videos von Gerät zu Gerät per schnellem WLAN übertragen.

Direkte WLAN-Verbindung von Gerät zu Gerät: Mit der Funktion „Wi-Fi Direct“, die immer mehr Geräte unterstützen, bauen Sie eine direkte Funkverbindung zwischen zwei Android-Geräten auf, um Dateien zu übertragen. Vorteil gegenüber Bluetooth: Die Reichweite und Übertragungsraten sind deutlich höher. Einen Router brauchen Sie dazu nicht. Die Kopplung von mehreren Geräten ist ziemlich einfach: Sie wechseln jeweils innerhalb der WLAN-Einstellungen in den Bereich „Wi-Fi Direct“ und warten einen Augenblick, bis der Name des jeweils anderen Smartphones oder Tablets in der Liste erscheint. Auf einem der beiden Geräte tippen Sie den Eintrag an und laden den anderen dadurch zu einer Wi-Fi-Direct-Sitzung ein. Sobald die Verbindung steht, können Sie Dateien übertragen. Dazu öffnen Sie zum Beispiel in der „Galerie“ ein Bild, tippen auf den „Senden“ beziehungsweise „Teilen“-Button und wählen als Ziel „Wi-Fi Direct -> [Bezeichnung des verbundenen Geräts] -> OK“.

WLAN-Details anzeigen: Wenn Sie mit einem WLAN-Netz verbunden sind und dieses in der Liste der Funknetze antippen, erscheint ein Fenster, das Verbindungsdetails anzeigt. Unter anderem: Signalstärke, Verbindungsgeschwindigkeit, Verschlüsselungsmethode und interne IP-Adresse.

WLAN entfernen: Wenn Sie den Finger auf einem Funknetz-Eintrag gedrückt halten, erscheint ein Kontextmenü, über das sich die Konfiguration für dieses Netz entfernen lässt. Das Android-Gerät verbindet sich daraufhin nicht mehr automatisch damit.

Erweiterte Verbindungs-Einstellungen

Die folgenden Optionen finden Sie unter „Drahtlos und Netzwerke -> mehr“ beziehungsweise „Drahtlos und Netzwerke -> Weitere Einstellungen“.

Smartphone zum WLAN-Hotspot machen: Android bietet die Option, die Mobilfunk-Internetverbindung per WLAN freizugeben. Das Smartphone wird so quasi zum Router, mit dem sich andere Geräte drahtlos verbinden und aufs Internet zugreifen können. Das ist praktisch, wenn Sie unterwegs mit einem Gerät online gehen möchten, das selbst kein Mobilfunkmodul besitzt, sondern nur WLAN. Bei vielen Tablets und Notebooks ist das der Fall. Bedenken Sie aber, dass die auf diese Weise übertragene Datenmenge vom monatlichen Freivolumen Ihres Mobilfunk-Tarifs abgeht. Um das Smartphone zum Hotspot zu machen, tippen Sie auf „Mobilnetzwerk-Freigabe -> Mobiler WLAN-Hotspot“ beziehungsweise „Tethering & mobiler Hotspot -> Mobiler WLAN-Hotspot“. Den Namen des Funknetzes und das Passwort (WPA2-Schlüssel) zeigt Ihnen Android über „WLAN-Hotspot-Einstellungen“ oder „WLAN-Hotspot einrichten“ oder „Konfigurieren“ an. Dort lassen sich die Werte auch ändern.

Android lässt sich auch als WLAN-Hotspot / -Router nutzen
Vergrößern Android lässt sich auch als WLAN-Hotspot / -Router nutzen

Datennutzung im Ausland einschalten: Standardmäßig baut Android keine Mobilfunk-Datenverbindung auf, wenn das Gerät in ein ausländisches Netz eingebucht ist. So bleiben Sie vor hohen Rechnungen durch versehentlichen Datentransfer verschont. Falls Sie aber bewusst auch im Urlaub Daten übertragen möchten, tippen Sie auf „Mobilfunknetze“ beziehungsweise „Mobile Netzwerke“ und aktivieren Sie „Daten-Roaming“. Bei manchen Smartphones finden Sie die Option stattdessen unter „Drahtlos und Netzwerke -> Mobile Daten“.

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