16.06.2012, 07:05

Matthias Schwindt

Fahrrad-Apps für Android

Android-Apps für die Radtour

Braucht man beim Radfahren überhaupt noch einen zusätzlichen Tachometer oder Fahrradcomputer? Oder genügt das Android Smartphone mit dem richtigen Zusatzprogramm? Diese Frage wollen wir beantworten.
MagicMaps bietet für den aktiven Outdoor-Nutzer ein umfangreiches Komplettpaket. Auf dem PC den TourExplorer für die Vor- und Nachbereitung der Tour zu Hause, Scout für die Navigation unterwegs auf dem Android-Smartphone und ganz neu MagicMaps Live, dem Online TourExplorer im Internet. Damit geht MagicMaps den Schritt zur Cloud-Navigation.

Scout lotst Fahrradfahrer

Scout bietet auf dem Smartphone alle Funktionen eines klassischen Fahrradcomputers: Tachoanzeige, Streckenaufzeichnung und darüber hinaus noch eine Karte. Dazu entweder kostenlose OSM-Karten in verschiedenen Geschmacksrichtungen (zum Beispiel Straße, Outdoor oder Fahrrad) oder topografische Karten aus dem Shop oder per drahtlosem Export aus dem TourExplorer. Über MagicMaps Live können aktuell Tracks zwischen PC und Smartphone synchronisiert werden. Für die Zukunft vorgesehen sind weitere Planungsarbeiten. Egal wie viele MagicMaps-Komponenten zum Einsatz kommen, eine nahtlose Zusammenarbeit ist immer möglich.

OsmAnd ermöglicht Fahrrad-Navigation offline

Neben dem Navigations-Klassiker Scout fürs Fahrrad stellen wir noch ein weiteres Top-Programm für die Fahrradnavigation vor. OsmAnd ist eine Android-App, die OpenStreetMap-Karten nicht nur anzeigen kann. Auch Navigation ist damit auf dem Rad- und Fußwegenetz der freien Wiki-Weltkarte möglich. OSM Karten sind an vielen Orten durch die unzähligen freiwilligen Mitarbeiter deutlich besser als die sonst übliche Google-Maps-Karte. Als Besonderheit unter den Kartentools bietet OsmAnd sogar die Navigation im Offline-Betrieb, was besonders im Ausland ohne Daten-Flatrate praktisch ist. Der integrierte Download-Manager bringt die OSM-Karte des gewünschten Gebietes einfach in den Speicher des Android-Smartphones.
OsmAnd steht kostenlos im Google Play Store zum Download bereit. Dazu gibt es auch noch OsmAnd+ für 2,99 Euro. Neben einer Spende für das OSM Projekt sind in der Plus Version einige zusätzliche Funktionen enthalten, wie etwa offline-Zugriff auf Wikipedia POIs.
Mit unserer App-Auswahl für das Fahrrad spricht eigentlich nichts mehr für einen klassischen Fahrradcomputer.
Hardware für Fahrrad-Fahrer
Um während der Radtour das Display immer optimal im Blick zu behalten bedarf es einer geeigneten Halterung für den Fahrradlenker. Im besten Fall mit Anschluss an die Zusatz-Stromversorgung.
Für Schönwetterfahrer gibt es für viele Android-Modelle genau zum Telefon passende Halterungen. Oder Sie entscheiden sich für eine der zahlreichen Universalhalterungen mit Klemmbacken fürs Fahrrad. Wer keines der wenigen Outdoor-geeigneten Android-Smartphones wie etwa das Motorola DEFY+ besitzt sollte die empfindliche Elektronik gegen Witterungseinflüsse schützen. Eine regensichere Lösung für viele Androidtelefone ist die SEeLABox der Firma Krusell. Mit einer Universal-Klemmenhalterung und dem Telefon in der SEeLABox kann die Radtour auch bei schlechtem Wetter weitergehen.
Besser geeignet sind zwar spezielle Halterungen. Aufgrund der enormen Modellvielfalt an Androidgeräten gibt es hier leider so gut wie keine passgenauen wasserdichten Fahrradhalter.
Ein weiteres Problem beim Einsatz des Androiden auf dem Fahrrad ist die Stromversorgung. Bei permanent eingeschaltetem Display, auf höchster Stufe für beste Erkennbarkeit, ist der eingebaute Akku schnell leer. Bei vielen Geräten können zuhause vorgeladene Wechselakkus zum Einsatz kommen. Größter Nachteil dieser Lösung ist das Aus- und Einschalten zum Batteriewechsel. Eine ebenfalls einfache Lösung ist der Einsatz von USB-Ersatzakku-Packs. Den vorgeladenen USB-Ersatzakku in die Fahrrad-Lenkertasche stecken und per USB-Kabel mit dem Telefon verbinden. Über den Zusatzakku den internen Akku wieder aufladen oder zumindest das Entladen verlangsamen. So ist auch auf einer Ganztagestour ausreichend Strom vorhanden.

E-Werk

Wer sich nicht auch noch zusätzlich um einen Akkupack kümmern möchte oder für richtig lange Radtouren ohne Nachlademöglichkeiten eine Stromversorgung benötigt, kann zum E-Werk von Busch+Müller greifen. Dabei dient der Nabendynamo neben der Versorgung der Beleuchtungsanlage auch dem Smartphone als Energielieferant. Das nur 53 Gramm schwere E-Werk wird mit Gummiring oder Kabelbinder am Fahrradrahmen befestigt. Über wasserdichte Spezialstecker geht es auf den passenden USB Stecker für das Handy. Bereits ab 15 km/h liefert das E-Werk ausreichende Leistung, um den Akku aufzuladen. So steht nach der Radtour etwa im Biergarten eine volle Batterie zur Verfügung, um auf Twitter und Co über die Tour zu berichten. Das E-Werk gibt es für gut 100 Euro im Handel.
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