Android

Profi-Tuning für Android- Handys per Custom-ROM

Donnerstag, 01.12.2011 | 12:05 von Friedrich Stiemer
Bildergalerie öffnen Custom-ROMs fürs Android-Smartphone.
Neustes Android und eine schnellere CPU nur mit einem neuen Handy? Nicht unbedingt, denn Custom-ROMs sind so gebaut, dass auch Sie in den Genuss von optimaler Performance kommen dürfen.
Besitzer eines Android-Smartphones warten oft lange auf ein Update des Handy-Betriebssystems durch den Hersteller. Den Schritt auf eine höhere Android-Version machen viele Hersteller nämlich oft nur sehr langsam. Gründe: Android muss oft noch an eine bestimme Nutzeroberfläche oder an spezielle Komponente im Smartphone angepasst werden.
 
Wer nicht warten will, greift deshalb zu Custom-ROMS: Das sind angepasste Android-Betriebssysteme oder alternative Firmware-Versionen, die pfiffige Entwickler unabhängig vom Hersteller herausbringen. Das ist kein Problem, denn denn im Gegensatz zu Apples iOS veröffentlicht Google den Quellcode der Android-Versionen als Open-Source-Software. So dürfen Dritte den Code legal verwenden und sogar umschreiben.


 
Die Custom-ROMs der freien Entwickler bestehen aus einer Android-Version und einem Kernel. Der Kernel ist das eigentliche Herzstück des Betriebssystems, in dem die grundlegenden Befehle enthalten sind. Hier besteht das größte Optimierungspotenzial für die Programmierer.
 
Ziel von Custom-ROMs ist es, ein möglichst schnelles, stabiles und effizientes Betriebssystem zu bauen. Das funktioniert am besten, wenn das ROM auf ein bestimmtes Smartphone zugeschnitten ist. Es existieren dabei drei Arten von ROMs: Entweder basieren sie auf der Version und der Nutzeroberfläche des Herstellers oder auf der unveränderten Android-Oberfläche, wie zum Beispiel auf dem Google Nexus One . Oder die Programmierer haben eine eigene Oberfläche entworfen, die sie über Android legen.

Das HTC Rhyme mit der neuen Sense 3.5
Oberfläche.
Vergrößern Das HTC Rhyme mit der neuen Sense 3.5 Oberfläche.

Nutzeroberflächen wie Sense von HTC, TouchWiz von Samsung oder MotoBlur von Motorola sind zwar meistens schön anzusehen verbessern die Handhabung, aber machen das Smartphone auch langsamer.

Aus diesem Grund „modden“ (modifizieren) die Programmierer Nutzeroberflächen, indem sie überflüssige Komponenten entfernen oder den Kernel anpassen. Oder sie schmeißen in ihrer Custom-ROM die Nutzeroberfläche ganz raus und entwickeln eine sogenannte „Stock-ROM“. Stock (eigentlich Lager) bezieht sich in diesem Fall auf das originale Android ohne Nutzeroberfläche, wie es Google auch selbst ausliefert. Dann fügen sie bestimmte  Apps hinzu oder entfernen sie, optimieren den Programmcode und entsperren Funktionen.

Eine Hürde gibt es dann noch, bevor Sie ein Custom-ROM aufspielen können: Ihr Smartphone muss gerootet sein. Sie müssen also über den vollen Zugriff auf Ihr Gerät verfügen. Damit erlischt aber auch die Garantie. Wie beim Rooting gilt auch für die Installation von Custom-ROMs: Seien Sie vorsichtig und sichern Sie alle wichtigen Daten. Sie könnten durch das Einspielen eines Custom-ROM Ihr Gerät nämlich „bricken“, also irreparabel zerstören. Auf PC-Welt gibt es bereits einen Ratgeber , der Sie beim Rooting-Vorgang unterstützt.

Das bringt der Root-Zugriff

Donnerstag, 01.12.2011 | 12:05 von Friedrich Stiemer
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