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Musik-Allrounder unter Linux

01.10.2007 | 08:35 Uhr |

Der KDE-Media-Player Amarok kann in der neuen Version mehr als nur Ihre MP3-Dateien abspielen. Amarok verwaltet Musik, lädt Covers sowie Liedertexte herunter und vieles mehr.

Einrichtungsassistent: Verwenden Sie ruhig die Standarddatenbank SQLite, andere müssen Sie erst konfigurieren
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Vom einstigen simplen Player ist die neue Version von Amarok inzwischen weit entfernt. Das Programm glänzt mit einer umfangreichen Musikverwaltung und zahlreichen Extras, etwa dem Empfang von Internet-Radio. Das KDE-Programm kommt mittlerweile sogar mit Podcasts zurecht. Wenn Sie Ihre MP3-Sammlung organisieren wollen, bietet Ihnen Amarok eine Eingabemaske, mit der Sie bequem ID3-Tags bearbeiten. Und für den Fall, dass Sie mehr über einen Titel wissen möchten, beispielsweise den Interpreten, lädt der Player auf Wunsch fehlende Informationen aus der Musicbrainz-Datenbank im Internet. Auch den Song-Text eines laufenden Musikstücks liefert Amarok auf Wunsch aus dem Internet. Fleißige Fans sorgen daneben mit zusätzlichen Scripts dafür, dass sich Amarok um weitere Funktionen erweitern lässt und dann beispielsweise auch die Akkorde für ein Musikstück aus einer Datenbank abrufen kann.

Die aktuelle Version 1.4.4 bietet über die Registerkarte „Magnatune.com“ am linken Fensterrand sogar (meist unbekanntere) Musikstücke zum Kauf über das Internet an. Sie können dabei in sämtliche Stücke hineinhören und die Alben bei Gefallen für einen Betrag zwischen fünf und 18 US-Dollar DRM-frei herunterladen.

Die Installation von Amarok gestaltet sich unter den drei Distributionen Fedora Core 6 , Open Suse 10.2 und Ubuntu dank komfortabler Paketverwaltungen recht einfach. Ist das Audioformat Ihrer Wahl MP3, müssen Sie die Unterstützung für dieses Format in der Regel nachrüsten, da sie aus rechtlichen Gründen bei einer Standardinstallation fehlt.

Fertige RPM-Pakete der neuesten Amarok-Version für Suse Linux 10.0 und 10.1 finden Sie auf d ieser Website . Die hier angegebenen Repositories können Sie auch in Yast einbinden. Unter Umständen müssen Sie weitere Pakete installieren, um Abhängigkeiten aufzulösen. Fehlen die Pakete auf den Installationsmedien, können Sie zusätzliche Repositories in Yast einbinden. Wie Sie dabei vorgehen und welche Links Sie eintragen müssen, erfahren Sie auf dieser Website . Open Suse 10.2 bringt Amarok in der aktuellen Version 1.4.6 mit. Die Ubuntu-Version installiert den Player standardmäßig mit. Benutzer von Fedora Core 6 müssen sich zusätzlich das Paket „Helix-Player“ aus dem Internet besorgen. Unter „Software hinzufügen/entfernen“ im Startmenü starten Sie den Fedora-Paketmanager, wechseln in die Registerkarte „Durchsuchen“, tippen dort den Suchbegriff „amarok“ ein und wählen die aktuelle Amarok-Version 1.4.6 zur Installation aus.

Einrichten

Beim ersten Start begrüßt Sie der Amarok-Einrichtungsassistent, der Ihnen in zwei Schritten hilft, die Grundeinstellungen des Players zu bestimmen. Sofern Sie keine speziellen Wünsche haben, können Sie die Vorgaben übernehmen. Möchten Sie später Änderungen vornehmen, können Sie diese über „Einstellungen, Amarok einrichten“ konfigurieren. Im Player erreichen Sie den Punkt über das Kontextmenü. Markieren Sie im Assistenten zunächst die Verzeichnisse, in denen Ihre Musiksammlung liegt, damit Amarok sie indizieren kann. Amarok prüft diese Verzeichnisse später laufend auf neue Dateien und aktualisiert die Indizierung gegebenenfalls.

Standardmäßig kommt in Amarok eine SQLite-Datenbank zum Einsatz, in der das Programm sämtliche Informationen speichert. Wir empfehlen, diese Option zu nutzen. Fortgeschrittene können auch die – unmerklich schnellere – MySQL-Datenbank verwenden. Wie das geht, verrät diese Anleitung .
Nachdem Sie die beiden Fragen beantwortet haben, erscheint das zentrale Wiedergabelisten-Fenster, über das Sie die meisten Features des Players steuern.

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