Sicherheits-Check

Nie wieder Passwörter merken - so geht´s

04.09.2011 | 08:34 Uhr | pk / brk

Passworteingaben über die Tastatur haben einige Nachteile. Wir zeigen Ihnen, welche alternativen Techniken besser als der klassische Passwortschutz sind.

Egal ob Windows-Anmeldung, E-Mail-Postfach, Online-Banking oder Shopping-Internetseite: Fast überall werden Passwörter benötigt. Das klassische Passwort wird dabei vom Benutzer direkt über die Tastatur eingegeben und besteht im Idealfall aus Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Zudem verfügt ein sicheres Passwort über eine gewisse Zeichenlänge. In unserem Ratgeber "Die fünf häufigsten Passwort-Fehler“ zeigen wir Ihnen, wie Sie zu einem sicheren Passwort kommen.

Nachteile der klassischen Passworteingabe

Klassische Passwörter haben einige Nachteile. Ist das geheime Passwort nicht kryptisch genug und leicht zu erraten, ist dieses auch ebenso leicht zu hacken. Moderne Computer knacken mit passender Software viele Passwörter innerhalb von wenigen Sekunden. Noch einfacher geht es mit einem Keylogger, der alle Tastatureingaben des Benutzers speichert und an den Angreifer überträgt.
Klassische Passwortknacker arbeiten meist zunächst auf der Basis von Wörterlisten, die in Knack-Tools integriert sind oder im Internet kursieren.

So knacken Sie Ihr vergessenes Passwort

Sie probieren also Zeichenkombinationen aus, die Namen oder Begriffen entsprechen. Zunächst ohne Zusätze, danach auch zusammen mit Zahlen. Hilf dies nicht, nutzen Passwortknacker Brute-Force-Attacken die alle möglichen Kombinationen auszuprobieren, um ein Passwort herauszufinden. Je länger das gewählte Kennwort und je abwegiger die Kombination ist, desto schwerer hat es der Angreifer.

Wie lange ein moderner Rechner braucht, um ihr Passwort zu knacken zeigt Ihnen die Webseite howsecureismypassword.net . Ein sechsstelliges Passwort wie Beispielsweise „a1b2c3“ ist innerhalb von 8 Sekunden geknackt.  Zudem besteht immer die Gefahr, dass der Nutzer sein eigenes Passwort vergisst. Damit schließt er sich im schlimmsten Fall selbst aus. Immer das gleiche Kennwort zu benutzen oder es online, beziehungsweise im Browser, zu speichern gilt als unsicher. Aber wer soll sich alle Passwörter für seine verschiedenen Dienste merken können?

Wir zeigen Ihnen, welche Alternativen es zum klassischen Passwort gibt und warum diese in Zukunft das Aus für die Passworteingabe über die Tastatur bedeuten könnten.

846760