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Alleskönner oder Hype der Cell-BE-Prozessor

12.07.2007 | 08:30 Uhr |

Der Cell-Prozessor von IBM, Sony und Toshiba soll schneller und vielseitiger sein als die CPUs von AMD und Intel. Ein POWER-Kern und acht Spezial-Cores sorgen für die Einzigartigkeit des Chips. Doch wie schnell ist der Cell wirklich, und wo wird er eingesetzt?

Der Bedarf an immer größerer Rechenleistung ist enorm. Dies fängt bei modernen Spielekonsolen an, geht über Workstations bis hin zu Cluster und Supercomputer in Forschungs- und Studieneinrichtungen.

Beispielsweise werden im Bereich der diagnostischen Medizin oder Meteorologie für ihre Simulationsmodelle und Echtzeit-Visualisierungen schnelle Rechensysteme benötigt. Primär sind hier Vektorrechner anzutreffen, die mit einer Instruktion gleich eine große Menge von Daten bearbeiten können (SIMD).

Cluster- und Grid-Systeme vernetzen dafür extern eine große Anzahl von gleichartigen Systemen beziehungsweise Prozessoren. Ein großer Vorteil wäre also, wenn diese Vernetzung bereits intern, also im System oder On-Chip, erfolgen würde.

Das Joint-Venture, bestehend aus den Firmen IBM, Sony und Toshiba (STI-Group), hat auf der ISSCC 2005 den 9-Core-Prozessor "Cell Broadband Engine" (Cell BE) angekündigt. Dieser integriert auf einem Chip gleich acht Vektorprozessoren und einen Power 5-Kern.

Cell BE ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Sony Computer Entertainment. Künftige Cell-Rechner sollen mit der CPU Leistungen erbringen, die bislang Supercomputern vorbehalten waren.

In diesem Artikel informieren wir Sie über die Architektur des Cell und dessen Leistungs-
fähigkeit. Außerdem zeigen wir die Einsatzgebiete des Cell auf und vergleichen ihn mit seinen Konkurrenten.

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