22.10.2012, 09:30

Halyna Kubiv

Apple

Alle Gerüchte zum iPad Mini im Überblick

Sieht so das iPad Mini aus? ©©www.macotakara.jp

In wenigen Tagen wird die Vorstellung des iPad Minis erwartet. Kann Apple damit Nexus 7 & Co. Paroli bieten? Wir haben alle Gerüchte gesammelt.
Die Gerüchte zu einem kleineren iPad kursieren sein mehreren Monaten. Und am 23. Oktober wird es vermutlich vorgestellt. Noch ist unbekannt, welche technischen Spezifikationen das neue Modell bringen wird. Glaubt man den Berechnungen auf diversen Technik-Blogs, eignet sich die Bildschirm-Diagonale von 7,85 Zoll für ein iPad Mini am besten. Dabei werde die Auflösung des Ur-iPads beibehalten: 1024 x 768 Pixel. Skaliert man diese von rund 10 Zoll Diagonale auf die Diagonale von 7,85 Zoll, kommt man auf eine Auflösung von 163 Pixel per Inch. Das ist nicht ganz die Punktdichte des Retina-Displays wie im neuen iPad oder im iPhone 4, 4S und 5. Diese Geräte bringen 264 respektive 326 ppi Auflösung. Die Punktdichte ist trotzdem besser als beim iPad 2 (132 ppi). Solche Spezifikationen bringen einen weiteren Vorteil für Apple und App-Entwickler. So ändert sich dabei die Bildschirm-Geometrie nicht, theoretisch können die Ur-iPad-Apps ohne Anpassung auf dem neuen iPad Mini laufen. Eine ähnliche Übergangslösung hat Apple auch beim iPhone 5 mit dem neuen Format 16:9 geboten, die alten Apps funktionieren auf dem neuen Gerät mit den schwarzen Balken oben und unten. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Apple sein mobiles Betriebssystem iOS 6 sowie eigene Apps nicht an das neue Modell anpasst.
Das iPad Mini könnte zwischen 330 und 350 Euro kosten
Neben den Fragen zu der Bildschirmdiagonale und der Auflösung des iPad Mini wird auch sein Preis diskutiert. Anders als beim iPad, das seine eigene Marktnische erstmals schuf und bis heute behauptet, zielt Apple mit dem kleineren Tablet auf die Marktanteile der Konkurrenz. Mit Google Nexus 7 und Amazons Kindle Fire HD hat das neue Gerät Mitstreiter, die in einer günstigen Preisklasse spielen. Amazons Kindle Fire HD mit 16 GB Speicherplatz kann man schon für 199 Euro erwerben, das vergleichbare Modell von Google Nexus 7 (16 GB) kostet immerhin 249 Euro. Da die beiden Tablets mit einem etwas kleineren Display (7 Zoll) kommen, kann hier Apple einen höheren Preis mit dem größeren Display rechtfertigen. Die niedrigen Preise des Kindle Fire HD sind durch Subventionen der Hersteller gedeckt, zumindest hat Amazons Chef Jeff Bezos bei der Vorstellung von Fire HD erwähnt, dass sein Tablet als Zugang zu den digitalen Angeboten des Versandhauses dient. 
Betrachtet man die aktuelle Produkt-Reihe von Apple, sind die kolportierten Preise von 200 bis 300 Euro extrem niedrig geschätzt – das neue Gerät käme gerade in die Preisklasse des neuen iPod Touch, der mit 32 GB Speicher 319 Euro kostet. Für das iPad-Einstiegsmodell muss man aktuell 399 Euro berappen, soviel kostet das iPad 2 mit 16 GB Speicherplatz (ohne 3G/LTE).  Wahrscheinlicher ist es, dass sich der Preis irgendwo zwischen 330 und 350 Euro bewegt und Apple das Modell als iPad „Light“ vermarkten wird.

Neue Einsatzgebiete für das iPad Mini

Mittlerweile ist das iPad fest im Profi-Bereich angekommen, so kann das neue Modell im Gegensatz dazu als ein Lifestyle-Entertainment-Gerät für das eigene Wohnzimmer positioniert werden. Mit den neuen Maßen und einem geringeren Gewicht kommen neue Nutzer-Gruppen in Frage. Nicht nur fürs Couchsurfen kann das iPad Mini gut sein. Es ist durchaus vorstellbar, dass Apple mit dem kleineren Tablet seine Bildungsinitiative ausweitet. Am 19. Januar diesen Jahres hatte der Konzern zu einer Veranstaltung nach New York eingeladen. Es wurden ausnahmsweise keine neuen Betriebssysteme oder Hardware vorgestellt, sondern es ging um die Bildungsinitiativen in der Schule und an der Uni. Eine neue App oder genauer gesagt ein Kursprogramm für Studenten, iTunes U, wurde vorgestellt, dazu kam das neue Software iBooks Authors, womit man die interaktiven Unterrichtsmaterialien für das iPad erstellen kann. Seitdem ist um iBooks Author und iTunes U ruhig geworden. Doch es ist durchaus denkbar, dass mit einem neuen, billigeren Gerät die Bildungsinitiative von Apple Aufwind bekommt. So betreibt Apple seit mehreren Jahren das Schul- und Uni-Programm „Apple Distinguisched Educators (ADE)“, das kreative Lehrkräfte unterstützt. Im Programm ist das iPad ein fester Bestandteil des Unterrichts. In der österreichischen Hauptschule Jennersdorf hat das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur die erste iPad-Klasse Österreichs unterstützt. Daneben bietet Apple eine hauseigene Finanzierung für den Kauf von Hardware und Software für Studenten und Bildungsanstalten.

An dieser Stelle mag der Einsatzbereich etwas überraschend klingen, aber seit geraumer Zeit kommen hin und wieder Meldungen aus der Luftfahrtbranche über den verstärkten Einsatz von Apples Tablets. Noch ersetzt das iPad keinen Auto-Piloten, dies wäre in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen mit der Karten-App etwas abenteuerlich, vielmehr dient das iPad als Ersatz für Flugpläne und Handbücher. Dabei belaufen sich die Ersparnisse bei der Fluggesellschaft American Airlines pro Jahr auf 1,2 Millionen Euro. Mit dem neuen Modell, das noch leichter und preiswerter ist, können die Fluggesellschaften noch mehr Treibstoffkosten einsparen.
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