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Internet Explorer 8 Beta 2 ist da

28.08.2008 | 10:46 Uhr |

Microsoft hat die zweite Beta vom Internet Explorer 8 veröffentlicht. Die neue Vorabversion steht auch in deutscher Sprache zum Download bereit. Wir stellen Ihnen alle neuen Funktionen vor, die Microsoft in der neuen Beta integriert hat. Und da hat sich wirklich einiges getan!

Testfreudige Anwender dürfen ab sofort den Internet Explorer 8 Beta 2 testen. Im Gegensatz zur Beta 1 vom April richtet sich die neue Vorabversion nicht nur an Entwickler, sondern auch interessierte Endanwender.

Zu den neuen Funktionen in der Beta 2 gehört "InPrivate Browsing" (auch "Porno-Modus" genannt). Ist diese Funktion aktiviert, dann speichert der Browser beim Surfen keinerlei Daten auf dem lokalen Rechner . Die neue Funktion lässt sich über den Menüpunkt "InPrivate-Browsen" im Menü "Sicherheit" aktivieren. Alternativ wird in den Modus über den Hotkey "Strg+Shift+P" geschaltet. Sowohl in der Statuszeile als auch rechst neben der Adresszeile findet sich ein Hinweis, wenn der Modus aktiviert ist.

Wenn man im "InPrivate"-Modus surft und am Ende den Browser schließt, werden alle während der Zeit angefallenen Informationen gelöscht. Dazu zählen alle Cookies, temporären Internet-Dateien, der Verlauf und auch die in Formularen eingegebenen Daten wie Usernamen und Passwörter.

Technisch gesehen öffnet sich bei der Aktivierung der Sicherheitsfunktion eine neue Instanz des Browsers, die unabhängig von der Instanz läuft, in der "InPrivate" nicht aktiviert ist. Microsoft nennt als Beispiel für die Nutzung dieser Funktion den Fall, dass man auf einem fremden Computer seinen Web-basierten Mail-Dienst nutzen möchte oder in einem Online-Shop für seine Partnerin oder seinen Partner ein Geschenk erwerben will. Da wäre es natürlich nicht gut, wenn der zu Beschenkende dies beim Zugriff auf den gemeinsam genutzten PC herausfinden könnte. Unter Sicherheitsexperten wird die Browser-Funktion aber auch als "Porno-Modus" bezeichnet, weil durch diese Funktion auch verhindert wird, dass Dritte mitkriegen, wie man auf Porno-Seiten gesurft ist. Ungeachtet dessen ist die neue Funktion aber überaus praktisch und hat ihren Sinn.

Wenn man im "InPrivate"-Modus surft, hat man zusätzlich den Zugriff auf die Funktion "InPrivate-Blockierung" (im Menü "Sicherheit"). Microsoft erklärt die Funktion so: "Die InPrivate-Blockierung verhindert, dass die von Ihnen besuchten Websites automatisch Details über Ihren Besuch mit anderen Websites teilen." Das ist in der Tat üblich und der Austausch dieser Informationen erfolgt auch bei abgeschalteten Cookies. Die Blockierung kann wahlweise automatisch erfolgen oder der Anwender gibt manuell Websites ein, bei denen die Blockierung erfolgen soll.

Die Funktion "InPrivate-Blockierung" ist überaus sinnvoll. Unklar ist, wieso man diese Funktion nur dann nutzen darf, wenn man im "InPrivate"-Modus surft. Seitens Microsoft ist allerdings zu hören, dass derzeit überlegt wird, diese Einschränkung aufzuheben. Damit könnte es sein, dass in der finalen Version die Nutzung der Sicherheitsfunktion auch außerhalb des "InPrivate"-Modus möglich wird.

Weitere Verbesserung im Bereich Sicherheit

Im Vergleich zum Internet Explorer 7 hat Microsoft in der Version 8 auch den Antiphishing-Filter verbessert und nennt diesen nunmehr "SmartScreen"-Filter. Diese Funktion blockiert nicht nur automatisch bekannte Phishing-Seiten, sondern hindert auch den Anwender daran, Websites zu besuchen, die schädlichen Code verbreiten. Außerdem soll der Browser nunmehr in der Lage sein, die am häufigsten genutzten Cross-Site-Scripting-Attacken abzuwehren.

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