Aktuelle Ebook-Reader im Überblick ©Amazon
In den USA sind Ebook-Reader längst etabliert, jetzt sind die Lesegeräte auch hierzulande günstiger geworden. PC-Welt zeigt die aktuellen Modelle und erläutert die Unterschiede.
Der Kindle, so heißt der eigene Ebook-Reader bei Amazon, war das am meisten verkaufte Produkt überhaupt, das deutsche Kunden beim amerikanischen Online-Händler in der vergangenen Weihnachtszeit bestellt haben – vor allen Buch-Bestsellern, Spielen und anderen Elektronikartikeln. Die Nachfrage nach Lesegeräten für elektronische Bücher ist also auch in Deutschland stark gestiegen.
Große Unterschiede bei den Lesegeräten
Dabei ist Amazon nur einer von mehr als zehn Anbietern, die mit ihren Readern um Käufer buhlen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten aber sind riesig: Das beginnt bei der Art des Displays, berührt den wichtigen Aspekt der elektronischen Buchformate und reicht bis zur Bedienung per Touchscreen, Tastatur oder Funktionstasten. Das günstigste aktuelle Modell bieten die Buchhändler Hugendubel und Weltbild für knapp 60 Euro an. Dafür bekommt man mit dem Ebook-Reader 3.0 von Trekstor ein Gerät mit traditionellem LCD-Display, dem allerdings schon nach weniger als vier Stunden der Saft ausgeht – ein komplettes Buch schafft man in dieser Zeit kaum.
Deutlich länger halten die Lesegeräte mit einem Bildschirm auf der Basis elektronischer Tinte. Diese Reader benötigen nur beim Umblättern Strom, der eingebaute Akku reicht für 5.000 bis 20.000 Seitenwechsel. Selbst einen mehrwöchigen Urlaub übersteht das Gerät also ohne Nachladen. Ein weiterer Vorteil dieser Displays ist, dass sie kaum spiegeln und selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar sind. Neben den Kindle-Modellen von Amazon zählt auch der neue Sony-Reader PRS-T1 zu dieser Produktklasse, die Preise liegen zwischen 99 und 150 Euro.
Touchscreen, Tastatur oder Funktionstasten?
Ein weiteres Kriterium stellt die Bedienung dar: Manche Geräte lassen sich per Touchscreen steuern, andere verfügen über eine mechanische Tastatur, wieder andere nur über Funktionstasten. Die Tastatur erleichtert beispielsweise Suche und Kauf der Ebooks im geräteinternen Web-Shop. Ansonsten ist die Bedienweise vor allem eine Frage der Gewöhnung. Die Tabelle am Schluss dieses Artikels listet die wichtigsten aktuellen Readermodelle mitsamt Preisen und Funktionen auf. Mit Ausnahme des Italica Zine HD verfügen alle Geräte über ein 6 oder 7 Zoll großes Display.
Wichtig ist zudem das elektronische Buchformat: Während praktisch alle anderen Gerätehersteller und die deutschen Ebook-Händler auf den offenen Epub-Standard setzen, kann der Kindle nur das Amazon-eigene Format lesen. Wer also einen Kindle kauft, kann Ebooks nur bei Amazon kaufen, Besitzer anderer Modelle können den Buchshop frei wählen. Schließlich unterscheiden sich die Reader in der Art und Weise, wie die Inhalte aufs Gerät: kommen. Einige Modelle sind per USB-Kabel an den Rechner anzuschließen, einige haben WLAN integriert und manche erlauben den Bücherkauf direkt auf dem Gerät – also ganz bequem ohne die Übertragung vom Computer.
Aktuelle Ebook-Reader im Vergleich:
| Ebook-Reader |
Preis (ca.) |
Displaygröße, -typ und -auflösung |
Bedienung über |
Shop-Anbindung für E-Books |
| Amazon Kinde Keyboard (3) |
119 Euro |
6 Zoll, elektr. Tinte (E-Ink), 800 x 600 Pixel |
Funktionstasten, Tastatur |
Auf dem Reader (WLAN), auch als Modell "3G" mit Mobilfunktionopton für 159 Euro erhältlich |
| Amazon Kinde 4 |
99 Euro |
6 Zoll, elektr. Tinte (E-Ink), 800 x 600 Pixel |
Funktionstasten |
Auf dem Reader (WLAN) |
| Archos 70b eReader |
95 Euro |
7 Zoll, Farb-LCD, 800 x 480 Pixel |
Funktionstasten, Touchscreen |
Über den Computer |
| Icarus Reader Go E600 |
125 Euro |
6 Zoll, elektr. Tinte (E-Ink), 800 x 600 Pixel |
Funktionstasten |
Über den Computer |
| Iriver Cover Story HD Wifi |
140 Euro |
6 Zoll, elektr. Tinte (E-Ink), 1024 x 768 Pixel |
Funktionstasten, Tastatur |
Auf dem Reader (WLAN) |
| Italica Paperback 2 |
100 Euro |
6 Zoll, elektr. Tinte (E-Ink), 800 x 600 Pixel |
Funktionstasten |
Auf dem Reader (WLAN) |
| Italica Zine HD |
140 Euro |
8,4 Zoll, Farb-LCD, 800 x 480 Pixel |
Funktionstasten, Touchscreen |
Keine Angabe |
| Kobo Touch Edition |
130 Euro |
6 Zoll, elektr. Tinte (E-Ink), 800 x 600 Pixel |
Funktionstasten, Touchscreen |
Auf dem Reader (WLAN) |
| Pocketbook Pro 611 |
130 Euro |
6 Zoll, elektr. Tinte (E-Ink), 800 x 600 Pixel |
Funktionstasten |
Auf dem Reader (WLAN) |
| Prestigio PER 5162 |
150 Euro |
6 Zoll, elektr. Tinte (E-Ink), 800 x 600 Pixel |
Funktionstasten, Tastatur |
Auf dem Reader (WLAN) |
| Sony PRS-T1 |
145 Euro |
6 Zoll, elektr. Tinte (E-Ink), 800 x 600 Pixel |
Funktionstasten, Touchscreen |
Auf dem Reader (WLAN) |
| Thalia OYO II |
119 Euro |
6 Zoll, elektr. Tinte (Sipix), 800 x 600 Pixel |
Funktionstasten, Touchscreen |
Auf dem Reader (WLAN), auch als Modell "3G" mit Mobilfunktionopton für 139 Euro erhältich |
| Trekstor Liro Color |
99 Euro |
7 Zoll, Farb-LCD, 800 x 480 Pixel |
Funktionstasten, Touchscreen |
Auf dem Reader (WLAN) |
| Trekstor Ebook-Reader 3.0 |
59 Euro |
7 Zoll, Farb-LCD, 800 x 480 Pixel |
Funktionstasten |
Über den Computer |
11.01.12
Wieder einmal hat die PCWelt-Redaktion fehlerhaft recherchiert, Amazon's Kindle kann mehr:
Unterstützte Formate - Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte MOBI, PRC nativ; HTML, DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, BMP nach Konvertierung.
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11.01.12
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11.01.12
dann fährt man halt ein Geschütz dagegen auf > [I]Calibre[/I]
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12.01.12
Calibre als Geschütz zu bezeichnen, trifft den Nagel auf den Kopf. Habe selten so ein sperriges und wenig intuitiv zu bedienendes Programm erlebt. Nee, nee, vielen Dank!
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12.01.12
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13.01.12
Hallo, natürlich kann der Kindle all die o.g. Formate lesen - doch darum geht es doch nicht. Schließlich wollen nur die wenigsten Kindle-Besitzer Bilder auf dem Gerät in Schwarz-Weiß anschauen oder Word-Dokumente darauf lesen. Aber der Kindle unterstützt eben nicht das epub-Format mit Adobe-DRM, in dem die weitaus meisten Ebooks in Deutschland eben verkauft werden. Das funktioniert eben nur mit Tools, die den Kopierschutz entfernen.
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15.01.12
Für den Kindle gibt es bei Amazon so viele kostenlos Bücher, die man auch erst mal lesen muss.
Der Einkauf und die Übertragung per WLAN sind problemlos, sowie auch die Verwaltung über "myKindle".
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15.01.12
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18.01.12
Übrigens: Die kostenlosen Kindle-Bücher sind häufig grauenhaft formatiert - mit unzähligen Rechtschreibfehlern. Schau dir beispielsweise mal die Karl-May Bücher an.
Wenn du auf die Zukunft setzen möchtest, hol dir den aktuellen Kobo-Reader. Etwa gleichwertig, etwas teurer mit zusätzlicher audio-Unterstützung den Sony PRS T1. Ich selbst besitze 2x den Sony PRS 650.
Dann möchte ich noch etwas in Richtung Calibre sagen: Ja, man muss sich mal damit beschäftigen. Es ist aber ein geniales Tool zum Verwandeln, Bearbeiten und Umformatieren von Büchern. Weitaus mächtiger als die meiste Software, die von den Reader-Herstellern angeboten wird.
Nebenbei sei auch noch der Editor Sigil genannt.
Zuletzt sei noch in Sachen "DRM-Schutz" gesagt, dass man diesen auch relativ leicht umgehen kann. Dazu hab ich erst kürzlich eine Anleitung in meinem Blog geschrieben. Es ist eine gewisse Grauzone, gekaufte Bücher von ihren Fesseln zu befreien um diese hinterher ordnungsgemäß formatieren zu können. In diesem Fall hätte ich kein besonders schlechtes Gewissen. Das trifft aber nicht auf Raubkopien bzw. das illegale Kopieren von Büchern zu. Manchmal ist es schon eine Frechheit, wie man bevormundet wird und ich hoffe, dass die Industrie auf die Nutzer eingeht und bald nachzieht, wie es auch bei Audio-CDs geschehen ist.
Bis dahin müssen aber die Kindle-Besitzer ihre Bücher zwingend bei Amazon kaufen. Aktuelle Titel anderer Verlage (epub) sind in aller Regel gesperrt, als tabu für den Kindle.
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19.01.12
Viele Grüsse an meinen Modkollegen in der Newstube!
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19.01.12
ich sprach niemals vom illegalen Kopieren - im Gegenteil: hab mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass es ausschließlich für private Zwecke und für erworbene Bücher gilt. Ich würde mich auch hüten, derartige Bücher weiterzugeben.
Doch ich sehe einfach nicht ein, dass mir Verlage vorschreiben, auf welchen Geräten ich zu lesen habe, ob ich denn noch Schriftgröße 11 oder 12 mag, Block- oder Flattersatz, usw.. Es gibt auch Bücher, die erst nach dem Formatieren ordentlich zu lesen sind. ;-)
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14.05.12
Hi,
ist es möglich, gekaufte Bücher (legal) auf 2 Readern zu haben? 1. braucht ein Ehepaar 2 Reader und 2. wäre es doof, Bücher mehrmals kaufen zu müssen.
Geht das bei Amazon (Kindle) oder bei anderen (k.A., so wie max. 3x kopieren)?
Gruß
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14.05.12
Ein Ebook lässt sich auf zwei Kindle-Geräten lesen, wenn diese auf den gleichen Amazon-Benutzernamen laufen. Eine Weitergabe oder eine Verleihfunktion (wie in den USA) auf einen Kindle mit anderem Konto gibt es in Deutschland noch nicht.
mfG
Peter Stelzel-Morawietz
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14.05.12
Wieder ein Grund mehr sich so ein Teil nicht zuzulegen.
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14.05.12
Im Übrigen ist es mit gekauften gedruckten Büchern auch nicht anders: 1 Buch gekauft - nur einer kann es gleichzeitig lesen.
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14.05.12
Aber irgendwann bin ich fertig mit Lesen, dann kann ich es verschenken.
Und: Der Beschenkte muss sich nicht erst noch Hardware anschaffen. ;)
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14.05.12
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14.05.12
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14.05.12
OK,
danke, das wollte ich wissen. Gleichzeitig ist nicht unbedingt notwendig - wie beim echten Buch eben auch.
Gruß
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14.05.12
Es ist durchaus möglich, ein Buch auf mehreren Endgeräten zu haben, die mit der gleichen Adobe-ID angemeldet sind - das wäre in Bezug auf deine Anfrage (Ehepaar) also problemlos möglich. Wenn das Buch aber an Freunde ausgeliehen werden soll, ist das ohne weiteres nicht möglich (weil die Freunde auf ihren Endgeräten in aller Regel eine andere ID haben werden).
Es wird sehr kontrovers diskutiert, wie das Entfernen des DRM von Ebooks zu bewerten ist. Moralisch muss man da auch Unterschiede machen 8zu welchem Zweck das geschieht). Strafbar ist es jedenfalls nicht, aber zivilrechtlich nicht erlaubt: da drohen hohe Schadensersatzansprüche.
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