1970318

Aktiver CPU-Lüfter für den Raspberry Pi

17.07.2014 | 10:00 Uhr |

Der Raspberry Pi ist ein geeigneter Computer für viele Projekte. Aber er läuft schnell Gefahr, zu überhitzen. Ein aktiver CPU-Lüfter kann da hilfreich sein.

Werner Ziegelwanger, technisch vielseitig interessiert, hat zunächst den Bachelor als Medientechniker und den Master in Game Engineering und Simulation gemacht und dann als selbstständiger Programmierer gearbeitet. 2012 hat er eine EDV-Firma gegründet mit Schwerpunkt auf Programmierung für Internetanwendungen. In seiner Freizeit pflegt er einen Blog – und da er selber viele Informationen aus dem Internet holt, teilt er sein Wissen auch gern mit anderen. Hier stellt er einen aktiven CPU-Lüfter für den Raspberry Pi vor.

Der Raspberry Pi, ursprünglich für Ausbildungszwecke entwickelt, wird mittlerweile auch im kommerziellen Bereich eingesetzt und ist für viele Projekten ein geeignetes Hilfsmittel.

Da die CPU standardmäßig auf 700 MHz getaktet ist, empfiehlt es sich gerade für performance-kritische Prozesse, den Takt auf bis zu 1000 MHz zu erhöhen. Der Pi hat aber keine aktive Kühlung, deshalb besteht schnell die Gefahr, dass es zu einem hitzebedingten Defekt kommt.

Man sollte daher für eine bessere Kühlung sorgen. Viele Shops bieten passende passive Kühlelemente für den Pi an. Das reicht zwar häufig aus - ideal wäre aber eine aktive Kühlung wie in einem PC üblich.

Die Firma Speedpower hat für diesen Zweck den kleinsten aktiven Kühler gebaut. Mit seiner Größe passt er perfekt auf die CPU. Er wurde zwar nicht speziell für den Raspberry Pi entwickelt, doch eignet er sich sehr gut, um den Pi vor Hitzeschäden zu schützen.

 

Der Einbau des Lüfters

Der CPU-Lüfter hat drei Kabel, schwarz, rot und weiß, die in einem Stecker münden. Man kann ihn jedoch am Raspberry Pi nirgends anstecken. Aber kein Problem, mit wenigen Handgriffen erhält der Lüfter auch beim Pi Strom. Man muss nur den weißen Stecker abschneiden, die Isolation beim roten und schwarzen Draht am Ende entfernen und am Board montieren.

Anschlussstellen für die Kabel
Vergrößern Anschlussstellen für die Kabel
© Werner Ziegelwanger

 

Das schwarze und rote Kabel sind wie im Bild zu sehen anzuschließen. Das kann man provisorisch mit einem Klebestreifen probieren. Besser und vor allem effektiver ist es, diese anzulöten. Man sollte allerdings etwas Erfahrung im Löten haben, damit man mit dem Lötkolben keine anderen Teile der Platine beschädigt.

Eine alternative Anschlussmöglichkeit ist der GPIO Port. Mit Hilfe eines Verlängerungskabels schließt man das rote Kabel an den Port 4 (+5 V) und das schwarze Kabel an Port 6 (GND) an.

Den Kühler selber kann man sehr einfach mit Klebstoff an das CPU-Modul ankleben.

Der Betrieb

Sobald der Lüfter korrekt angeschlossen ist und der Raspberry Pi am Strom hängt, läuft der Lüfter. Der CPU-Lüfter ist sehr leise, man kann das Summen nur sehr schwach hören und im Gehäuse gar nicht mehr.

Aktiver CPU-Lüfter für Raspberry Pi
Vergrößern Aktiver CPU-Lüfter für Raspberry Pi
© Werner Ziegelwanger

Auch im Dauerbetrieb von 24 Stunden täglich läuft der Lüfter stabil und kühlt den Prozessor auch bei starker Auslastung auf eine akzeptable Temperatur.

Fazit zum Lüftereinbau

Der Lüfter ist eine gute Möglichkeit, den übertakteten Raspberry Pi auf eine gesunde Betriebstemperatur zu kühlen. Im Gegensatz zu passiven Kühlelementen ist der aktive Kühler um einiges effizienter. Wer also kritische Berechnungen durchführt und der Raspberry Pi schon mit einer erhöhten Temperatur läuft, der ist mit diesem Lüfter auf der sicheren Seite.  

 

Hinweis für alle Bastler:

Wenn auch Sie ein kreatives Projekt entwickelt haben, schreiben Sie uns. Wir würden Ihre Konstruktionen, nützlich oder einfach nur schräg, gern im neuen PC-WELT-Hacks-Bereich auf www.pcwelt.de vorstellen. Schreiben Sie an Birgit Götz - bgoetz@pcwelt.de.

0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Hacks - Technik zum Selbermachen?

Raspberry Pi erfreut sich gerade unter Bastlern einer großen Beliebtheit. Kein Wunder, denn mit der 35-Euro-Platine lassen sich viele spannende Projekte realisieren. Vom Mediacenter, Netzwerkspeicher, Fotomaschine bis hin zum Überwachungssystem ist alles möglich. Dieser Bereich ist aber nicht nur dem Raspberry Pi gewidmet, sondern bietet auch viele Tipps, Tricks und Anleitungen für andere spannende Bastelprojekte.

1970318