29.08.2008, 08:35

Michael Thieroff

Akkulaufzeit

Unterwegs energieeffizient arbeiten

Unterwegs noch schnell eine E-Mail abholen oder einen Termin nachschauen: Mit einem Notebook ist das kein Problem. Ist der Akku leer, nutzt auch das beste Notebook nichts mehr. Dann ist guter Rat meist teuer. Damit es nicht so weit kommt und der Akku länger hält, lohnt es sich, ein paar Tipps zu beachten.
Arbeiten unterwegs hat schon etwas. Egal, ob am Baggersee oder in der Bahn, einfach das Notebook auf und los. So lässt sich auch während der Arbeitszeit schnell einmal hitzefrei nehmen. Doch lang dauert die Auszeit unterwegs meist nicht. Schon nach mehr oder weniger kurzer Zeit ist der Akku leer und damit auch die Büropause zu Ende. Mit nur wenigen Kniffen lässt sich die Akkulaufzeit jedoch verlängern. Welche Tricks das sind, erfahren Sie hier.
Die Weichen für langes Arbeiten unterwegs werden bereits beim Kauf gestellt. Wird das Notebook etwa als Desktop-Ersatz, das heißt mit einem starken Prozessor und einer Gamer-Grafikkarte, angeschafft, sollte es auch auf dem Schreibtisch stehen bleiben. Wer mit seinem Notebook hauptsächlich unterwegs arbeiten möchte, sollte sich ein „schlankes“ Gerät mit nicht allzuviel Schnickschnack kaufen. So reicht etwa einem Handelsvertreter, der unterwegs seine Mails checken und hin und wieder mit Office arbeiten muss, in der Regel ein Notebook mit einem normalen Prozessor. Eine Vierfach-Kern-CPU (Quad-Core) und eine High-End-Grafikkarte wären sicher überdimensioniert. Ein Pressefotograf, der seine Bilder unterwegs bearbeiten und verschicken möchte, sollte dagegen ein schnelles Gerät anschaffen, allerdings auch gleich den einen oder anderen Ersatz-Akku im Gepäck haben.
Die Ausstattung der Notebooks bestimmt den Energieverbrauch
Kerstin Hausmann, Pressesprecherin der Deutschen Energie-Agentur (dena) sagt: „Die technische Ausstattung eines Rechners wirkt sich entscheidend auf seinen Stromverbrauch aus. Je nachdem, welche Komponenten eingebaut sind, können Desktop-PCs eine Leistungsaufnahme von bis zu 300 Watt erreichen, durchschnittlich ausgestattete stromeffiziente Rechner hingegen nur etwa ein Viertel davon. Mehr Leistung bedeutet immer auch mehr Verbrauch – und damit höhere Kosten“. Im Stand-by-Modus liegt der Verbrauch bei etwa der Hälfte.
Achten Sie beim Kauf eines Notebooks auch darauf, dass ein Mobile-Prozessor eingebaut ist. Solche Prozessoren schalten im mobilen Betrieb einen Gang zurück. Das bedeutet zwar eine niedrigere Arbeitsgeschwindigkeit, allerdings wird dadurch auch Strom gespart. Steckt man das Gerät wieder am Stromnetz an, arbeitet der Prozessor mit voller Kraft.
Einfache Tipps
Für energieeffizientes Arbeiten unterwegs sollte man erst einmal die einfachsten Tipps beachten. Prinzipiell gilt: Schalten Sie das Gerät immer aus, wenn Sie es längere Zeit nicht brauchen. Als längere Zeit gelten schon zehn Minuten. Arbeiten Sie unterwegs, sollten Sie sich immer im Klaren sein, dass Sie nur ein begrenztes Strombudget dabei haben. Wenn es also möglich ist ein paar Gedanken zu Papier zu bringen, etwa mit Zettel und Stift ein paar Notizen zu machen, sollten Sie das tun. Wer lange vor dem Rechner sitzt und nachdenkt, verliert Akku-Kapazität.
Display nicht zu hell
Reduzieren Sie die Bildschirmhelligkeit. Natürlich sollten Sie dabei noch angenehm arbeiten können. Wenn das Notebook nicht gerade im Biergarten genutzt wird, kann man die Helligkeit getrost um ein paar Candela pro Quadratmeter herunter schalten. Das spart jede Menge Strom. Je nach Gerät ist es bei weniger Helligkeit möglich, gut und gerne bis zu zehn Watt Leistungsaufnahme zu sparen
Interne Maus benutzen
Notebooks sind mit einem Touchpad, das als Mausersatz dient, ausgestattet. Wer seinen Laptop unterwegs nutzt, sollte auch auf dieses Pad zurückgreifen. Eine richtige Maus ist ein externes Gerät und verbraucht Strom. Also lieber darauf verzichten und das Touchpad benutzen.
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