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Rechnerverwaltung mit Microsoft System Center

02.12.2008 | 10:01 Uhr |

Mittlerweile stehen vier Produkte im System Center bereit, mit denen die Installation und Administration von Clients und Servern per Fernzugriff klappt. Microsoft hat einige Neuigkeiten zu bieten und wird demnächst weitere Tools integrieren.

Das System Center von Microsoft hat eine ganze Reihe von Transformationen und Erweiterungen erfahren, um da anzukommen, wo es heute steht. Seine Urform war der "System Management Server" von 1993, der zum "System Center Configuration Manager" ausgebaut wurde. Dazu kam zehn Jahre später der "Operations Manager" und zuletzt der "Data Protection Manager" und der "Virtual Machine Manager" hinzu. Der Redmonder Softwarekonzern will das System 2009 mit den "System Center Service Manager" komplettieren. Wohin Microsoft mit den bisher verfügbaren Komponenten gehen will, haben die Entwickler kürzlich auf dem Systemmanagement-Summit verraten.

Configuration Manager

Mit dem Ursprungsprodukt System Management Server haben Unternehmen hauptsächlich ihre Arbeitsplatz-Rechner verwaltet. Dazu kamen noch Inventarisierungsmöglichkeiten für die Hard- und Software und Tools zur Software-Verteilung und Remote-Wartung. Der Nachteil dieses Servers: Er konnte nur Windows-Clients verwalten. Zumindest einen Teil dieser Einschränkung hat Microsoft nun im Configuration Manager aufgehoben. Weiterhin ist das System auf Windows-Zielsysteme beschränkt, kann inzwischen aber auch Server administrieren, die auf der Grundlage von Windows arbeiten.

Die AMT-Integration in den Configuration Manager ermöglicht den Zugriff auf die Hardwaredaten wie etwa das Bios des Rechners.
Vergrößern Die AMT-Integration in den Configuration Manager ermöglicht den Zugriff auf die Hardwaredaten wie etwa das Bios des Rechners.
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Die Möglichkeiten zur Software-Verteilung und Bereitstellung von Anwendungen sind nun deutlich größer geworden. Der Roll-out von Betriebssystemen klappt schneller und einfacher und schließt endlich auch Server-Betriebssysteme ein. Die Tools für die Applikationsvirtualisierung des aufgekauften Herstellers Softgrid stecken jetzt direkt im Configuration Manager. Der Configuration Manager macht beim Roll-out keinen Unterschied mehr zwischen lokal installierten und virtualisierten Anwendungen.

Konfigurationsänderungen und BIOS-Tweaks können zentral aus dem Configuration Manager über Intels vPro/AMT (Active Management Technology) erledigt werden. Das war zuvor nur mit KVM-Tools möglich. Per AMT lässt sich der Rechner per Fernsteuerung starten und per BIOS-Zugriff auch das Bootmedium umstellen, beispielsweise auf ein Netzwerk-Share. So lässt sich der komplette Einrichtungsprozess eines PCs oder Servers vom Einrichten der Festplatten hin zum Betriebssystem-Roll-out komplett fernsteuern.

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