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Online-Betrug mit Internet-Domains

01.03.2009 | 10:13 Uhr |

Online-Betrügereien sind nicht nur auf Phishing oder Online-Banking begrenzt, auch Inhaber von Internet-Domains laufen Gefahr, auf Schwindler herein zu fallen, bares Geld und im schlimmsten Fall gar die Domain zu verlieren. Dabei haben sich drei Betrugsmethoden herauskristallisiert, die am häufigsten eingesetzt werden.

Das Unternehmen Sedo , eigenen Angaben zufolge die weltweit größte Handelsplattform für Internet-Domains, warnt Besitzer einer Internet-Adresse vor drei verbreiteten Betrugsmethoden, die bis zum Verlust der eigenen Domain führen können. Dabei lassen Sie aber die Betrüger mit ein bisschen Vorsicht schnell ins Leere laufen.

Methode Nummer 1: Gutachten-Betrug

Laut Sedo erhalten Domain-Inhaber in den letzten Monaten immer häufiger Mails mit Kaufanfragen für ihre Domain. Der angebliche Käufer fordert dabei unter dem Vorwand "eine preisliche Verhandlungsbasis zu benötigen", so Sedo, den Inhaber der Domain auf, zunächst ein Gutachten über die gewünschte Site erstellen zu lassen. Praktischerweise liefert der "Käufer" in seiner Mail gleich eine Liste mit diversen Gutachteranbietern mit.

Domain-Inhaber, die sich dann für die Erstellung eines kostenpflichtigen Gutachtens entscheiden, merken laut Sedo schnell, dass an der Sache etwas faul sein muss, denn der "Käufer" meldet sich schlicht nicht mehr. Hier liegt laut Sedo der Verdacht nahe, dass der "Interessent" und der Gutachtenanbieter unter einer Decke stecken und es ihnen nur darauf ankommt, Käufer für die in der Regel nicht gerade günstigen Gutachten zu finden.

Betrügerische Mails, die sich dieser Methode bedienen, sehen laut Sedo meist wie folgt aus:

(…) EURO 3000,- sind für mich durchaus vorstellbar. Ich habe jedoch noch eine Frage:Haben Sie ein Domain-Bewertungszertifikat?Domains sind ein gutes Investment für mich. (…) Deswegen benötige ich eine gewisseGrundabsicherung, welchen Marktwert diese Domain hat. Dafür benötige ich ein solchesDomain-Bewertungszertifikat.(…)Ich werde nur Zertifikate akzeptieren, denen ich vertrauen kann.Um Fehler zu vermeiden, habe ich in einem Internet-Forum Experten um Rat gefragt,welchen Bewertungsfirmen man trauen kann.(…)Dort ist zu erkennen dass (Gutachtenanbieter 1) ein kompetenter und einigermaßengünstiger Bewerter ist. (Gutachtenanbieter 2) scheint auch zuverlässig zu sein, jedochkostet eine Bewertung dort 200$/Stunde.(…)Nachdem ich das Zertifikat von Ihnen erhalten habe, können wir über den Kaufabschließend verhandeln.(…)

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Domain-Inhaber auf Kaufanfragen umsichtig und vorsichtig reagieren. Sollte ein Interessent ein Gutachten verlangen, könnte diesem vorgeschlagen werden, die Kosten dafür selbst zu übernehmen, diese könnten dann bei einem erfolgreichen Verkauf vom Kaufpreis wieder abgezogen werden. Geht ein Interessent nicht auf ein solches Angebot ein, sollte von weiteren Verhandlungen abgesehen werden.

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