Hat Ihnen der arrogante Typ aus dem Golfclub die Freundin ausgespannt oder einen fetten Auftrag weggeschnappt? Warum auch immer Sie einen Groll gegen jemanden hegen, Sie verspüren möglicherweise den Drang, sich zu rächen. Was liegt naher, als ihm absichtlich per E-Mail ein paar schädliche und gefährliche Computerviren unterzujubeln? Das ist eine schlechte Idee: Sie machen sich mit einer solchen Aktion strafbar. Provider finden schnell heraus, von wo solche Schädlinge verschickt werden. Zudem sind die Provider gezwungen, solche Informationen herauszugeben, wenn ein Untersuchungsrichter sie dazu auffordert.
Und schließlich schaden Sie mit Ihrem Tun nicht nur der Zielperson: Computerviren bleiben nicht auf einen PC beschränkt, sondern verbreiten sich von dort aus weiter. Sie brachten also auch die Systeme anderer Benutzer in Gefahr, die Ihnen gar nichts getan haben.
SICHTBARE EMPFÄNGERADRESSEN
Sie haben eine tolle Nachricht zu verbreiten, sei es die Einladung zu einer großen Party oder einen geschäftlichen Newsletter. Sie schreiben die Mail und fugen alle fünfzig Empfängeradressen ins Feld "An" oder "CC" ein. So wird jeder Empfänger sehen, wer die Mail sonst noch bekommen hat.
Damit stoßen Sie auf wenig Gegenliebe: Nicht jeder Empfänger ist davon begeistert, dass nun so viele andere Personen seine Mail-Adresse kennen. Zweitens sehen die Mails mit so vielen Empfängeradressen in manchen Mailprogrammen ziemlich übel aus. Und drittens leisten Sie damit sogar Computerviren Vorschub: Viele Schädlinge durchsuchen nicht nur das Adressbuch, sondern auch die Mails nach möglichen Empfängern. Hatte sich nur einer dieser Empfänger vorher einen Wurm eingefangen, wurde sich der Wurm nun an alle anderen weiterverbreiten.
Bei Mails an viele Personen setzen Sie stattdessen besser Ihre eigene Adresse ins Feld "An" und alle anderen ins BCC (Blind Carbon Copy, Blindkopie). Sollten Sie das BCC-Feld in Ihrem Mailprogramm vermissen, ist es vermutlich nur ausgeblendet. Über Ansicht/BCC-Feld kommt es wieder zum Vorschein.
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