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Die neuen Tricks der Online-Gangster

07.10.2008 | 08:03 Uhr |

Bedrohung aus dem Netz: Das Internet ist ein Tummelplatz für Verbrecher aller Art. Hier erfahren Sie, mit welchen Tricks die Online-Betrüger arbeiten und wie Sie sich und Ihr Geld schützen.

Verdächtige zeigt der neue Firefox erst gar nicht an.
Vergrößern Verdächtige zeigt der neue Firefox erst gar nicht an.
© 2014

Die Ganoven von heute sitzen seelenruhig am PC oder Notebook – irgendwo in der Welt. Über das Internet bringen sie ihre Opfer per gestohlener Kreditkartendaten um ihr Geld, bitten sie über Abonnements auf fadenscheinigen Websites oder über vermeintliche Virenmeldungen zur Kasse.
Sicher surfen: Mit einigen Vorkehrungen können Sie auch in Zukunft weitgehend sicher ins Web gehen. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie den Browser starten, und welche Tools Ihnen dabei helfen, gute Websites von bösen zu unterscheiden.

Falscher Alarm
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Trick 1: Sicherheits-Tools, die keine sind
Das kann passieren: Beim Surfen poppt ein Fenster auf: „Ihr PC ist möglicherweise mit Viren verseucht. Klicken Sie hier, um die Schädlinge zu entfernen.“ Der Klick leitet Sie auf eine Site weiter, die angeblich Ihren Rechner nach Schädlingen durchsucht – und auch immer welche findet. Danach erhalten Sie eine vermeintlich sichere Antiviren-Software zum kostenlosen Download. Doch die Überraschung kommt nach dem Start: Um das Tool nutzen zu können, müssen Sie erst eine Lizenz erwerben. Die bekannteste Site dieser Machart ist winantivirus . Ähnliches gibt’s mit Antispyware-Tools auf den Seiten mynetprotector und spystriker .

Anders als versprochen handelt es sich nämlich in den uns bekannten Fällen zwar um einen Gratis-Virenscanner, das Beseitigen von Viren ist aber kostenpflichtig. Noch schlimmer: Um tatsächlich Schädlinge zu finden, installiert ein solches Programm oftmals selbst Viren, Trojaner & Co. Selbst wenn das Tool das nicht tut, wird bei Cookies und anderen minder schlimmen Bedrohungen Alarm geschlagen – man will dem Kunden schließlich vermitteln, dass der Kauf der Software unumgänglich ist. Die angebotenen Tools werden, wenn überhaupt, deutlich seltener mit neuen Virensignaturen versorgt als die bekannten Virenscanner.

So schützen Sie sich: Lassen Sie die Finger von Programmen, die Ihnen ungefragt beim Surfen im Netz angeboten werden. Nutzen Sie nur Programme, die Sie kennen oder die Ihnen seriöse Quellen wie die PC-WELT ans Herz legen. Leistungsfähig und kostenlos ist beispielsweise Antivir Personal Free Antivirus . Auch Norton Antivirus 2008 leistet hier hervorragende Dienste. Sie finden es hier bei der PC-WELT als Gratis-Vollversion.

Der richtige Browser: Sie können auch auf Firefox 3 setzen. Das Programm bietet einige wirkungsvolle Schutzmechanismen vor solchen Nepp-Seiten, die es anhand einer Blacklist aus dem Internet identifiziert. In der aktuellen Version wird der Browser Sie in einigen (aber nicht allen!) Fällen gar nicht erst auf solche Sites lassen, sondern bereits vorher darüber informieren, dass es sich um nicht vertrauenswürdige Sites handelt – glauben Sie ihm.

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