187886

ATI Radeon 9700 Pro

19.08.2002 | 11:14 Uhr |

Die Karte absolvierte jeden Test mit Bravour: 12.719 Punkte im 3D-Mark- und etwa 215 Bilder pro Sekunde im Quake-3-Test (beides im Pentium-4-PC mit 2,4 GHz bei 1024 x 768 Bildpunkten und 32 Bit Farbtiefe) - Spieleprofis schlecken sich die Finger nach solchen Rekordzahlen.

schnellste Karte bisher, Qualität und Leistung für Profis - entsprechend teuer. Referenzkarte, deshalb keine Wertung im Rahmen der Top 10

Schon die Spezifikationen des neuen ATI-Chips mit Codenamen RV300, sind vielversprechend. Extra Stromversorgung (die Karte benötigt knapp 50 Watt) und extra Leistung - 8 Rendering-Pipelines und 107 Millionen Transistoren - sowie vollständige Direct-X9-Kompatibilität sind beste Voraussetzungen, um als "Geforce-4-Ti-Killer" durchzugehen. Allerdings beeindrucken auch die Spezifikationen der Matrox Parhelia 512, obwohl sie dann im Leistungstest dem Titanium-Chip von Nvidia unterliegt. ATI macht mit dem Radeon 9700 Pro jedoch wirklich ernst.

Der Test: 15 Prozent schneller als eine Geforce 4 Ti 4600. Die Karte absolvierte jeden Test mit Bravour. 12.719 Punkte im 3D-Mark- und etwa 215 Bilder pro Sekunde im Quake-3-Test (beides im Pentium-4-PC mit 2,4 GHz bei 1024 x 768 Bildpunkten und 32 Bit Farbtiefe) - Spieleprofis schlecken sich die Finger nach solchen Rekordzahlen - 3D-Leistungsnote 1,0.

Zu den guten Ergebnissen trugen auch das extrem schnelle DDR-SDRAM (2,86 Nanosekunden Zugriffszeit) und der hohe Takt von Grafikchip und -Speicher bei. Zur Ausstattung (Note 2,5): Auf der Karte befinden sich 1 VGA-, 1 DVI- und 1 S-Video-Ausgang, es liegen 2 Adapter (1 DVI-VGA, 1 S-Video-Composite) bei.

Die Software-Ausstattung und die Übertaktungsmöglichkeiten überlässt ATI wie bei ihrem Einsteiger-Produkt, dem ATI Radeon 9000 Pro den OEM-Herstellern. Der Treiber bietet dennoch die wichtigsten Elemente zur Leistungsoptimierung; unserem Modell lag kein Referenzhandbuch bei - Handhabungsnote 2,8.

ATI-Karten sind allgemein ob ihrer Bildqualität berühmt. ATI setzt noch eins drauf: Das neue Anti-Aliasing-Verfahren Smoothvision 2.0 braucht erheblich weniger Leistung als bisher für deutlich weichere Bilder. Dabei wird die Karte bei 4-facher Kantenglättung lediglich um etwa 5 Prozent langsamer - die Konkurrenz verliert rund 35 Prozent. Somit übernimmt ATIs neues High-End-Produkt den alleinigen Spitzenplatz.

Der Smartshader 2.0 unterstützt vollständig Direct X9, somit kann die Karte äußerst komplexe Videoberechnungen selbständig in Echtzeit durchführen. Eine weitere Neuigkeit ist die Videoshader-Technik - das ist ein programmierbarer Pixel-Shader für Video-Streams, womit Leistung und Qualität von Videoeffekten verbessert werden.

ATI hat es geschafft: Geforce-4-Ti-Killer - ein eindeutiges Ja.

Ausstattung: ATI Radeon 9700 Pro; 128 MB DDR-SDRAM; Taktraten: Chip 325 MHz, Speicher 620 MHz

Technische Daten: Hersteller / Produkt: ATI Radeon 9700 Pro; Grafikchip: ATI Radeon 9700 Pro; Speicher: 128 MB DDR-SDRAM; RAM-DAC: 400 MHz; Taktraten: Chip: 325 MHz; Speicher: 620 MHz; Max. Auflösung: 2048 x 1536 Bildpunkte; Max. Bildwiederholraten 1024 x 768 (Truecolor): 200 Hz; Max. Bildwiederholraten 1280 x 1024 (Truecolor): 160 Hz; Max. Bildwiederholraten 1600 x 1200 (Truecolor): 120 Hz; Anschlüsse: VGA, DVI, S-Video-out; Treiber: Win 98/ME, NT 4, 2000, XP; Software: keine

Hersteller/Anbieter

ATI

Weblink

www.ati.com

Bewertung

4 Punkte

Preis

rund 460 Euro

0 Kommentare zu diesem Artikel
187886