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ATI Radeon 9700

07.01.2003 | 15:15 Uhr |

ATI nutzt die Gunst der Stunde: Während Nvidias neuer Chip Geforce FX erst dieser Tage erhältlich sein wird, bringt ATI einen weiteren "Geforce-Killer".

Eine sehr schnelle Karte und dabei durchaus erschwinglich; Referenzkarte, deshalb keine Wertung im Rahmen der Top 10

ATI nutzt die Gunst der Stunde: Während Nvidias neuer Chip Geforce FX erst dieser Tage erhältlich sein wird, bringt ATI einen weiteren "Geforce-Killer". Mit dem Radeon 9700 will ATI seine Spitzenposition festigen und Nvidias bisher schnellstes Angebot, den Geforce 4 Ti 4600, erneut übertrumpfen.Der Radeon 9700 ist eine heruntergetaktete Version des Radeon 9700 Pro: Er läuft mit 275 MHz (Chip) und 540 MHz (Speicher), während die Pro-Variante mit 325 MHz (Chip) beziehungsweise 620 MHz (Speicher) aufwartet. Dank dieser Takte ist die Ausbeute bei der Fertigung höher und es lassen sich zwar langsamere, dafür aber besser verfügbare und preiswertere Speicherbausteine auf die Karten bauen.

Brauchte der Radeon 9700 Pro noch RAM mit einer Zugriffszeit von 2,8 Nanosekunden, tut's beim Radeon 9700 auch Speicher mit 3,6 Nanosekunden. Die übrigen technischen Daten sind gleich: 256-Bit Speicherschnittstelle sowie acht Render-Pipelines, und natürlich unterstützt der Radeon 9700 ebenso wie der große Bruder Direct X 9.

Im Test hatten wir die Referenzkarte von ATI. Sie bringt 128 MB DDR-SDRAM mit und hat 1 VGA, 1-DVI- und 1-TV-out-Anschluss. Ebenso wie die Karten mit dem 9700 Pro verfügt das 9700-Modell über einen externen Stromanschluss, um die Stromversorgung für den AGP-Steckplatz nicht zu überlasten.Den Geforce 4 Ti 4600 hielt die Radeon 9700 locker in Schach: Bei einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten und 32 Bit Farbtiefe (PC mit Athlon XP 2100+) kam die ATI-Karte im 3D-Mark auf 11.359 Punkte und bei Quake 3 auf 188,8 Bilder pro Sekunde - rund 9 beziehungsweise 3 Prozent schneller als der Konkurrent von Nvidia.

Bei eingeschalteter Kantenglättung baute der Radeon 9700 den Vorsprung noch aus: Bei Quake 3 schaffte er 182,8 Bilder pro Sekunde, während der Geforce 4 Ti 4600 nicht über 116 Bilder pro Sekunde herauskam. Bei 1280 x 1024 Bildpunkten, 32 Bit Farbtiefe und eingeschalteter Kantenglättung ist der Radeon 9700 mit 141 Bildern pro Sekunde sogar mehr als doppelt so schnell wie der Geforce 4 Ti 4600 mit 65 Bildern.

Echte Konkurrenz muss der Radeon 9700 also nur aus dem eigenen Lager fürchten: Im Vergleich mit dem Radeon 9700 Pro war der heruntergetaktete Chip im Schnitt rund 13 Prozent langsamer. Bei 1024 x 768 Bildpunkten und eingeschalteter Kantenglättung lag er mit dem großen Bruder zwar gleichauf, bei höheren Auflösungen und eingeschalteter Kantenglättung fiel er aber deutlich zurückfiel. Die Referenzkarte ließ sich bis 320 MHz (Chip) und 630 MHz (Speicher) stabil übertakten - einen spürbaren Leistungsgewinn konnten wir dadurch allerdings nicht erzielen.

Ausstattung: ATI Radeon 9700; 128 MB SDRAM; Taktraten: Chip 275 MHz, Speicher 540 MHz

Hersteller/Anbieter

ATI

Weblink

www.ati.de

Bewertung

4 Punkte

Preis

rund 320 Euro

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