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AOL schaltet ungefragt Windows-Nachrichtendienst ab

27.10.2003 | 16:35 Uhr |

AOL hat in den USA einen aggressiven Schritt gegen die Nutzung des Windows-Nachrichtendienstes durch Spam-Versender unternommen. Der weltgrößte Provider schaltet den im Betriebssystem verankerten Dienst per Software-Update ab, ohne dem Benutzer eine Wahl zu lassen.

AOL hat in den USA einen aggressiven Schritt gegen die Nutzung des Windows-Nachrichtendienstes durch Spam-Versender unternommen. Der weltgrößte Provider schaltet den im Betriebssystem verankerten Dienst per Software-Update ab, ohne dem Benutzer eine Wahl zu lassen.

Einem Bericht unserer Schwesterpublikation zufolge hat AOL in der Vergangenheit eine große Zahl von Beschwerden über die aufpoppenden Windows-Nachrichten-Fenster erhalten. Ein AOL-Feature, dass Pop-ups stoppen soll, versagte bei der Microsoft-Technologie für den Windows-Dienst. Andrew Weinstein, ein US-Sprecher von AOL, zieht zur Rechtfertigung der Deaktivierung des Dienstes zusätzlich eine Sicherheitslücke im Windows-Nachrichtendienst heran, über die durch einen Buffer-Overflow der Zielrechner übernommen werden kann.

Vor zwei Wochen hat AOL laut Weinstein begonnen, den Dienst abzuschalten. Loggt sich ein Benutzer im AOL-Netzwerk ein, überprüfe man, ob der Dienst aktiviert sei, sagte Weinstein gegenüber der PC World. Sei dies der Fall, deaktiviere AOL den Dienst. Dies sei bereits bei 15 Millionen AOL-Benutzern geschehen, weitere fünf Millionen sollen folgen. Der Nachrichtendienst des Betriebssystems ist nicht identisch mit dem Windows Messenger.

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