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AOL, Microsoft und Yahoo bilden Allianz gegen Spammer

06.05.2003 | 11:58 Uhr |

Die drei Unternehmen AOL, Microsoft und Yahoo haben eine Allianz gegründet, mit der sie künftig verstärkt den Kampf gegen Spam-Mails aufnehmen wollen. "Die unerwünschten Werbe-Mails werden in vielen Fällen mit betrügerischen Absichten verschickt und beeinträchtigen die Qualität des Kommunikationsmediums Mail", betonen die drei Unternehmen. Ziel der Allianz sei es, die Anwender noch besser vor den Spam-Mails zu schützen.

Die drei Unternehmen AOL, Microsoft und Yahoo haben eine Allianz gegründet, mit der sie künftig verstärkt den Kampf gegen Spam-Mails aufnehmen wollen. "Die unerwünschten Werbe-Mails werden in vielen Fällen mit betrügerischen Absichten verschickt und beeinträchtigen die Qualität des Kommunikationsmediums Mail", betonen die drei Unternehmen. Ziel der Allianz sei es, die Anwender noch besser vor den Spam-Mails zu schützen.

Den Versendern der Werbe-Mails soll es erschwert werden, falsche Angaben in der Betreffzeile zu machen. Über Internet-Adressbücher sollen die Anwender jederzeit den Absender der Spam-Mails ausfindig machen können. "Darüber hinaus sollen Mails von Systemen wie Open Relays, Open Router oder Open Proxies, die die unautorisierte Benutzung ermöglichen, blockiert werden", kündigen die Unternehmen an.

Die drei Unternehmen wollen künftig auch den Versand von Spam-Mails über ihre Mail-Services erschweren. "Zusammen mit weiteren Unternehmen will die Initiative dagegen vorgehen, dass massenhaft falsche Mail-Accounts erzeugt werden können", heißt es in einer von Microsoft veröffentlichten Erklärung zur Allianz. Dabei will sich die Triade auch bemühen, weitere Anbieter mit an Bord zu holen, um wirkungsvoller gegen die Spammer vorgehen zu können. Den seriösen Versendern von Spam-Mails sollen Regeln vorgegeben werden, mit denen sich ihre Werbe-Mails besser von normalen Mails unterscheiden lassen.

Den unseriösen Versendern will die Allianz künftig stärker mithilfe der Strafverfolgungs-Behörden an den Kragen gehen. Insbesondere Versender, die ihre Mails so gestalten, dass Antispam-Filter umgangen werden, sollen zur Rechenschaft gezogen werden. "Um dies zu erreichen, sollen die Mittel für die Archivierung elektronischer Beweismittel verbessert werden, die Rückschluss auf die Aktivitäten von Spammern geben", heißt es in der Erklärung der Mitglieder der Allianz und abschließend: "Nach Auffassung von Microsoft, AOL und Yahoo! kann die Spam-Problematik nur mit einem umfassenden Ansatz gelöst werden, der die Aspekte Technologie, verantwortungsvolle Kundenkommunikation, Gesetzgebung, Umsetzung und Aufklärung der Anwender mit einbezieht."

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