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A-Open AX4B-533 Tube

13.11.2002 | 16:28 Uhr |

Hauptplatine mit Röhrenverstärker

Der Röhrenverstärker ist ein tolle, wenn auch unverhältnismäßig teure Angelegenheit.

Üblicherweise gibt es drei Möglichkeiten, um einen PC beziehungsweise eine Hauptplatine mit Sound zu versorgen. Entweder die Platine hat einen Soundchip integriert - etwa von Yamaha oder Creative Labs. Dieser sorgt dann eigenständig für den guten Ton. Oder - die etwas billigere Lösung - der Hersteller verpasst der Platine einen AC97-Codec, der zusammen mit der Southbridge des Chipsatzes herumtönt. Qualitätsmäßig unterscheiden sich Codec und Chip nicht allzu sehr von einander, vor allem seit die Codecs auf 6-Kanal-Technik ausgelegt sind. Als dritte bietet sich die gute alte Soundkarte an. Auf die setzen vor allem Musiker und Anwender, die Spiele oder DVD-Filme in vollem 3D-Klang erleben wollen. Natürlich mit entsprechenden Boxen.

Nun hat A-Open das PC-Klangerlebnis revolutioniert: mit der Tube, einem Röhrenverstärker, der erstmals auf der Pentium-4-Platine AX4B-533 Tube in Verbindung mit einem AC97-Codec oder - falls gewünscht - mit einer Soundkarte zum Einsatz kommt. Und so funktioniert's: Stehen die Heizdrähte des Vakuum-Tubus' unter Spannung, setzt eine Kathode Elektronen frei, die durch ein Gitter auf eine Anode treffen. Durch diesen Elektronenfluss wird das Signal des AC97-Codecs - abhängig von der Spannung - verstärkt. Das Ergebnis: hervorragende Klangqualität, die wir in unseren Hauptplatinen-Tests allerdings nicht berücksichtigen.

Klar: Wenn auf einer Platine eine etwa 17 x 6 Zentimeter große Fläche für die Tube samt Technik reserviert ist, muss die andere Ausstattung darunter leiden. Darum stehen zur Erweiterung lediglich 3 PCI-Slots, aber immerhin 6 USB-2.0-Buchsen und 3 Dimm-Sockel für bis zu 2048 MB DDR-SDRAM zur Verfügung (Note 3,0). Bei unseren Stabilitätstests erwies sich die Platine als zuverlässig, aber sehr langsam (Note 2,4): Vor allem beim Winword-Text- und -Grafikscroll erreichte sie ihre Grenzen.

Zur Übertaktbarkeit (Note 2,9): Mit dem Phoenix-Bios, Version R1.01a vom 12.8.2002, ist ein Systemtakt (Front Side Bus) von 100 bis 248 MHz in 1-MHz-Schritten möglich. Außerdem lässt sich der Multiplikator von 8 bis 24 einstellen. Das Platinen-Layout gefiel uns gut, das Zusammenbauen der Tube klappte problemlos. Auch am Handbuch hatten wir nichts auszusetzen (Note Handhabung: 1,4). A-Open bietet 24 Monate Garantie, die Hotline (01805/559191) war gut - Service-Note 2,0.

Ausstattung: Intel-Chipsatz 845E; 3 Dimm-Sockel für bis zu 2048 MB DDR-SDRAM; 1 AGP, 3 PCI-Slots

Technische Daten: Hersteller / Produkt: A-Open AX4B-533 Tube; CPU-Steckplatz: Sockel 478; Chipsatz: Intel 845E; Bios / Version: R1.01a vom 12.8.2002; Einstellbare Systemtaktraten (MHz): 100 bis 248 in 1-MHz-Schritten; Formfaktor: ATX; Steckplätze (AGP-Pro / ISA / PCI / CNR-/PCI-Kombi): 1 / 0 / 3 / 0; Speicherbänke / maximaler Ausbau: 3 / 2048 MB DDR-SDRAM; Anschlüsse/Schnittstellen: 2 x Ultra-DMA/133, 6 x USB 2.0, Maus- und Tastaturbuchse im PS/2-Format, 1 parallele Schnittstelle, 2 serielle Schnittstellen; Zusätzliche Komponenten: AC97-Codec, Tube

Hersteller/Anbieter

Weblink

www.aopencom.de

Bewertung

1,5 Punkte

Preis

rund 300 Euro

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