20 Tipps für ein flottes XP & Vista
9. Verfettete Registry abspecken
Das hilft: Der Ccleaner kann Fehler in der Integrität (Vollständigkeit und Widerspruchsfreiheit) der Registry beseitigen. Dazu starten Sie das Tool, wählen links den Reiter „Registry“, aktivieren die Klickboxen neben allen verfügbaren Optionen und klicken auf „Nach Fehlern suchen“. Ist der Vorgang abgeschlossen, sehen Sie, welche Registry-Einträge korrigiert oder gelöscht werden sollten. Ein Klick auf „Fehler beheben!“ räumt auf.
Um die Registry-Dateien physisch zu verkleinern (also die leeren Zeichen zu entfernen), müssen Sie sie defragmentieren. Das machen Sie mit Ntregopt. Installieren und starten Sie das Tool, und starten Sie danach den Rechner neu.
Das bremst: Was immer Sie an Software von einem Netzlaufwerk beziehen, wird zur Explorer-Bremse, wenn das Netzlaufwerk aktuell nicht oder überhaupt nicht mehr existiert. Der Rechts- oder Links-Klick auf das damit verknüpfte Objekt führt jedesmal zu mehreren Sekunden Wartezeit: Der Explorer gibt die Suche zu dem fehlerhaften Link nicht auf.
Das hilft: Auch hier kann Ccleaner eventuell den Registry-Fehler erkennen und löschen. Das Tool fahndet aber nur nach offensichtlichen Installationsfehlern und verifiziert dafür nicht etwa alle Netzwerkpfade der Registry. Meistens bleibt nur eine manuelle Suche in der Registry, die aber gar nicht so schwer fallen sollte: Stellen Sie zunächst die Datei-Endung des Objekts fest, welches die Sanduhr auslöst. Diese Endung ist unter „Hkey_Classes_Root“ (HKCR) über den Eintrag „(Standard)“ mit einem Dateityp verknüpft, den Sie ebenfalls unter HKCR finden. Darunter finden Sie dann den einen, eventuell gar mehrere Command-Schlüssel mit dem fehlerhaften UNC-Pfad (beginnend mit „\“), die Sie entweder löschen oder korrigieren.
Das bremst: In der Registry gespeicherte Netzressourcen versucht Windows bei jeder Anmeldung neu zu verbinden. Wenn sie fehlen, was insbesondere im Heimnetz häufiger der Fall ist, verzögert das den Start. Zudem müssen Sie eine Fehlermeldung wegklicken.
Das hilft: Das Verbinden von Netzlaufwerken bringt heute kaum noch Vorteile – abgesehenvon ihrer Präsenz im Arbeitsplatz und eventuell kürzeren Pfadnamen. Alle neueren Windows-Anwendungen können auch mit UNC-Namen (\...) nicht verbundener Netzlaufwerke umgehen. In der Regel können Sie daher auf das „Verbinden“ (mit Vergabe eines Laufwerksbuchstaben) komplett verzichten und für den schnellen Zugriff einfach Verknüpfungen mit UNC-Namen anlegen – etwa mit dem Ziel „\Nas\Archiv“.
Wer die Netzressourcen partout als Laufwerke im Arbeitsplatz sehen will, kann die Laufwerke mit einer einfachen Batchdatei im Autostart-Ordner nach dem Muster folgender Zeile verbinden:
net use n: \nas\archiv /persistent:no
/user:meier kennwort
User und Kennwort sind im Heimnetz oft nicht notwendig. Der Net-Befehl übergeht fehlende Netzressourcen schneller als der Explorer. Mit dem Schalter „/persistent:no“ stellen Sie sicher, dass Windows die Verbindung nicht in der Registry speichert. Das Verbinden erfolgt daher ausschließlich über die Batchdatei.


