10.04.2008, 18:18

Andreas Kroschel, Thorsten Eggeling, Christian Löbering

XP-Lücken schließen und Hardware-Fehler enttarnen

9. Einstellungen des DSL-Routers prüfen und verbessern

Sie surfen sicherer, wenn Ihr PC nicht direkt am DSL-Modem hängt, sondern über einen DSL-Router wie eine Fritzbox ins Internet geht. Die hier eingebaute Firewall kann von einer Schad-Software auf dem PC nicht beeinflusst werden. Für mehr Sicherheit sollten Sie die folgenden Einstellungen prüfen und gegebenenfalls ändern:
Firmware: Auch die Software, die auf dem DSL-Router läuft, kann Schwachstellen haben und das Netzwerk – und damit Ihren PC – von außen angreifbar machen. Prüfen Sie also regelmäßig, ob der Hersteller ein Update anbietet. Einige Geräte zeigen verfügbare Updates auch in der Web-Konfigurationsoberfläche an.
Passwortschutz: Legen Sie für die Konfigurationsoberfläche des Routers ein Kennwort fest. Ist keins vergeben, kann Schad-Software die Einstellungen unbemerkt ändern. Bei der Fritzbox zum Beispiel setzen Sie das Kennwort über „Erweiterte Einstellungen, System, Fritzbox-Kennwort“.
WLAN-Sicherheit: Bei älteren Geräten ist häufig die WEP-Verschlüsselung aktiviert. Diese ist knackbar, so dass andere Personen die Internet-Verbindung ohne Ihr Wissen mitbenutzen und den Netzwerkverkehr abhören können. Stellen Sie daher wenigstens den sichereren Standard WPA oder besser WPA2 ein. Beim WLAN-Adapter in Ihrem PC müssen Sie dann den gleichen Standard wählen und den gleichen Netzwerkschlüssel eingeben. Wenn der Adapter kein WPA/WPA2 bietet, hilft häufig ein Treiber-Update, sofern das Gerät noch nicht zu alt ist.
Port-Einstellungen: Standardmäßig erlaubt die Firewall in einem DSL-Router keine direkten Verbindungen vom Internet zu einem PC im Netzwerk. Server-Dienste auf dem PC und Tauschbörsen-Software erfordern aber die direkte Weiterleitung der Datenpakete. Die entsprechenden Einstellungen finden Sie in der Routerkonfiguration unter „Port-Forwarding“ oder „Portfreigabe“. Prüfen Sie, ob Sie Portfreigaben eingerichtet haben, die Sie nicht mehr benötigen, und deaktivieren Sie diese. Jede Freigabe stellt eine potenzielle Sicherheitslücke dar. Deaktivieren Sie – wenn vorhanden – auch die automatische Portfreigabe über UPnP (Universal Plug & Play). Darüber können Programme die Sicherheitseinstellungen des Routers automatisch ändern.
10. Kühlsystem testen und reparieren
Die meisten PC-Systeme besitzen Lüfter zur Kühlung von Netzteil, Chipsatz und Prozessor. Nach einiger Zeit kann die Leistung der Lüfter nachlassen, weil Staub den Luftstrom blockiert oder der Rotor durch einen Lagerschaden nicht mehr die volle Umdrehungszahl bringt. Die Folgen sind eine Überhitzung des Systems unter Last, damit eine Verringerung der Leistung und im schlimmsten Fall ein Totalausfall.
Belastungstest: Um zu prüfen, ob Ihr System auch höheren Belastungen noch standhält, setzen Sie einen Stresstest ein. Für den Test sind Sie jederzeit gerüstet – es reicht das Windows-Zubehör Calc.exe in der „Ansicht, Wissenschaftlich“. Geben Sie hier eine mindestens sechsstellige Zahl ein, und klicken Sie dann auf die Taste „n!“ (für Fakultät). Der Rechner multipliziert also jetzt „1 x 2 x 3 [...] x n“, wobei „n“ für die eingegebene Zahl steht. Ob die CPU diesen Stress packt oder einen Blue Screen produziert, ist auch ohne weitere Hilfsmittel offensichtlich.
CPU-Temperatur: Besser informiert sind Sie, wenn Sie gleichzeitig die Temperatur des Prozessors messen. Sofern Ihrer Hauptplatine kein entsprechendes Tool auf CD beilag, eignet sich meist auch Speedfan. Dass die CPU-Temperatur zunächst deutlich ansteigt, ist zu erwarten; sie sollte sich aber bei einem gewissen Maximum einpendeln. Andernfalls sollten Sie das Rechnergehäuse öffnen und die Funktion der Lüfter überprüfen. Meist genügt es, sie vorsichtig mit Pinsel und Staubsauger zu reinigen. Der Rotor des CPU-Lüfters sollte sich – bei ausgeschaltetem Gerät – leicht mit dem Finger drehen lassen. Wenn nicht, ist das Lager defekt, und Sie kommen um das Austauschen des Lüfters nicht herum.
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